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Nachbarschaftsgrenze Kosten Grenzsetzung und Zaun Innerorts Baden Würrtemberg

| 08.02.2018 20:06 |
Preis: 25,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Brigitte Draudt


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe aus einem Erbstreit ein Haus/Doppelhaushälfte rausgekauft.

Die Nachbarin (Beteiligte des Erbstreites) schoss ab da an gegen mich.

Mein Grundstück gehörte bis zum Tod der Oma der Verkäuferin. Die Nachbarin (Schwiegertochter der Oma) lief ab meinem Einzug die ganze Zeit gegen meinem Willen auf meinem Grundstück herum, Stahl und verursachte Schäden.

Zudem akzeptierte sie die eingezeichneten Grenzen des Katasterplanes nicht.

Daraufhin hab ich die Grenzsteine vom Vermessungsamt setzen lassen, und einen Zaun (Maschendraht 1,20cm) 10cm auf meiner Seite des Grundstückes zu mir gesetzt.

Nun meine Frage

1. Kann ich die Kosten des Vermessungsamtes anteilig an die Nachbarin abwälzen?

2. Kann ich die Kosten des Zaunes anteilig an die Nachbarin abwälzen, ein eindeutiger Einfriedungsbedarf meinerseits bestand
ja wegen Diebstahl, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch?

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich beantworte Ihre Fragen gerne wie folgt:

1. Im Außenverhältnis gegenüber dem Katasteramt müssen Sie die Kosten bezahlen, da Sie die Vermessung in Auftrag gegeben haben. Jedoch wurde hier eine gemeinsame Grenze abgemarkt, so dass Sie, auch weil die Nachbarin die Grenzen so nicht akzeptiert hat und auch von den gesetzten Grenzsteinen profitiert, können Sie die Hälfte der Kosten nach §§ 426 ff BGB verlangen.

2. Bezüglich des errichteten Zaunes gelten zunächst einmal die Vorschriften des Nachbarrechtsgesetzes für Baden-Würrtemberg. Hier ergibt sich aus § 11, dass eine Einfriedungspflicht nur im Außenbereich besteht. Eine Einfriedungspflicht daraus zu konstruieren, dass die Nachbarin sich auf Ihr Grundstück begeben hat, ist meines Erachtens nach rechtlich nicht möglich. Es ist zwar möglicherweise ein Bedarf, jedoch keine Pflicht.
Bei einer Einfriedigungspflicht gilt der bundesweite Grundsatz, dass man sich die Kosten des Zaunes teilt. Allerdings müssten Sie die Nachbarin vorher informiert haben, auch über die Höhe der zu erwartenden Kosten. Hierzu ist mir nichts bekannt.
Nur in solchen Fällen, wenn die Nachbarin auch von der Errichtung des Zaunes profitiert bei bereits vorhandenen Zäunen kommt man aunahmsweise zu einer Kostentragung in Höhe des hälftigen Zeitwerts.

Ich empfehle Ihnen daher, dass Sie die Kosten schriftlich bei der Nachbarin anfordern. Wenn Sie nicht zahlt, halte ich eine gerichtliche Auseinandersetzung angesichts der nicht ganz eindeutigen Konstellation allerdings für risikobehaftet, zumal hier Gerichts-und Anwaltskosten entstehen.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Draudt
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 11.02.2018 | 19:39

Sehr geehrte Rechtsanwältin Draudt,

vielen Dank für ihre Hilfreiche Antwort.

Wenn ich nun aber meinen Zaun entferne und einen Grenzzaun direkt auf der Grenze setze, könnte ich hier die Kosten 50/50 einfordern?

Danke

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.02.2018 | 13:52

Sorry , aber das ist keine Nachfrage, sondern eine neue Frage .

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Bewertung des Fragestellers 12.02.2018 | 16:57

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