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Nachehelicher Unterhalt trotz Erwerbsfähigkeit

22.07.2014 21:36 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Hallo, zunächst mal ein Paar Zahlen/Daten bevorich mit den Fakten los renne :-)

Gemeinsame Tochter: Unterhalt 420 Euro (12 Jahre alt)

Anfang der Ehezeit: 01.11.2002
Ende der Ehezeit: 30.11.2010

Getrennt seit: 05.01.2010
Unterhaltszhl. seit: 07.10.2009

nacheheleicher Unterhalt (Gericht)
(Grundlage ER: 3100,00Euro SIE: 808,00 Euro)
Beginn: 01.08.2012
Ende: 01.07.2014
Betrag: 600Euro/mntl.
Sonstiges: Unterhalt ggf. neu Berechnen ab 01.08.2014

SIE:
Reha.-Umschulungsmaßnahmen Industriekauffrau
Beginn: 01.08.2012
Ende: 01.07.2014

Vollzeitbeschäftigung zum 01.09.2014 als Industriekauffrau


Ok und nun geht's hier los.....

Meine Ex hat eine Reha-Umschlungsmaßnahme im Juli 2014 zur Industriekauffrau abgeschlossen.
Bis einschließlich Juli 2014 wurde gerichtlich der nacheheliche Unterhalt in Höhe von 600,00 Euro festgesetzt.
Ihre Anwältin möchte nun, dass ich für die Monate August und September weiter noch den Unterhalt zahle da meine Ex in dieser Zeit keine Einkünfte hat.
Das stimmt aber so nicht denn zum 01. September 2014 hat meine Ex eine Vollzeitstelle.
Die Anwältin meint dass stimmt aber Sie bekommt ja Ihr Gehalt erst Ende September, brauch aber schon Anfang September Geld und fordert eben 600Euro von mir.


Ich habe der Anwältin geantwortet das ein Arbeitsvertrag vorliegen muss aus dem eine Vergütung hervorgeht.
Diese Vergütung dient als Basisgrundlage für die Unterhaltsberechnung die wir im September 2014 nehmen können.
Als Unterhaltsverpflichteter habe ich doch ein Anrecht darauf einen Auskunftsanspruch geltend zu machen?
Trotz meiner Aufforderung ist die Anwältin/Ex dieser und weiterer Auskunfstpflicht nicht nachgekommen weil Sie angeblich nichts haben.
Ich habe genau 3 Tage Frist bekommen und wenn ich nicht einlenke gehen Sie vor Gericht.

Ich weiss das dem Unterhaltempfänger keine ehebedingten Nachteile entstehen sollen....das stimmt denn mein Ex profitiert nur davon.
In zahlen ausgedrückt....während der Rehamaßnahme hat Sie von der Reha 808 Euro und von mir 600 = 1408,00Euro/Monat erhalten.
Jetzt verweigert Sie die Auskunft und bekommt wenn ich dem zustimme Anfang Sept 600Euro von mir und vermutlich zum Monatsende ein Gehalt von Netto 1500,00 = 2100Euro.

Ich frag mich erhlich wie groß sind da meine Chance vor Gericht zu gewinnen. Was ist wenn ich zahle und sie kommt nach dem September wieder.

Weitere fakten.
Sie lebt mit einem Lebenspartener und unserem gemeinsamen Kind seit 3 Jahren zusammen allerding bewusst in getrennten Wohnungen.
Wir waren 8 Jahre verheiratet. Ich zahle nun 4 und 9 Monate Unterhalt. Was hat es auf sich mit dieser Langzeit/Kurzzeitehe?
Wie sehen meine Chancen vor Gericht aus den Prozess zu gewinnen?
Soll ich doch lieber zahlen? Was ist aber wenn ich zahle und die nächste Forderung im Oktober kommt? Vielleicht doch jetzt vor Gericht?
Meine Ex fährt den gesamten August 2014 mit Ihrem Lebensgefährten und meiner Tochter in den Urlaub. Sollte Sie sich nicht besser daheim aufhalten und sich um einen Mini-Job kümmern.

Ich hoffe hier Kompetente fachliche Auskunft zu erhlaten und möchte mich vorab bedanken.



Gruss Ante

Sehr geehrter Ratsuchender,

gern erteile ich Ihnen den gewünschten Rat zu Ihrem Unterhaltsstreit. Beachten Sie jedoch, dass mir nicht sämtliche Details bekannt sind und ich daher gezwungen bin, mich allgemein zu halten und allenfalls an der Oberfläche zu kratzen. Ich rate dringend dazu, jedwede Entscheidung über die weiteren Schritte und insbesondere die Einschätzung von Erfolgsaussichten vor Gericht einem Anwalt zu überlassen, welchen Sie unverzüglich mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen beauftragen sollten.

Offensichtlich streiten Sie über den Anspruch auf nachehelichen Unterhalt Ihrer Exfrau, welcher gerichtlich bis Juli 2014 tituliert ist. Nunmehr begehrt Ihre Exfrau eine Neuermittlung des Unterhaltsanspruches.

Zunächst gilt: Natürlich kann Ihre Exfrau Auskunft über Ihre aktuellen Einkommensverhältnisse verlangen. Diesen Anspruch haben Sie im Gegenzug jedoch auch. Gefordert werden können u.a. die Gehaltsabrechnungen des zurückliegenden Jahres. In Ihrem speziellen Fall sicherlich auch ein Nachweis über das zukünftige Einkommen der Exfrau durch Übermittlung einer Kopie des Arbeitsvertrages.

Zu beachten ist außerdem: Je länger die Ehe geschieden ist, umso mehr kann von dem Expartner verlangt werden, dass er auf eigenen Füßen steht. Gerade bei eher kurzen Ehen wie der Ihren wird jedes Gericht eine zeitliche Begrenzung Ihrer Unterhaltsverpflichtung anerkennen.

Angesichts des Umstandes, dass sich die Einkommensverhältnisse Ihrer Exfrau in Kürze erheblich verbessern sollen, würde ich derzeit kein Anerkenntnis über zukünftige Unterhaltsbeträge abgeben und auch nichts zahlen. Außerdem sind Zugeständnisse davon abhängig zu machen, dass vollumfänglich auch von der Exfrau Auskunft erteilt wird. Es sollte allenfalls angeboten werden, die Neuberechnung auf später zu verschieben, vorläufig nichts zu zahlen und ggf. dann Nachzahlungen vorzunehmen, wenn Klarheit über Ihre Verpflichtungen besteht.

Ansonsten sollten Sie es auf eine gerichtliche Auseinandersetzung ankommen lassen. Ihre Exfrau bzw. deren Anwältin befinden sich hinsichtlich des geltend gemachten Anspruches nicht in der starken Position, wie diese versuchen darzustellen.

Sollten Fragen offen geblieben sein, so nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Wundke
Rechtsanwalt

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