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Nachbarsleitung nach Neubau wieder an Hausanschluss anschließen?


04.02.2007 00:16 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Hallo,

ich bin Grundstückseigentümer und mein Nachbar hat ein, im Grundbuch eingetragenes Leitungsrecht für Strom und Trinkwasser. Nachfolgend geht es hier um die Trinkwasserleitung. Seine Leitung ist an meinen Hauswasser-Anschluß angeschlossen, er hat also keinen direkten Anschluß an das öffentliche Netz und sie führt dadurch direkt durch mein Haus. Nun hat sich folgende Situation ergeben; die Stadt will im nächsten Quartal die Hausanschlüsse in der Strasse erneuern und ich habe vor, mein sanierungsbedürftiges Haus abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Die Lage des Neubaus würde aber eine Verlegung des Hausanschlusses notwendig machen, was ich eben schon jetzt durch das Vorhaben der Wasserwirtschaft kostengünstig veranlassen könnte.
Meine Frage ist nun, muß ich die Nachbarsleitung wieder anschließen lassen, ( und wer trägt die Kosten dafür?)oder kann ich von ihm verlangen, das er sich über sein eigenes Grundstück an die öffentliche Versorgung anschließt? Diese Möglichkeit besteht für ihn nämlich schon seit einigen Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,



der Nachbar hätte ein Recht, wenn es sich um eine notwendige Anbindung handelt. Und genau dieses dürde hier fraglich sein.

Denn Voraussetzung wäre, dass eben diese Notwendigkeit überhaupt besteht. Sie führen hier aus, dass die Möglichkeit für den Nachbarn bestehen würde, sein Grundstück selbst an die öffentliche Versorgung anzuschließen.

Wäre dieses tatsächlich ohne größere Probleme möglich, was dann Tatfrage sein wird, fehlt es eben an dieser Notwendigkeit, da dann eine Änderung eingetreten ist.


Kommt dieses nicht in Betracht, werden Sie den Anschluss auch bei Abriss/Neubau erstellen lassen müssen, wobei die Kosten dann nach Billigkeitsgründen verteilt werden. Da Sie durch den Abriss hier die Neuverlegung veranlasst habe, durch die aber auch der Nachbar profitiert, wird man nach erster Einschätzung von einer hälftigen Kostentragungspflicht ausgehen können, was aber einer genaueren Prüfung bedarf.

Im Gegenzug steht Ihnen dann aber eine Geldrente zu und zwar in der Höhe, in der das Grundstück durch die Leitungsverlegungen im Wert gemindert ist.


Daher sollte man hier in Ruhe mit dem Nachbarn eine Lösung finden, ggfs. mit Hilfe des Schiedsmannes in Ihrer Gemeinde.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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