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Nachfinanzieren/Umschuldung Baufinanzierung trotz außergerichtlichem Vergleich

| 23.02.2017 11:21 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Umschuldung einer Baufinanzierung bei Vorliegen eines Schufaeintrages.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir haben 2006 ein älteres sanierungsbedürftiges Einfamilienhaus erworben für 61000, Restschuld knapp 53000€ , 2009 sind wir mit einem eigenen Ladengeschäft pleite gegangen. Die Forderungen konnten nach drohender Privatinsolvenz und vielen Verhandlungen schliesslich außergerichtlich abgewickelt werden, die jeweiligen Vereinbarungen laufen noch 4 bzw 5 Jahre, dadurch haben wir aber auch einen Eintrag in der Schufa Plus 2Einträge mit Erledigungsvermerk , der nun ja frühestens nach Begleichung plus 3 Jahre gelöscht wird.

An unserem Haus sind leider dringend einige Sanierungen zu erledigen, die kaum noch aufgeschoben werden können, Dach undicht bsp, lässt Feuchtigkeit durch und stark verwittert (30Jahre alt). Wir hätten im Juni ein Sonderkündigungsrecht für unser Darlehen (liegt bei 5,6% Zinsen plus 1%Tilgung) und könnten ohne Vorfälligkeit aussteigen, um entweder das Haus zu diesem Termin zu verkaufen oder das Darlehen umzuschulden zu günstigeren Zinsen und wenn möglich den Sanierungsbetrag von 8200-16000€ (verschieden Angebote für das Dach liegen vor von einfacher Reparatur bis komplett Sanierung mit Isolierung) nachzufinanzieren.

Wir wissen, dass es extrem schwierig sein wird überhaupt eine Bank zu finden, die hier mitspielt bei der Umschuldung. Wir fragen uns jedoch, ob wir denn überhaupt Umschulden und nachfinanzieren dürften oder widerspricht das der außergerichtlichen Vereinbarung? Können wir nachfinanzieren und trotzdem bei der Vereinbarung bleiben oder wäre die Einigung dadurch in Gefahr oder könnte uns versagt werden, wenn wir uns um neue Gelder für unser Eigenheim bemühen? Die Gläubiger haben auf Zinsen und einen Teil der Forderung komplett verzichtet (andern Falls wäre nur die Insolvenz mit Nullplan geblieben).
Diese Frage stellt sich uns nun, um entscheiden zu können, ob eine Nachfinanzierung denn eine Option darstellt neben Verkauf. In den Einigungsunterlagen finde ich keine aussagekräftige Regelung dazu.
Danke für Ihre Hilfe!

23.02.2017 | 13:04

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn die Vereinbarungen mit den Gläubigern keine Regelung in Form eines Besserungsscheines oder ähnliches enthalten, steht aus meiner Sicht einer Umfinanzierung oder Verkauf nichts im Wege. Die Vereinbarung mit den Gläubigern sind in der Regel losgelöst von etwaigen bestehenden Finanzierungen, so dass Sie sicherlich umfinanzieren dürfen und auch sollten.

Die bestehenden Schufaeinträge machen eine Umschuldung sicherlich schwierig und kann allenfalls durch eine Bank vor Ort erfolgen, da die Umschuldung erklärungsbedürftig ist.

Sicherlich ist hier die erste Anlaufstelle die Bank bei der die aktuelle Finanzierung besteht. Hier sollten Sie anfragen inwieweit eine Anschlussfinanzierung möglich ist. Dies könnte aus meiner Sicht ohne eine gesonderte Kreditprüfung erfolgen, da bereits eine Finanzierung besteht. Allerdings würde ich dann empfehlen auf eine Nachfinanzierung zu verzichten und die anstehenden Maßnahmen aus der geringeren monatlichen Zinsbelastung zu tragen.

Zur weiteren Vorgehensweise:

Prüfen Sie die bestehenden Vereinbarungen mit den Gläubigern dahingehend, ob etwaige Raten oder Vergleichsbeträge sich im Falle einer Veräußerung des Grundbesitzes erhöhen.

Ist dies nicht der Fall, sollten Sie mit der jetzt finanzierenden Bank Kontakt aufnehmen und eine Anschlussfinanzierung anfragen. Beachten Sie hierbei die Kündigungsfrist bei einer Sonderkündigung.

Eine Nachfinanzierung sollten Sie zunächst außen vor lassen, um sich einer erneuten Kreditprüfung zu ersparen.
Sollte eine Anschlussfinanzierung nicht möglich sein, empfehle ich eine Umschuldung und Erhöhung der bestehenden Finanzierung durch einen Finanzierungsvermittler. Dies ist aus der Erfahrung erfolgsversprechender als ein Finanzierungsantrag bei einer Bank.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

Bewertung des Fragestellers 26.02.2017 | 12:03

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