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Nachforderung durch Yellow Strom - Verjährung?


| 01.07.2007 00:19 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin Yellow-Strom-Kunde und habe am 24.5. eine Nachforderung von € 635,59 für sechs Jahre rückwirkend erhalten. Wie Sie sicherlich wissen, müssen die Yellow-Strom-Kunden selbst ihre Zähler ablesen. Obwohl, wie sich jetzt herausstellte, Yellow-Strom von meinem vorherigen Stromlieferanten mitgeteilt wurde, dass der zu meiner Wohnung gehörende Zähler ein Tag- und ein Nacht-Laufwerk hatte, bekam ich während der vergangenen sechs Jahre nur ein Ablese-Formular für ein Laufwerk zugesandt. Da mir die Situation mit den beiden Laufwerken nicht klar war, schrieb ich bisher einfach immer nur die erste Zahl in das eine dafür vorgesehene Feld. In diesem Jahr nun schrieb ich beide Werte auf die Karte, woraufhin ich die og. Nachforderung erhielt. Zugleich unterstellte mir eine Yellow-Strom-Mitarbeiterin telefonisch, ich hätte die Gebühren für das andere Laufwerk absichtlich unterschlagen. Selbstverständlich habe ich umgehend mit Yellow-Strom per Einschreiben Kontakt aufgenommen, um die Situation zu klären. Leider erhielt ich aber keine Antwort, stattdessen wurde der nachgeforderte Betrag kommentarlos von meinem Konto abgebucht. Frage 1: Gibt es bei Stromrechnungen eine Verjährung? Frage 2: Muss der Stromanbieter nicht Sorge tragen, dass der Kunde eindeutige und vor allem richtige Formulare zum Selbst-Ausfüllen erhält, um solche Missverständnisse von vorneherein auszuschließen? Frage 3: Ist es rechtens, dass Nachforderungen trotz Stellungnahme des Kunden kommentarlos vom Konto eingezogen werden? Frage 4: Was kann ich tun, um auch im Interesse anderer Kunden solches Geschäftsgebaren einer Firma öffentlich zu machen?
Ich werde zunächst bei meiner Bank der Abbuchung widersprechen. Wie soll ich mich weiter verhalten? Besten Dank für Ihre Bemühungen und für Ihre Auskunft! Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Ratsuchender,

1.
Der Anspruch von Yello Strom auf die Zahlung des Entgelts für die Stromlieferung, die Netznutzung sowie die gesetzliche Strom- und Mehrwertsteuer unterliegt gemäß § 195 BGB einer Verjährungsfrist von drei Jahren. Allerdings beginnt der Lauf der Verjährung gemäß § 199 Abs. 1 BGB erst mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger von den anspruchsbegründenden Umständen Kenntnis erlangt hat.

Da in Ihrem Fall aber erst aufgrund Ihres letzten Ableseprotokolls der tatsächliche, höhere Verbrauch der vergangenen Jahre offenbar wurde, ist dementsprechend noch keine Verjährung eingetreten.

2.
Es ist zwar durchaus ein Mitverschulden des Stromanbieters an dem vorliegenden Missverständnis darin zu erkennen, dass er Ihnen keine geeigneten Ableseformulare hat zukommen lassen. Dies ändert aber nichts daran, dass Sie vertragsgemäß Zahlungen in der Höhe zu leisten haben, die dem erfassten Verbrauch entsprechen.

3.
Auch die Abbuchung der Rückstände dürfte hier rechtlich nicht zu beanstanden sein.
Vermutlich haben Sie nämlich eine Einzugsermächtigung erteilt, aufgrund derer die fälligen Beträge per Lastschriftverfahren von Ihrem Konto abgebucht werden dürfen. Diese umfasst dann auch die noch offenen Forderungen.

4.
Nach der geschilderten Sachlage bleibt Ihnen daher, wenn Sie der Abbuchung widersprechen, nur die Möglichkeit, mit Yello Strom eine Ratenzahlungsvereinbarung zu treffen, falls Sie den geschuldeten Betrag nicht auf einmal bezahlen können.


Leider kann ich Ihnen keine für Sie günstigere Auskunft geben, hoffe aber, Ihnen wenigstens Klarheit verschafft zu haben.
Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt
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