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Nachbarrecht; 'Zaun an Zaun'

| 06.08.2018 13:33 |
Preis: 57,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von


16:00
Sehr geehrte Damen und Herren,

unser Nachbar hat -ohne eine Erlaubnis von uns einzuholen- die Grundstücksgrenze (Länge 28 m) sehr unschön bebaut: verschiedene Höhen (von 180 cm bis 260 cm), verschiedene Materialien (Holz, Foliengitter, u.a, keine Gewächse). In der Mitte ein grösserer Holzschuppen, direkt an der Grenze, 260 cm hoch.- Für uns sehr störend, da der Bauabstand (Terrasse) nur 3 m ist.- Nun die Frage: ist es erlaubt, durchgehend an unserer Grenze, also unmittelbar an seiner Bebauung, mit minimalem Abstand, ("Zaun an Zaun") eine Weiden- Sichtschutz- Wand, Höhe 180 cm, zu setzen ?

Die Gemeinde und das Bauamt (Bauaufsichtsamt) erklären, daß das Nachbarschaftsrecht nicht in die ihre Zuständigkeit gehört.

Vielen Dank für Ihre Beantwortung.
06.08.2018 | 14:59

Antwort

von


(1009)
Kaiserin Augusta Allee 102
10553 Berlin
Tel: 030 36445774
Web: http://www.rechtsanwalt-weber.eu
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

In der Tat fällt Nachbarschaftsrecht nicht in die Zuständigkeit der Gemeinde oder des Bauamtes. Sie müssen es selbst vor einer Schlichtungsstelle oder dem Amtsgericht durchsetzen.

Einschlägig ist in Ihrem Fall § 31 des schleswig-holsteinischen Nachbarrechtsgesetzes, laut dem die Einfriedung ortsüblich sein muß. Wenn sich eine Ortsüblichkeit nicht feststellen läßt, muß die Einfriedung aus einem 1,2 Meter hohen Maschendrahtzaun bestehen. Natürlich können Sie und der Nachbar auch eine andere Einfriedung vereinbaren.

Allerdings schreibt § 32 vor, dass Sie und der Nachbar die Einfriedungskosten gemeinsam je zur Hälfte tragen müssen.

Sie können daher den Nachbar durchaus zur Entfernung auffordern, allerdings müssen Sie dann damit rechnen, dass der Nachbar eine ortsübliche Einfriedung mit Ihrer Kostenbeteiligung will.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 06.08.2018 | 15:53

Sehr geehrter Herr RA Weber,

zuerst einmal vielen Dank für Ihre Antwort.
Die Kostenfrage ist das geringste Problem. - Außerdem stellt sich dieses Thema nicht, da das Verhältnis mit diesem Nachbarn völlig zerrüttet ist. Wir haben daher die Sorge, dass er sofort per Anwalt die Gerichte in Anspruch nehmen wird, wenn wir mit der Baumaßnahme (zweiter Zaun) nicht im Recht sind.

Es ist sicherlich mit normaler Logik vereinbar, dass "unser" Zaun, der genauso hoch wie der andere werden soll, nicht anfechtbar sein kann. Zumal die Höhe von 120 cm für Sichtschutzzäune hier nicht beachtet wird. Wir werden also dieses Restrisiko eingehen. Interessant bleibt folg.: durch den "neuen" Zaun verringert sich der Abstand zur Grenze. Dies ist schade, da der Abstand zur Terrasse (wie gesagt) sowieso viel zu gering ist: 3 m. Wir sind also sehr daran interessiert, diesen Zaun möglichst dicht an den Nachbar- Zaun zu setzen. Die Frage ist also: gibt es Auflagen bzgl. des Abstandes der beiden Zäune ?

Nochmals vielen Dank, auch für die Beantwortung dieser letzten Unklarheit.
Freundliche Grüße nach Berlin.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.08.2018 | 16:00

Sehr geehrter Ratsuchender,
wenn Sie direkt an die Grenze einen eigenen Zaun setzen, um den anderen Zaun zu verdecken, kann sich der Gegner kaum dagegen wehren. Er hat schließlich zuerst gegen Nachbarschaftsrecht verstoßen. Dennoch sollte Ihr Zaun nicht über den Nachbarzaun hinausragen.
Mit freundlichen Grüßen,
Robert Weber
Rechtsanwalt


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"Herr RA Weber hat uns geholfen und Mut gemacht, in dieser schwierigen Sache nicht nachzugeben. Problematisch ist das gesamte Nachbarschaftsrecht mit seinen "schwammigen" Auslegungen. Es ist klar, daß seine Stellungnahme nicht besser als die Rechtslage sein kann. Wir bedanken uns sehr. "
Stellungnahme vom Anwalt:
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 09.08.2018
4,6/5,0

Herr RA Weber hat uns geholfen und Mut gemacht, in dieser schwierigen Sache nicht nachzugeben. Problematisch ist das gesamte Nachbarschaftsrecht mit seinen "schwammigen" Auslegungen. Es ist klar, daß seine Stellungnahme nicht besser als die Rechtslage sein kann. Wir bedanken uns sehr.


ANTWORT VON

(1009)

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