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Nachehelicher Unterhalt/Aufstockungsunterhalt


03.01.2005 12:43 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,

lebe von meinem Mann seit 1,5 Jahren getrennt. Waren 12 Jahre verheiratet. Lebe mit meinem Sohn(5) zusammen. Ich bekomme KU von 218 € und das volle KG 154 €. Meinen von mir getrennt lebenden Mann zahle ich ein Trennungsunterhalt von 225 €. Meine Fragen:

1. Bin ich verpflichtet nachehelichen Unterhalt/Aufstockungsunterhalt zu zahlen? Wie hoch wäre dieser ggf. und wie lange müßte ich zahlen? Wird ein vorhandenes Vermögen beim Unterhaltsberechtigten auch angerechnet?

Ich netto: 2630 € (ohne KU und KG)
Er netto: 1850 € (ohne Abzug von KU)


2. Kann ich meine Kindergartenkosten geltend machen, da ich sonst nicht vollzeitig arbeiten kann?

Besten Dank schon mal im voraus,
mimmi99
03.01.2005 | 14:34

Antwort

von


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38104 Braunschweig
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Sehr geehrte Ratsuchende,

zu Ihrer Anfrage kann ich folgendes mitteilen.

Für die Berechnung des nachehelichen Unterhalts gelten grundsätzlich die gleichen Berechnungsregeln, wie für den Trennungsunterhalt. Maßgeblich ist das sogenannte prägende Einkommen der Ehegatten. Dieses kann sich während der Trennungszeit ändern. Ist dies der Fall, so kann der nacheheliche Unterhalt anders bemessen, als der Trennungsunterhalt.

Der Unterschied zum Trennungsunterhalt liegt hauptsächlich darin, dass beim nachehelichen Unterhalt grundsätzlich eine Pflicht zur Aufnahme oder Erweiterung der Erwerbstätigkeit des Berechtigten besteht, damit dieser seinen angemessenen Unterhalt selbst bestreiten kann und möglichst kurzfristig auf Unterhalt durch den geschiedenen Ehegatten nicht mehr angewiesen ist. Aufgrund der schlechten Arbeitsmarktlage ändert sich in der Praxis aber meist kaum etwas an der Unterhaltsverpflichtung. Sofern Ihr Mann bereits vollzeitbeschäftigt ist und seine Einkommensverhältnisse sich nicht ändern, besteht daher kaum Aussicht, dass sich an der bestehenden Unterhaltsverpflichtung etwas ändert.

Eine zeitliche Begrenzung der Bemessung des nachehelichen Unterhalts an den ehelichen Lebensverhältnissen kommt nur in gesetzlich vorgesehenen Fällen in Betracht (hauptsächlich bei nur sehr kurzer Ehedauer, was aber hier nicht vorliegt).

Eine Beschränkung oder ein Wegfall der Unterhaltsverpflichtung aufgrund von Verwirkung kommt bei sehr kurzer Ehedauer oder Verfehlungen des Berechtigten in Betracht. Hierzu wurde Ihrerseits nichts angegeben.

Grundsätzlich kann ein Unerhaltsanspruch unbegrenzt bestehen.

Kindergartenkosten sind bei den unteren Einkommensgruppen der Düsseldorfer Tabelle im Regelbedarfssatz nicht enthalten. Sie können dann als Mehrbedarf geltend gemacht werden.
Dient der Kindergartenbesuch auch dazu, Ihnen die Berufstätigkeit zu ermöglichen oder erweitern, können die Kosten als berufsbedingte Aufwendungen bei der Berechnung des Ehegattenunterhaltes berücksichtigt werden.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Falk Brorsen
Rechtsanwalt



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