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Nachehelicher Unterhalt, geldwerter Vorteil und Nettoeinkommen


08.08.2007 15:03 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe



Seit dem 13.09.2003 bin ich verheiratet und seit dem 01.01.2006 getrennt lebend, von meiner Frau und meiner im Dezember 2004 geborenen Tochter.
Während der Zeit des getrennt Lebens haben wir einvernehmlich eine Unterhaltszahlung (Ehefrau+Kind) von 1350 € pro Monat vereinbart, die Ende des Jahres endet. Zusätzlich wurde meiner Frau das Kindergeld ausgezahlt. Im letzten Schreiben vom Anwalt macht dieser jetzt für den nachehelichen Unterhalt deutlich höhere Ansprüche geltend (Ehefrau: 1477 €, Kind: 311 €)
Maßgeblich dafür sind dabei 3 aus meinen nachgewiesenen Einkommenssituation "berechneten" Werte:

1. "Gesetzliches" Nettoeinkommen 3970 €
Hier wurde nicht mein ausgezahlter Nettoverdienst in Höhe on 3496 € sondern der für die Berechnung eines geldwerten Vorteils in der Gehaltsabrechnung angegebene Betrag hinzugerechnet.
2. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung 312 € und
3. Wohnvorteil einer selbtbewohnten Eigentumswohnung 339 €
Hier wurden jeweils nicht die tatsächlich gezahlten Kreditzinsen vom Wohnwertvorteil bzw. den Mieteinnahmen abgezogen, sondern nur pauschal 50% der Tilgungsraten.

Hier meine Fragen:
1. ist die für 1. und 2. vorgenommene Berechnungsgrundlage korrekt?
2. Wie lange ist zu erwarten, dass ich trotz der relativ kurzen Ehe den nachehelichen Unterhalt für meine Frau zahlen muss?
3. Bei der Berechnung der zu zahlenden Lohnsteuer ist aktuell ein Steuerfreibetrag von 1125 € in meiner Lohnsteuerkarte wg. meiner Unterhaltsverpflichtungen eingetragen. Müssen veränderte Unterhaltsverpflichtungen bei der Errechnung des gesetzlichen Nettoeinkommens berücksichtigt werden?

Sofern die ersten beide Punkte vor Gericht durchsetzbar wären, würden mir faktisch nach Abzug aller lfd. monatlichen Ausgaben kein Geld mehr für das tägliche Leben bleiben, und ich müsste Vermögen veräußern, dass ich bereits vor der Ehe besessen habe.

Hier meine Cashflow-Rechnung:
Nettoauszahlungsgehalt +3496
Miteinnahmen +575
Krankenversicherung -430
Rentenvericherung -80
Lebensversicherung -360
Nebenkosten selbstbew.Whg -165
Tilgungsrate selbstbew. Wh -990
Tilgungsrate vermietete Whg -400
Unterhalt Ehefrau -1477
Unterhalt Kind -311
___________________________________
Restbetrag - 142 (!!)

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Sehr geehrter Fragesteller,

grundsätzlich ist der geldwerte Vorteil dem Nettoeinkommen hinzuzurechnen, da es sich z.B. bei der privaten Nutzung des Geschäftswagens um Aufwendungen handelt, die ein anderer Unterhaltsschuldner aus seinem Nettoeinkommen bestreiten muss.
Die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sind als Einkommen anzurechnen, allerdings können die darauf entfallenden Ausgaben (Zinsen, Nebenkosten) abgezogen werden.
Auch die Kranken-, Renten- und evl. Lebensversicherungen können im Regelfall vom Einkommen abgesetzt werden.

Ihre Frau wird wohl Betreuungsunterhalt erhalten, der nicht auf die Dauer der Ehe, sondern auf die Tatsache (und Dauer) der Kindesbetreuung abstellt. Nach derzeitiger Rechtslage wird dies bis zum 8. Lebensjahr des Kindes sein. Danach müßte sie sich eine Teilzeitbeschäftigung suchen, so dass sich der Ehegattenunterhalt dann reduzieren wird. Sobald jedoch das neue Unterhaltsrecht in Kraft treten wird, wird die Erwerbsobliegenheit der Ehefrau früher einsetzen. Näheres dazu finden Sie auf meiner Homepage.
Der Freibetrag auf der Steuerkarte muss derzeit nicht angepasst werden, da dieser nur der Berechnung der voraussichtlichen Steuerzahlung dient.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

info@kanzlei-plewe.de


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