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Nachfolgefirma will Mangel nicht beseitigen


09.11.2004 10:40 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Hallo,

ich habe vor zwei Jahren in mein Auto beim Vertragshändler, wo das Auto auch ein Jahr zuvor gekauft wurde, eine Standheizung einbauen lassen. In der Zwischenzeit meldete der Händler Konkurs an, eine andere Firma hat das Geschäft übernommen, auch die Kunden. Bei einem Routinetermin wurde nun bei mir festgestellt, dass die Standheizung fehlerhaft eingebaut wurde, genau gesagt verläuft der Auspuff an der Stoßstange, die dort nun durchgeschmolzen ist. Außerdem droht bei weiterer Benutzung der Heizung, dass das Fahrzeug in Brand geraten könnte.

Der jetzige Händler will nun die Kosten für Reperatur und Mangelbeseitigung nicht übernehmen. Er begründet es damit, dass der fehlerhafte Einbau von einer anderen Firma gemacht wurde. Ist das korrekt? Oder ist das Problem etwa, dass der Einbau schon 2 Jahre her ist?

Kann es aber auch sein, dass, da das Fahrzeug stets bei Vertragshändlern war, die Automarke hier herangezogen werden kann?

Vielen Dank und Gruß, AM

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Guten Tag,

Ihnen geht es um die Geltendmachung eines Schadens infolge mangelhafter Arbeiten durch den früheren Händler. Sie haben seinerzeit einen Werkvertrag mit diesem Händler abgeschlossen. Daraus ergibt sich für Sie zwingend, dass Sie Ansprüche aus diesem Vertrag auch gegen Ihren Vertragspartner geltend machen. Da Ihr Händler jedoch scheinbar insolvent geworden ist, wird für Sie die Geltendmachung Ihrer Ansprüche kaum noch möglich sein. An den neuen Vertragshändler könnten Sie sich jedoch nur dann wenden, wenn dieser den alten Werkvertrag mit allen Rechten und Pflichten übernommen hätte. Dazu wird es jedoch mit ziemlicher Sicherheit nicht gekommen sein. Allein die Übernahme der Kundendateien löst keine solche Pflichten aus.

Soweit Sie von einer Geschäftsübernahme sprechen, dürfte es sich wohl eher um eine Übernahme der Geschäftsausstattung und Gebäude handeln, nicht aber um die Übernahme aller vertraglichen Pflichten.

Im übrigen könnte es ohnehin zu einer Verjährung Ihrer Ansprüche gekommen sein. Insoweit gilt eine zwei Jahresfrist ab Abnahme des Werkes.

Ansprüche wegen fehlerhafter Reparaturen können darüber hinaus auch nicht gegen die Automarke selbst gerichtet werden. Jeder Vertragshändler handelt insoweit selbstständig. Durch deren Tätigkeit wird der Autohersteller nicht verpflichtet, denn auch er ist nicht Vertragspartei des Werkvertrages geworden.

Mit freundlichen Grüßen

Simon Jäschke
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