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Nacherbe nach 30 Jahren unwirksam?


| 26.11.2007 10:18 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Schweizer



Guten Tag!

Ich bin Nacherbe einer Immobilie und auch als Nacherbe im Grundbuch eingetragen.
Nun habe ich gelesen, daß die Nacherbschaft nach 30 Jahren unwirksam wird.
Welche Ausnhmen gibt es?

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Online-Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben gerne wie folgt beantworten möchte:

Nach § 2109 Abs. 1 Satz 1 BGB wird die Einsetzung eines Nacherben in der Tat mit Ablauf von 30 Jahren nach dem Erbfall unwirksam, wenn nicht vorher der Fall der Nacherbfolge eingetreten ist.

Eine Ausnahme von der Beschränkung auf 30 Jahre macht § 2109 Abs. 1 Satz 2 BGB in zwei Fällen:

• Ordnet der Erblasser an, dass der Nacherbfall durch ein bestimmtes Ereignis in der Person des Vorerben oder Nacherben ausgelöst wird, wie zumeist den Tod des Vorerben, und ist diese Person beim Erbfall bereits vorhanden, tritt die Nacherbfolge auch nach Ablauf von 30 Jahren ein (Nr. 1).

• Eine weitere Ausnahme liegt dann vor, wenn dem Vorerben oder dem Nacherben für den Fall, dass ihm ein Bruder oder eine Schwester geboren wird, der Bruder oder die Schwester als Nacherbe bestimmt ist (Nr. 2).

Ist im Testament also bestimmt, dass die Nacherbschaft mit dem Tod des Vorerben eintritt und ist der Vorerbe bereits vorhanden, dann wirkt die Regelung zur Nacherbschaft auch über 30 Jahre hinweg.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte und weise bei Unklarheiten auf die kostenlose Nachfragefunktion hin.
Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse.
Einstweilen verbleibe ich

mit besten Grüßen

Reinhard Schweizer
Rechtsanwalt, Dipl.-Finanzwirt

E-Mail: reinhard.schweizer@gmx.net

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, sodass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann. Im Übrigen ist der Umfang der gegebenen Antwort auch abhängig von der Höhe des ausgelobten Einsatzes.

Nachfrage vom Fragesteller 26.11.2007 | 11:41

Sehr geehrter Herr Schweizer!

Zuerst einmal bedanke ich mich für ihre sehr rasche Antwort.
Über den § 2109 habe ich im Vorfeld gelesen und möchte meine Nachfrage an diesen folgendermaßen anlehnen:

Der Eintrag im Grundbuch lautet wie folgt:

Die Nacherbfolge ist angeordnet. Die Nacherbfolge tritt bei Tod des Vorerben ein. Vorerbe des XY ist ist YZ, geb. xx.xx.xxxx.
Nacherbe ist ACB, geb. xx.xx.xxxx.
Erbschein vom xx.xx.xxxx (Amtsgericht Soundso, Erbscheinnummer).
Eingetragen am xx.xx.xxxx


Ein Bruder oder eine Schwester wurde und wird mir nicht geboren, diese Regelung scheidet in meinem Falle aus.

Wie steht es nun um die zweite Ausnahmeregelung? Trifft diese hier für mich zu?
Bitte beantworten sie dies mit einfachen Worten, der § 2109 ist für mich als Laien leider zu kompliziert.

Vielen Dank.

ABC

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.11.2007 | 11:50

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beatworten möchte:

Hier greift zu Ihren Gunsten die ERSTE Ausnahmeregelung ein, da die Nacherbschaft mit dem Tod des Vorerben eintreten soll.

Mit besten Grüßen

Reinhard Schweizer
RA, Dipl.-Fw.

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