Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Nachehelicher Unterhalt / Nun Rente / Was bezahlen ?

07.07.2014 11:58 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Zusammenfassung: Der nacheheliche Unterhalt sollte nach Renteneintritt aufgrund der geänderten Verhältnisse neu berechnet werden. Liegt die Scheidung lange zurück, kann der Unterhaltsanspruch u.U. zwischenzeitlich entfallen sein.

Mein Vater ist seit 24 Jahren von meiner Mutter geschieden . Meine Mutter war zum damaligen Zeitpunkt erkrankt . Mein Vater bezahlt seit der Trennung Unterhalt an meine Mutter ( mtl.500 Euro ) .

Das damalige gemeinsame Haus wurde versteigert . Mein Vater hat das Haus selbst wieder ersteigert , worauf meine Mutter ausbezahlt wurde . Um die Auszahlung zu tätigen , musste mein Vater erneut ein Darlehen aufnehmen .

Das Haus wurde danach von meinem Vater vermietet . ( mtl 700 Euro ) .

Die Mieteinnahmen flossen aber erneut in die Unterhaltsberechnung mit ein , obwohl meine Mutter ausbezahlt wurde . War dies schon rechtens ?

Nun ist mein Vater seit 01.07.2014 in Rente . Nun verlangt meine Mutter erneut weiter einen Unterhalt von meinem Vater .

Er bekommt aber lediglich 1400 Euro Rente . Das Haus ist immer noch vermietet ( 700 Euro mtl Mieteinnahmen ) muss aber immer noch an die Bank abbezahlen !


Können nun einfach wieder diese Mieteinnahmen in die Berechnung des Unterhalts einfließen ? Oder ist mein Vater überhaupt nach so einer langen Zeit noch Unterhaltsverpflichtet ?

Wenn ja : Was müßte er dann bezahlen ? Es kann doch nicht sein das man ein Leben lang Unterhalt bezahlen muss .

Hat sich in der Rechtsprechung nicht die letzten Jahre was geändert ?

Meine Mutter ist alleinlebend ! Mein Vater wohnt mit einer Lebensabschnittspartnerin zusammen .

Was soll mein Vater tun ?

Bitte teilen sie mir doch unsere Rechtsprechung mit ! Danke im voraus !!!

Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Fragen möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


1. Die Mieteinnahmen flossen aber erneut in die Unterhaltsberechnung mit ein, obwohl meine Mutter ausbezahlt wurde. War dies schon rechtens?

Ja, Mieteinkünfte sind ein Bestandteil des Einkommens und damit grundsätzlich im Rahmen der Unterhaltsberechnung zu berücksichtigen.


2. Können nun einfach wieder diese Mieteinnahmen in die Berechnung des Unterhalts einfließen ? Oder ist mein Vater überhaupt nach so einer langen Zeit noch unterhaltsverpflichtet?

Solange die Mieteinnahmen bezogen werden, sind sie auch zu berücksichtigen, falls noch ein Unterhaltsanspruch besteht. Allerdings ist durch den Renteneintritt eine Veränderung der Verhältnisse eingetreten, so dass der Unterhalt dringend neu berechnet bzw. dem Grunde nach überprüft werden muss.

Ihr Vater sollte dringend einen ortsansässigen im Familienrecht erfahrenen Anwalt aufsuchen. Aus meiner Sicht besteht eine erhebliche Chance, dass allein aufgrund des Zeitablaufs der Unterhalt in Zukunft nicht mehr geschuldet wird. Hier müssen aber alle persönlichen Verhältnisse in die Prüfung einbezogen werden, was im Rahmen einer Online-Erstberatung nicht möglich ist.

Seit der letzten Unterhaltsreform sind lebenslange Unterhaltsansprüche die absolute Ausnahme, so dass hier möglicherweise die Unterhaltspflicht durch Zeitablauf entfallen ist.

Es muss auch überprüft werden, ob Ihre Mutter einen Vollstreckungstitel besitzt, der ggf. abgeändert werden muss, weil bei einer Einstellung der Zahlungen sonst die Zwangsvollstreckung droht, oder ob der Unterhalt nur freiwillig geleistet wurde, so dass Ihr Vater ggf. die Zahlungen einfach einstellen kann.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

Nachfrage vom Fragesteller 07.07.2014 | 20:20

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort . Können sie mir bitte noch sagen , wieviel Rente muss meinem Vater verbleiben , um seinen eigenen Lebensunterhalt selber besteiten zu können ?


Vielen Dank vorab !

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.07.2014 | 20:24

Sehr geehrter Fragesteller,

der Selbstbehalt gegenüber dem geschiedenen Ehepartner beträgt derzeit 1.100 €. Er bezieht sich allerdings auf die gesamten Einkünfte (hier: Rente und Mieteinnahmen).

Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 68332 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Erst anfängliche Schwierigkeiten, am Ende jedoch sehr klar und stets sehr freundlich erklärt. Sehr zu empfehlen. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
War verständlich und ausführlich, vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
3,8/5,0
Das nächste Mal bevorzuge ich eher eine persönliche Beratung. Das liegt wohl eher an der Plattform, als an der beratenden Person. Aus diesem Grund hat sich für mich jetzt keine Handlungsoption ergeben, bzw. etwas, was ich tun ... ...
FRAGESTELLER