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Nachehelicher Unterhalt, jahre nach der Scheidung

08.11.2014 02:21 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: nachehelicher Unterhalt

Guten Abend,

Die Ehe wurde 26.11.2011 nach 26 Jahren geschieden.
Sie heute 49 Jahre alt /allein lebend. Ich heute 52 Jahre alt / allein lebend.
Normale Scheidung mit 200 € Ausgleichszahlung im Trennungsjahr ohne Anwalt.
1 Sohn - heute 30 Jahre und voll berufstätig.
Meine Ex-Frau und ich waren zum Zeitpunkt der Scheidung beide berufstätig mit ca
gleichen Gehaltsbezügen Netto (Sie: 1595€ plus Direktversicherung von 200 € / Ich: 1890 €)

Frage:
Meine Ex-Frau verliert vielleicht ihren Job, da die Firma den Bach runter geht.
Kann meine Ex-Frau nachehelichen Unterhalt einklagen?
Es wurden nur mündliche Vereinbarungen zwischen und getroffen.
Eine Zugewinnausgleich gab es auch nicht, da ich alles ihr überlassen hatte.

Vielen Dank für die Beantwortung ihrer Frage

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihre Ex-Frau kann dann nachehelichen Unterhalt verlangen, wenn z.B. durch die Heirat ehebedingte Nachteile entstanden sind, d.h. dass sie ohne die Ehe mehr verdient hätte. Das ist hier nicht der Fall, da der Grund der Kündigung firmenbedingt und nicht ehebedingt ist.

Allerdings kann sie einen Anspruch nach §1573 BGB geltend machen:

(1) Soweit ein geschiedener Ehegatte keinen Unterhaltsanspruch nach den §§ 1570 bis 1572 hat, kann er gleichwohl Unterhalt verlangen, solange und soweit er nach der Scheidung keine angemessene Erwerbstätigkeit zu finden vermag.

(4) Der geschiedene Ehegatte kann auch dann Unterhalt verlangen, wenn die Einkünfte aus einer angemessenen Erwerbstätigkeit wegfallen, weil es ihm trotz seiner Bemühungen nicht gelungen war, den Unterhalt durch die Erwerbstätigkeit nach der Scheidung nachhaltig zu sichern. War es ihm gelungen, den Unterhalt teilweise nachhaltig zu sichern, so kann er den Unterschiedsbetrag zwischen dem nachhaltig gesicherten und dem vollen Unterhalt verlangen.

Sie muss dann nachweisen, dass sie keinen anderen Job mehr findet (z.B. durch 30 Bewerbungen/Monat).

Daher wäre es möglich, dass sie diesen Unterhalt geltend macht, allerdings ist dieser nicht rückwirkend, sondern erst ab Aufforderung zu zahlen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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