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Nachbarschaftsstreit wegen Kinderlärm

31.07.2018 15:51 |
Preis: 45,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von


16:37
Hallo.

Wir sind Besitzer einer Doppelhaushälfte. Die Gärten grenzen aneinander und sind mittels einer Trennwand getrennt. Unsere Kinder sind 2 und 4 Jahre alt. Dementsprechend toben sie sich auch aus.
Nun kommt es seit geraumer Zeit zu heftigen Auseinandersetzungen am Gartenzaun wegen des Kinderlärms. Es ist mitleweile soweit, das wir beschimpft werden, das wir zum Psychologen sollen, unsere Kinder wären schlecht erzogen usw. Es ist ziemlich schlimm.

Meine Frage ist nun:

a) Gibt es eine Linie was den Kinderlärm angeht die wir beachten müssen? Derzeit sind beide morgens in der Kita, nachmittags ist meist bis drei Uhr Ruhe. Dann spielen die Kinder im Garten bis um sechs, danach geht es rein.
b) Müssen wir uns diese Beschimpfungen bieten lassen?

Von anderen haben wir keine Beschwerden gehört und die Nachbarn auf der anderen Seite haben ein gutes Verhältnis zu den Kindern.

Vielen Dank für Ihre Tips.

31.07.2018 | 16:20

Antwort

von


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Tel: 05031/951013
Web: http://www.anwaeltin-holzapfel.de
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Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Grundsätzlich gilt, dass Kinderlärm eher hinzunehmen ist als jede andere Geräuschbelästigung, weil Lärm für spielende Kinder typisch ist und für ihre persönliche Entfaltung unvermeidbar.

Es sind allerdings die Ruhezeiten (so weit wie möglich) einzuhalten. Wenn Ihre Kinder ab sechs Uhr abends ohnehin nicht mehr draußen spielen, ist die Abendruhe jedenfalls nicht betroffen. Eine Mittagsruhe gibt es in den meisten Gegenden Deutschlands nicht mehr, dies zu regeln obliegt den jeweiligen Gemeinden. Wenn Sie sicher sein wollen, ob es bei Ihnen eine Mittagsruhe gibt, fragen Sie bei der Gemeinde nach.

Die eigenen Kinder dürfen im Rahmen dieser Zeiten im Garten spielen und auch Besuch von einigen wenigen Freunden ist grundsätzlich erlaubt.

Nach Ihrer Schilderung lässt sich vermuten, dass Ihre Kinder nicht unzumutbar, sondern eher die Nachbarn sehr empfindlich sind. Da Nachbarschaftsstreitigkeiten sehr nervenraubend sein können, empfiehlt sich ein ruhiges Gespräch, möglicherweise auch bei einem Mediator oder einem Schiedsmann/einer Schiedsfrau. Vielleicht lassen sich im Gespräch Lösungen finden.

Im Rahmen eines gerichtlichen Verfahrens liegen die Hürden für Ihre Nachbarn hoch. Sie müssten eine über das Normalmaß hinausgehende Lärmbelästigung vortragen und nachweisen. Wenn alle anderen Nachbarn keine Probleme mit dem Lärm Ihrer Kinder haben, dürfte das schwierig sein.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie mit Ihren Nachbarn eine einvernehmliche Lösung finden!


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-


Nachfrage vom Fragesteller 31.07.2018 | 16:28

Erstenmal vielen Dank für die Antwort. Wie sieht es damit aus das wir uns anhören müssen das wir zum Psychiater sollen usw? Kann man dem Einhalt Gebieten?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.07.2018 | 16:37

Sehr geehrter Fragesteller,


gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Nein, das müssen Sie nicht hinnehmen. Es ist nicht nur unhöflich, sondern könnte auch den Tatbestand einer Beleidigung erfüllen.

Ich denke nur, dass eine Anzeige wegen Beleidigung eher zu einer Eskalation beiträgt. Dasselbe gilt für eine zivilrechtliche Unterlassungsklage.

Bedenken Sie, dass gerade bei Wohneigentum die Nachbarn häufig Jahrzehnte neben einander wohnen. Sie sollten dringend das Gespräch suchen, auch wenn die Nachbarn es Ihnen nicht leicht machen. Es wird andernfalls - so ist das häufig bei Nachbarschaftsstreitigkeiten - eine Auseinandersetzung die andere jagen. Kinder zu laut, Hecke zu hoch, PKW falsch geparkt, Bäume hängen über die Grundstücksgrenze, Straße nicht gefegt/geräumt/gestreut,... Wenn Sie nicht zur Miete wohnen und damit jederzeit ausziehen können, wenn Ihnen die Auseinandersetzungen zu viel werden, sollten Sie sich eine Eskalation - bei allem verständlichen Ärger über die Intoleranz der Nachbarn - sehr gut überlegen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Anja Holzapfel


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