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Nachehelichen Unterhalt kürzen-einfach so?

29.08.2011 16:13 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Vor meiner Scheidung zahlte ich an meine Ex-Frau monatlich Kindesunterhalt (mit Titel) sowie 500 € Trennungsunterhalt (ohne Titel, nach Anwaltsberechnung von ihr bzw. ihrem Anwalt akzeptiert). Nach der Scheidung (Juni 2011) habe ich dieselben Beträge zunächst weiter bezahlt, obwohl es sich im Prinzip ja nun um nachehelichen Unterhalt handelt. Nach dem Geburtstag eines Kindes muss ich laut Düsseldorfer Tabelle ab Oktober mehr Kindesunterhalt zahlen, was ich auch unaufgefordert tun werde. Da sich aber mein verfügbares Einkommen dann um diesen Betrag vermindert (mein Selbstbehalt ist allerdings noch nicht unterschritten), möchte ich auch entsprechend weniger nachehelichen Unterhalt zahlen. Nach der damaligen Berechnungsmethode (hälftige Teilung usw.) würden sich die beiden Summen in etwa aufheben. Laut meiner damaligen Anwältin hätte ich angeblich nach der Scheidung den Unterhalt für meine Frau einfach so einstellen können.

Meine Frage ist nun, ob ich ab dem nächsten Monat (nachdem ich meine Ex-Frau schriftlich in Kenntnis gesetzt habe), den nachehelichen Unterhalt "einfach so" vermindern darf, ohne mit Verzugskosten und ggf. mit ihren Anwalts- bzw. sogar Gerichtskosten belastet zu werden.

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage anhand des geschilderten Sachverhaltes und des gebotenen (Brutto-)Einsatzes wie folgt:

Trennungsunterhalt bezieht sich, wie der Name schon sagt, auf die Zeit der Trennung, also bis zur Scheidung. Sofern Sie eine entsprechende (anwaltliche) Vereinbarung aufgesetzt hatten, können Sie diese Zahlungen einstellen. Insofern hat Ihre damalige Anwältin recht, wenn Sie gesagt hat, Sie könnten diese Zahlungen nach der Scheidung einstellen.
Ob Ihre Frau allerdings nach der Scheidung auch weitere Ehegattenunterhaltsansprüche Ihnen gegenüber geltend machen kann, läßt sich anhand der von Ihnen gemachten Angaben nicht hin-reichend beurteilen. Sie sollten sich daher unter Vorlage sämtlicher Unterlagen sowie der Schilderung weiterer Details (Alter der Kinder, evtl. Erwerbspflicht Ihrer geschiedenen Frau etc.) anwaltlich beraten lassen. Hierfür stehe ich Ihnen im Rahmen einer Direktanfrage gern weiter zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Claudia Bertram

Rückfrage vom Fragesteller 29.08.2011 | 17:00

Sehr geehrte Anwältin,

meine Frage bezog sich nicht darauf, ob und wie viel Unterhalt ich zu zahlen habe. Dass ich Unterhalt zahle ist unstrittig. Die Frage war lediglich, ob ich die Anwalts- bzw. Gerichtskosten meiner EX-Frau zu tragen habe bzw. irgendwie in Verzug gerate, wenn ich den (bisher dann nach den gegebenen Umständen ja wohl freiwillig gezahlten) nachehelichen Unterhalt vermindere und ihr Anwalt eine neue Forderung an mich stellt.


Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 30.08.2011 | 09:32

Sehr geehrter Fragesteller,

es tut mir leid, wenn ich mich nicht ganz verständlich ausgedrückt hatte. Ihre Frage zielte dahin, ob Sie den Unterhalt "einfach so kürzen können". Meine Antwort lautete, daß Sie keinen Unterhalt mehr zu zahlen brauchen. Das bedeutet selbstverständlich, daß Sie nicht in Verzug gesetzt werden können, wenn Sie nicht verpflichtet sind, etwas zu zahlen. Voraussetzung hierfür ist allerdings, daß es keinen Unterhaltstitel gibt. Sollte es einen Titel geben, müßten Sie diesen aufgrund der geänderten Vorrausetzungen abändern lassen, damit Sie nicht in Verzug geraten.

Ich hoffe, jetzt alle Ihre Fragen beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Claudia Bertram

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