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Nachbarschaftsärger-Lärmbelästigung


| 13.04.2005 08:18 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Ich wohne in einem 5 Parteien Haus. Im Oktober zog ein junger Mann ein, der bzw. seine Besucher, oft die Nachtruhe stören.Persönliche mündliche Ermahnungen blieben ohne Erfolg. Schriftliche Beschwerden bei der Wohnungsgesellschaft nahezu auch. Er wurde zwar zum Gespräch geladen, indem er alles abstritt,aber uns wurde erklärt nächtliche Ruhestörung allein reiche nicht für eine Kündigung.Was kann man tun. Nach fast 10 Jahren möchte ich dort nicht wegziehen aber ich erwäge es,wie auch 2 weitere Parteien.Wir sind frustriert und wissen nicht mehr was wir tun sollen.Ich als Schriftführer der Beschwerer werde nur telefonisch von der Gesellschaft vertröstet. Sollte man eine mietminderung anstreben? Mir fällt es immer schwerer unserer Beschwerdegruppe zusammenzuhalten.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie und Ihre Mitstreiter können gegen den Lärmverursacher in diesem Fall sogar direkt vorgehen (OLG Düsseldorf, ZMR 97,181).

Fordern Sie also nochmals den Nachbarn auf, den Lärm zu unterlassen. Dabei sollten Sie nun aber ein Protokoll führen, um die genauen Zeiten, Art und Umfang des Lärmes festzuhalten (da Sie es beweisen müssen); auch wäre es sinnvoll, den Lärm auf Band festzuhalten, ggfs. mit einer Videokamera mit Datums und Uhrzeiteinblendung (aber bitte nicht heimlich dabei den Nachbarn filmen, das wäre dann unzulässig).

Bleibt es bei dem Lärm, können Sie nach OLG Düsseldorf DWW 97, 149) unter Umständen sogar selbst vor Gericht klagen. Dabei sollten Sie und Ihre Mitstreiter dann aber wirklich einen Kollegen vor Ort beauftragen.


Nicht verständlich ist das Verhalten der Gesellschaft: Diese kann dem Verursacher eine Abmahnung schicken; sollten diese Abmahnungen sich häufen, kommt eine Kündigung sehr wohl in Betracht.

Schreiben Sie die Gesellschaft an und fordern Sie diese SCHRIFTLICH auf, den Lärm (wieder konkret aufführen) zu unterbinden. Kündigen Sie weiter an, dass Sie ansonsten die KALTmiete ab dem nächsten Monat um 10 % mindern werden (AG Neuss WM 88, 264; LG Köln WM 71,96).

Ich wünsche Ihnen, dass die Verwaltung ein Einsehen hat und Sie endlich wieder Rihe bekommen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 13.04.2005 | 08:41

Ich habe der Gesellschaft bereits 4 mal geschrieben. Das erste Mal mit allen Unterschriften, danach stellvertretend nach mündlicher Rücksprache, es müsste alles in der Mieterakte sein. Muss die Mietminderung über einen Anwalt formuliert und beantragt werden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.04.2005 | 08:49

Nein, aber Sie müssen Sie trotz der vergeblichen Versuche nochmals schriftlich androhen. Schicken Sie eine Abschrift darüber hinaus auch ruhig noch an den Vorstand der Verwalterin.

Bewertung des Fragestellers |


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"Ich bin zufrieden mit der beantwortung auch in bezug auf die Kurzfristigkeit. "