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Nacherbe


20.08.2005 17:31 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Meine Tante und mein Onkel besaßen zu gleichen Teilen ein Haus,bei dem die Kinder eines Neffen der Tante im Grundbuch eingetragen waren.
Meine Tante die 1977 verstorben ist,hatte meinen Onkel in Ihrem Einzeltestament als Alleinerben eingesetzt und die Kinder ihres Neffen als Nacherben eingesetzt.Nach dem Tode meiner Tante hat mein Onkel das Haus verkauft.Um das Haus verkaufen zu können wurde der Eintrag der oben erwähnten Kinder mit ihrem schriftlichen Einverständnis aus dem Grundbuch gelöscht.Mein jetzt verstorbener Onkel hat mich als Alleinerbe eingesetzt,ohne die Kinder,die bei seiner verstorbenen Frau in deren Testament als Nacherbe eingetragen waren zu berücksichtigen.(Sie haben sich nicht um Ihn gekümmert) Ist das so rechtens oder steht den Kindern ein Teil des Erbes der Tante zu ?

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich möchte Ihr Anliegen auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Ihr Bericht ist etwas mißverständlich, weil Sie eingangs ausführen, „
meine Tante und mein Onkel besaßen zu gleichen Teilen ein Haus, bei dem die Kinder eines Neffen der Tante im Grundbuch eingetragen waren“, was natürlich parallel nicht geht, Sie meinten wohl den späteren Grundbucheintrag der Kinder als Nacherben. In der Sache selbst gilt jedenfalls folgendes:

Der Onkel hätte das Haus an sich nicht veräußern dürfen – siehe § 2113 BGB, auszugsweise zitiert:

§ 2113 Verfügungen über Grundstücke, Schiffe und Schiffsbauwerke; Schenkungen

(1) Die Verfügung des Vorerben über ein zur Erbschaft gehörendes Grundstück
oder Recht an einem Grundstück oder über ein zur Erbschaft gehörendes
eingetragenes Schiff oder Schiffsbauwerk ist im Falle des Eintritts der
Nacherbfolge insoweit unwirksam, als sie das Recht des Nacherben vereiteln oder
beeinträchtigen würde.
…..


Hier haben die Nacherben aber in nicht zu beanstandender Art und Weise verzichtet, ob gegen eine wirtschaftliche Gegenleistung, kann ich Ihrem Bericht nicht entnehmen.

Das Grundstück gehört deswegen nicht mehr zur Erbmasse, nur evt. Bindungen aus der Auflassung (KG, JFG, 23,21).

Sie sind also wie verfügt „an sich“ Alleinerbe – von mir nicht bekannten Pflichtteilsansprüchen einmal abgesehen. Denn die Kinder des Neffen haben auf ihre Rechte an dem Grundstück verzichtet. Sie können deswegen sich nur insoweit sich auf die Nacherbschaft berufen, wie noch anderweitige Vermögenswerte im Raume stehen – häufig neben der Immobilie ja wenig.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort zunächst einmal weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

Tel.: +49 (0)39 483 97825
Fax: +49 (0)39 483 97828
E-Mail: ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf

Nachfrage vom Fragesteller 21.08.2005 | 09:22

Haben die Kinder auch auf dem gerichtlichen Klageweg keinen Erfolg ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.08.2005 | 09:25

Guten Morgen, Herr R.,

wenn die Kinder wie dargelegt materiell-rechtlich keinen Anspruch auf die Immobilie oder deren Erlös haben, verfügen sie natürlich auch über keine prozessualen Aussichten.

MfG RA Schimpf

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