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Nachberechnung Umsatzsteuer

17.05.2017 14:02 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Bisher als KU Rechnungen ohne MwSt. bzw.USt. Nach Überschreitung der 17500€-Grenze fordert Finanzamt Neuberechnungen aller gestellten Rechnungen ab 2015 mit MwSt.
Der Sinn dieser Forderung ist zweifelhaft, da dies mit einem sehr hohen Arbeitsaufwand verbunden ist und im Grunde genommen sinnlos, da die Kunden diese MwSt. absetzen können.

Benötigt wird ein Muster von Stornierung mit gleichzeitiger Neuberechnung. Es handelt sich zumeist um Sammelrechnungen. Suche Rat oder Möglichkeit dagegen anzugehen.

17.05.2017 | 14:54

Antwort

von


(489)
Albstraße 45
73249 Wernau
Tel: 07153/9964381
Web: http://www.kanzlei-fuer-wirtschaftsrecht.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach § 19 UStG kann die begünstigende Einordnung als Kleinunternehmer nur in Anspruch genommen werden, wenn der

"... Umsatz zuzüglich der darauf entfallenden Steuer im vorangegangenen Kalenderjahr 17 500 Euro nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr 50 000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen wird."

D. h. ab dem darauffolgenden Jahr, in welchem der Umsatz die Grenze von € 17.500,00 überschritten hat, ist Umsatzsteuer auszuweisen. Dies gilt auch dann, wenn die Finanzbehörde Sie hierzu nicht explizit aufgefordert hat. Dem Steuerpflichtigen obliegt hier eine "Eigenkontrolle".

Sofern die Vorausetzungen zur Insanspruchnahme der Kleinunternehmerregelung nicht mehr gegeben sind und Sie weisen trotzdem keine MwSt aus, kann dies für Sie erhebliche rechtliche und finanzielle Nachteile mit sich bringen. Denn als Unternehmer im Sinne des Umsatzsteuergesetzes schulden Sie bei Leistungserbringung die Umsatzsteuer.

Das Finanzamt kann im Ergebnis von Ihnen Umsatzsteuer auf die gesamten Umsätze des entsprechenden Jahres bzw. der Jahre (nach)fordern, in welchen Sie unberechtigterweise keine Umsatzsteuer ausgewiesen haben. Eine "Umwälzung" auf die Kunden ist in diesem Fall regelmäßig nicht mehr möglich.

Sofern die Voraussetzungen zur Anwendung der Kleinunternehmerregelung für die geforderten Zeiträume nicht gegeben waren, sind auch die Rechtsmittel hiergegen stark eingeschränkt.

Ein erster Ansatz wäre der Nachweis, dass die in § 19 UStG genannten Grenzen nicht überschritten wurden.

Gelingt dies nicht, müsste eine rückwirkende Rechnungskorrektur an alle Kunden erfolgen (inkl. MwSt.) und Sie müssten hoffen, dass die Kunden die MwSt nachbezahlen. Denn das Finanzamt wird von Ihnen die Umsatzsteuer fordern (unabhängig davon, ob die Kunden die MwSt bezahlen oder nicht).

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
-Rechtsanwalt-


ANTWORT VON

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