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Nachbesserung Teppichverlegung


30.04.2007 08:52 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Nachbesserung Teppichverlegung:

Am 13.04.2007 habe ich einen Teppichboden (der im Schlafzimmer auf dem Fußboden verklebt wird) fürs mein Schlafzimmer bei einem Fachbetrieb für Teppichböden für 1100 Euro (ca. 37 qm Teppichbodenbelag) gekauft. Der Teppichbodenfachbetrieb hat für die Verlegung des Teppichbodens einen Fachbetrieb für Teppichbodenverlegung unter-beauftragt. Am 20.04.2007 ist dieser Teppichboden durch die Teppichverlegefirma bei uns zuhause verlegt worden (d.h. Zuschnitt und Verklebung des Teppichs mit dem Betonstrich). Die Verlegung hat 251 Euor gekostet.

An Morgen des nächsten Tags (21.04.2007) nach der Verlegung fiel mir ein Fehler in dem Teppichboden auf. Ein etwa 5 cent großes Stück (Daumenfindernagelgroß) des Teppichbodens war beschädigt, d.h. es sieht so aus, dass Teppichfloor an dieser Stelle keine bzw. viel zu wenig Fasern hat. Die Stelle liegt im unmittelbaren Eingangsbereich des Schlafzimmers und könnte nur sehr schlecht durch einen Schrank oder eine Vase etc. verdeckt werden. Ich habe sofort Fotos mit einer Digitalkamera gemacht und habe diese dem Teppichbodenfachbetrieb als auch der Verlegefirma gezeigt und habe den Mangel an diesem Tag schriftlich an den Teppichbodenfachbetrieb angezeigt.

Am gleichen Tag nachmittags (also am 21.04.2007) ist der Filialleiter des Teppichbodenfachbetriebs zu mir nach Hause gekommen, um den MAngel zu begutachten. Seine Einschätzung war, dass dies kein Web-Fehler im Teppich sei, sondern ein spitzer Gegenstand zu der BEschädigung geführt haben muss. Er wollte daraufhin die Teppichverlegefirma kontaktieren, um zu klären, wie dies geschehen sein könnte.

Heute nachmittag (also am 30.04.2007) will die Teppichverlegefirma zu mir kommen und den Fehler beseitigen. Die Verlegefirma will die fehlerhafte Stelle "herausstanzen" und ein Stück von den bei mir noch befindlichen Teppichresten an diese Stelle einsetzen.

Ich habe jetzt Bedenken, dass diese "Nachbesserung" nicht besonders gut aussehen wird und ich die nächsten Jahre immer beim Eintreten in das Schlafzimmer diese fehlerhafte Stelle sehen werden.

Meine Fragen:

Muss ich mich mit dieser Nachbesserung zufrieden geben?

Kann ich, wenn mir die NAchbesserung nicht zusagen sollte, auch dennoch verlangen, dass der Teppichboden wieder entfernt wird und ein vollständig neuer Teppich verlegt wird (d.h. auf Kosten der beiden Fachbetriebe)?

Ich habe von den gesamten Kosten (1100 Euro + 251 Euro ) bislang 550 Euro bezahlt. 800 Euro habe ich noch nicht bezahlt. Wenn die Teppichfirma nicht bereit ist, mir einen vollständig neuen Teppich einzubauen (d.h. heraustrennen des alten und Verlegung eines neuen Teppichs): Kann ich dann eine Minderung des KAufpreises erhalten bzw. auch zurückerhalten, was ich bereits angezahlt habe?

Vielen Dank für eine Antwort.


30.04.2007 | 09:09

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

1.Zunächst haben Sie Anspruch auf eine mangelfreie Ware. Sollte der Teppich einen Mangel haben, können und müssen Sie zunächst Nacherfüllung verlangen, § 439 Abs. 1 BGB. Dabei können Sie wählen zwischen Nachbesserung oder Lieferung einer mangelfreien Ware. Die Lieferung einer Mangelfreien Ware kann der Verkäufer verweigern, wenn sie nur mit unverhältnismäßigen Kosten zu erbringen wäre.

2.In Ihrem Fall scheint der Bereich im Verhältnis zum gesamten Zimmer nicht sehr groß zu sein. Ohne Begutachtung des Schadens kann das natürlich nicht beurteilt werden. Jedoch sieht es nach Ihrer Schilderung eher danach aus, dass Sie die Nachbesserung dulden müssen, da das komplette Entfernen des Teppichs (Wert EUR 1351,00) nicht im Verhältnis zu einer 5 Cent großen mangelhaften Stelle steht.

3.Sie können die Nachbesserung verweigern und es auf ein Verfahren ankommen lassen. Allerdings dauert das erfahrungsgemäß mehrere Monate.

4.Ich empfehle das folgende Vorgehen: am besten beauftragen Sie einen Kollegen, der sich den Schaden ansieht und abschätzt, ob Sie einen neuen Teppich verlangen können. Wenn Sie das nicht wollen, holen Sie sich zu dem Termin einen Zeugen hinzu. Verlangen Sie Neulieferung und wenn der Gegner das nicht tun will, müssen Sie entweder die Nachbesserung akzeptieren und im Falle einer schlechten Nachbesserung die Neulieferung verlangen oder Sie lassen es gleich auf ein Verfahren ankommen. Wenn Sie nachbessern lassen, machen Sie deutlich, dass Sie eigentlich Neulieferung möchten und diese auch weiterhin verlangen werden, wenn die Nachbesserung erfolglos ist (dafür benötigen Sie den Zeugen).



Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Nina Heussen
Rechtsanwältin
Diep, Rösch & Collegen
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Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:

Meine Auskunft bezieht sich nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Bestimmte Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht abschließend geklärt werden, da es hier auf die Details im Einzelfall ankommt. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


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