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Nachforderung von Zinsen

17.09.2011 14:32 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe vor einigen Jahren ein Darlehen aufgenommen um das Dach zu sanieren. Nun schrieb mich meine Bank an, dass ein EDV Fehler unterlaufen ist und Geld nachgefordert werden müsste.

Im Vertrag wurde noch folgendes nach der Hälfte der Laufzeit vereinbart: Zinsatz 4,45% und das ab dem 01.10.2007 die neuen Zinsen gelten.


Anbei der Wortlaut der Bank:

Bei dem o.g. Darlehen handelt es sich um ein Darlehen aus dem Kreditprogramm "KFW WOhnraum Modernisierung 2003". Bei Ablauf der Zinssubventionszeit am 01.10.2007 wurde durch einen technischen Fehler in unserem Hause gemäß Darlehensvertrag vereinbarte Erhöhung des Zinssatzes von 2,45% p.a. auf 4,45% p.a. sowie die Erhöhung der vierteljährlichen Leistungsrate von 313,44 Euro auf 362,95 Euro EDV-mäßig nicht automatisch umgesetzt.

Eine manuelle Korrektur des Darlehenskontos ist nunmehr erforderlich. Den rückwirkenden Zinsfehlbetrag werden wir auf dem Darlehenskonto kapitalisieren. Die dazugehörigen Buchungen können Sie dann auf dem Jahreskontoauszug 2011 ersehen. Die Nachbelastung der Fehlbeträge aus den Leistungsraten in Höhe von 742,65 werden wir zusammen mit der nächsten Regelrate am 30.09.2011 durchführen.

Wir entschulgigen.....


Meine Frage ist, in wie weit es verjährt ist. Ist viell. das erste Jahr verjährt oder mehr oder gar nicht? Was habe ich für Chancen.

Über eine Antwort mit entsprechenden § würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
DrWho

Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Frage, die ich gerne im Rahmen einer ersten Einschätzung beantworte:

Gemäß & 195 BGB beträgt die Verjährungsfrist drei Jahre. Nach § 199 BGB beginnt die Verjährung mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entsteht. Das bedeutet, dass ihn ihrem Fall die Ansprüche der Bank, die in 2007 fällig waren, verjährt sind.

Unabhängig davon gilt es das Momentum der Verwirkung zu prüfen. Mit der Verwirkung soll die illoyal verspätete Geltendmachung von Rechten gegenüber dem Verpflichteten ausgeschlossen werden.1)

Ein Recht ist verwirkt, wenn sich der Verletzer wegen der Untätigkeit des Schutzrechtsinhabers über einen gewissen Zeitraum hin bei objektiver Beurteilung darauf einrichten darf und eingerichtet hat, dieser werde sein Recht nicht mehr geltend machen, so dass deswegen die verspätete Geltendmachung gegen Treu und Glauben verstößt. Neben einem sogenannten Zeitmoment bedarf es mithin stets des Vorliegens eines sogenannten Umstandsmoments.2)

Mit der Verwirkung soll die illoyal verspätete Geltendmachung von Rechten gegenüber dem Verpflichteten ausgeschlossen werden.3)

Ein Recht kann verwirkt sein, wenn der Gläubiger es über einen längeren Zeitraum nicht geltend gemacht hat, der Schuldner sich bei objektiver Beurteilung darauf einrichten durfte und auch darauf eingerichtet hat, das Recht werde nicht mehr geltend gemacht, und deswegen die verspätete Geltendmachung gegen Treu und Glauben verstößt; die zeitlichen wie die sonstigen Umstände des Falles in ihrer Gesamtheit müssen also die Beurteilung tragen, dass Treu und Glauben dem Gläubiger die Verfolgung des Anspruchs verwehren, mit dessen Geltendmachung der Schuldner nicht mehr rechnen musste.

Die Verwirkung ist aus dem im BGB verankerten Gebot von Treu und Glauben (§ 2425) BGB) abgeleitet.

Hier gelten nicht - wie bei der Verjährung - kalendergenau abzählbare Fristen, sondern es kommt exakt auf die Umstände an, die es zu prüfen gilt.

Ich rate Ihnen daher dringend an, einen Kollegen von dieser Plattform oder einen Kollegen vor Ort für eine weitere Beratung zu beauftragen, die dann die entsprechenden Umstands- und Zeitmomente prüfen kann.


Ich hoffe, dass meine Auskünfte Ihnen geholfen haben und Ihnen eine erste Orientierung in der Sache ermöglichen. Bitte berücksichtigen Sie, dass dies auf der Grundlage der von Ihnen gegeben Informationen beruht. Abweichungen, die Ihnen geringfügig erscheinen mögen, können schon zu erheblich unterschiedlichen Bewertungen in der Angelegenheit führen.

Sehr gerne können Sie mich in dieser Angelegenheit auch beauftragen. Dank Email, Fax und Telefon stellt auch die Vertretung über größere Entfernung kein Problem dar.

Ich wünschen Ihnen alles Gute, auch für die Entwicklung Ihrer Firma und verbleibe
mit freundlichen Grüßen

N. Unruh
Rechtsanwältin

www.anwaltrecht.de
n.unruh@anwaltrecht.de

Hasenmark 21
13585 Berlin

T. 030-36753713
F. 030-36753721
M. 01783717285

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