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Nacherberegelung


20.11.2017 13:03 |
Preis: 25,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte/er Dame / Herr,
nach dem Tod meiner Tante, wurde nach Ihrem Testament mein Cousin als Eigentümer Ihres Grundstückes mit Haus, in das Grundbuch eingetragen. Nach dem Tastament wurde meine Schwester und ich als Nacherben benannt. Dies steht wie folgt im Grundbuch:
Es ist eine Nacherbfolge angeordnet.
Nacherben sind:
1. Name meiner Schwester
2. Mein Name
Die Nacherbfolge tritt ein mit dem Tode des Voreben.
Der Vorerbe ist von den gesetzlichen Beschränkgungen befreit.
Meine Frage wäre nun wie folgt. Kann er dass Haus ohne Zustimmung von mir und meiner Schwester verkaufen? Wenn er es ohne Zustimmung verkaufen kann, steht uns ein Betrag aus der Verkaufssume zu?
Danke im Voraus
20.11.2017 | 14:19

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Maßgeblich ist hier, ob Ihre Tante Ihren Cousin von den Beschränkungen des § 2313 Abs. 1 BGB befreit in ihrem Testament befreit hat.

Ist dies der Fall, so kann er das Haus ohne Ihnen oder Ihrer Schwester verkaufen, ohne dass Sie dies verhindern können. In diesem Fall wird jedoch der Kaufpreis, den Ihr Cousin erhält, im Falle Ihrer Nacherbschaft zur Erbschaft gerechnet, § 2111 BGB. Der Kaufpreis tritt somit an die Stelle des veräußerten Grundstücks.

Fehlt eine entsprechende Befreiung Ihres Cousins im Testament, so findet die gesetzliche Regelung des § 2313 Abs. 1 BGB Anwendung.

Danach sind Verfügungen des Vorerben über Grundstücke und Immobilien unwirksam, wenn sie das Recht des Nacherben beeinträchtigen würden.

Der Vorerbe ist hiernach daran gehindert, Grundeigentum dauerhaft auf einen Dritten zu übertragen oder das im Nachlass befindliche Grundeigentum zu belasten oder inhaltlich zu ändern.

Als Nacherben könnten Sie und Ihre Schwester im Nacherbfall die Veräußerung rückgängig machen. Ein potentieller Käufer wird mittels eines Eintrags im Grundbuch über Ihre Nacherbschaft informiert.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.


Mit freundlichen Grüßen

J. Geike
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 20.11.2017 | 16:04

Hallo Herr Geike,
vielen Dank für Ihre Antwort.
Können Sie mir bitte sagen was folgendes dann für mich bedeutet?: „Der Kaufpreis tritt somit an die Stelle des veräußerten Grundstücks"
Wenn er das Grundstück für 400.000 Euro verkauft. Was steht meiner Schwester und mir zu? Und zu welchem Zeitpunkt? Gleich beim Verkauf oder erst wenn der Nacherbe Fall in Kraft tritt?
Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.11.2017 | 16:15

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

In diesem Falle steht Ihnen und Ihrer Schwester jeweils zu gleichen Teilen der Erlös in Höhe von 400.000 € (jeweils 200.000 €) zu, allerdings erst zum Zeitpunkt des Nacherbfalls.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie in dieser Sache weitere rechtliche Hilfe benötigen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt. Ich stehe Ihnen aber auch weiterhin gerne bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung. Meine Kanzlei ist auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.


Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

J. Geike
Rechtsanwalt

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