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Nachbarschaftsrecht - Zaunbau


| 17.04.2018 16:19 |
Preis: 40,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Brigitte Draudt



Wir haben ein Haus gekauft, bei dem vor 36 Jahren (beim Bau) die Grundstücke eingemessen wurden und der Erstbesitzer des Hauses einen schrägen Streifen von etwa 1 m mehr als "sein" Grundstück eingefriedet hat. Wir wussten das beim Kauf. Auf dem Streifen stand eine ca. 2,50 hohe und etwa 3 m breite unansehnliche Hecke, die quasi zu einem 1/2 Meter beim Nachbarn stand und nicht mehr vernünftig zu schneiden ging. Die wollten wir wegmachen und haben das mit dem Nachbarn abgestimmt. Wenn wir die wegmachen, würde er in diesem Zuge gleich den Zaun erneuern, einen 1,80 m hohem Doppelstabmattenzaun mit Sichtschutzstreifen. Er brauche nur Baufreiheit, dann gänge es los. In einer Nacht- und Nebelaktion haben wir dann im September die Hecke inkl. 36 Jahre alter Wurzeln weggemacht und gehofft, er werde dann zeitnah, so wie versprochen, den Zaun erneuern. Wir haben leider eine Südterrasse, die von der Straße her voll einsehbar ist, deshalb ist uns schon dringend gelegen, den Zaun wieder zu zu haben. Dann fragten sie uns irgendwann, ob wir nicht das Stück Grundstück dazukaufen wollten, das wäre doch für alle die einfachste Lösung. Wir verneiten, da wir nicht einsehen, für die Fehler und die Bequemlichkeit anderer zu bezahlen. Es kam, wie wir es geahnt haben .... aus Gnatz und Wut, weil wir das nun nicht gekauft haben, ist bisher nichts geschehen. Heute habe ich mal gefragt, wann er denn den Zaun nun bauen will. "Vorerst mal nicht", war die Antwort. Was können wir jetzt tun? Wir haben noch alten 1,80 - Sichtschutzzaun liegen, da wir unseren letztes Jahr komplett erneuert haben. Können wir den jetzt einfach an die Grundstücksgrenze setzen, damit wir endlich in Ruhe auf der Terrasse sitzen können? Er hat sich doch nicht an die Absprache gehalten und wollte offensichtlich nur die unansehnliche Hecke weghaben, die von seiner Seite total kahl war und die Sonne früh nicht ins Haus gelassen hat. Wir denken, der hat uns von Anfang an nur belogen und wollte den Zaun nie wirklich erneueren. Wir haben jetzt bei uns neu bepflanzt, genau bis an die Grundstücksgrenze. "Sein" Streifen bleibt ungepflegt. Was können wir jetzt tun? Reden kann man mit dem nicht, der ist total patzig. Wir brauchen jetzt ein Lösung. Eigentlich ist er ja für diesen Zaun verantwortlich, da er rechts von seinem Grundstück steht. Was raten sie uns?

Danke!

Einsatz editiert am 17.04.2018 19:12:48

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ich beantworte Ihre Frage gerne wie folgt:

In solchen Fällen gibt es die Möglichkeit, ein Schlichtungsverfahren beim Schiedsamt des für Die zuständigen Amtsgericht durchzuführen. Dies ist auch ohnehin Voraussetzung, falls Sie klagen wollen.
In einem Schiedsverfahren soll versucht werden, eine Einigung herbeizuführen. Dies macht wohl in Ihrem Fall Sinn, denn wenn Sie nicht nur eigentlich bereits eine Absprache getroffen haben, sondern tatsächlich bereits einen Zaun herumliegen haben, könnte ja so eine Einigung aussehen, dass dieser eben verwendet wird.

Von der Rechtslage her gilt der Grundsatz der Rechtseinfriedung, wie Sie ja bereits wissen. Auch trifft ihn dann die Kostenpflicht.

Sicherlich müssen Sie den widerrechtlich genutzten Streifen nicht kaufen, da Sie ja bereits Eigentümer sind. Eher können Sie sogar verlangen, dass er den Teil freigibt.

Ich hoffe Ihnen weiter geholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen.

Draudt Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 18.04.2018 | 08:02

Wir wollen keine Schlichtung und auch kein Verfahren einleiten, wir wollen einfach nur unsere Ruhe haben! Irgendwann will er den Zaun ja bauen, wenn er "Zeit hat", das würde er sicher so aussagen. Im Übrigen ist das nicht unser Grundstücks-Abschnitt, sondern seiner. Und er wurde nicht rechtswidrig genutzt sondern bisher im beiderseitigen Einvernehmen! Ich wollte einfach nur wissen, ob ich jetzt einen 1,80 m hohen Sichtzaun auf meinem Grundstück, 20 cm von der Grundstücksgrenze aufstellen kann, um die Sicht auf unsere Terrasse zu blocken!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.04.2018 | 08:19

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Frage war, was man Ihnen raten würde, so dass ich Ihnen die entsprechenden Möglichkeiten aufgezeigt habe.

Sie können den Zaun in dieser Höhe errichten, sofern in der Gegend nicht überwiegend niedrigere Zäune bestehen. Zäune in Niedersachsen dürfen zwischen 1,20 m bis 2,00 m hoch sein.

Allerdings halten Sie sich dann nicht an die getroffene Absprache. Ob der Nachbar dann Einwände erhebt, vermag nicht beurteilt zu werden. Sie müssten dann ggf.einwenden, dass Sie ja freiwillig seine Pflicht übernommen haben und der Zaun den gesetzlichen Bestimmungen entspricht. Um sicher zu gehen, sollten Sie den Bau des Zaunes einen Monat vorher ankündigen, da dies ebenfalls gesetzlich vorgesehen ist.

Mit freundlichen Grüßen
Draudt Rechtsanwältin


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Bewertung des Fragestellers 18.04.2018 | 11:35


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"Hatte für den Preis mehr erwartet. Erst wird von 2 Anwälten empfohlen, den Preis anzuheben, was ich schon fragwürdig finde für so ein einfaches Thema. Früher hat man für den ersten Preis schon gut Auskunft bekommen.
Die Antwort ist für mich nicht zufriedenstellend. Der gesamte Sachverhalt wurde auch nicht mal richtig durchblickt und von mir klar geschilderte Sachverhalte wurden falsch dargestellt. "