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Nachbarrecht NRW, § 42 Hecken, evtl. Rückschnitt

| 22.09.2015 18:08 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Anspruch auf Rückschnitt einer Hecke

Sehr geehrte Damen und Herren,
unser Nachbar hat vor mehr als 6 Jahren eine Hecke geplanzt und dabei die in § 42 genannten Grenzabstände nicht eingehalten. Wir haben das damals nicht beanstandet.
Die Hecke ist nun aber von Jahr zu Jahr gewachsen und die Seitenfläche der Hecke steht genau im Grenzverlauf zwischen unseren Grundstücken.
Meine Frau hat den Nachbarn vor Jahren, und jetzt wieder vor einigen Wochen, darauf hingewiesen, die Hecke nicht weiter "wachsen" zu lassen. - Der Nachbar will sich daran offenbar nicht halten.
Meine Frage: Können wir einen Rückschnitt der Hecke fordern und in welcher Höhe?
22.09.2015 | 18:54

Antwort

von


(280)
Hopfengartenweg 6
90451 Nürnberg
Tel: 091138433062
Web: http://www.frischhut-recht.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich können Sie durchaus ein Rückschneiden der Hecken verlangen, wenn der Mindestgrenzabstand nicht eingehalten wird. Jeder Nachbar kann nämlich vom anderen verlangen, dass Anpflanzungen, die die erforderlichen Abstände nicht einhalten, (kostenpflichtig) zu beseitigen sind.

Einen Anspruch auf Rückschnitt aufgrund der Höhe der Hecke besteht hingegen nicht zwingend. Eine bestimmte Höhenbegrenzung schreibt das hier geltende Nachbarrechtsgesetz (im folgenden NachbG) nämlich gerade nicht vor. Das Gesetz regelt lediglich einen bestimmten Mindestabstand bei einer gewissen Heckenhöhe vor.

Gemäß § 42 NachbG NRW gelten, vorbehaltlich des § 43 NachbG NRW, folgende Grenzabstände für Hecken:

- über 2 m Höhe 1,00 m,
- und bis zu 2 m Höhe 0,50 m

Diese Abstandsregeln gelten jedoch nicht, wenn die Hecke als Einfriedung unmittelbar auf die Grundstücksgrenze gesetzt worden ist. In Reihe stehende Bäume und Sträucher, gelten im rechtlichen Sinne nicht als Hecken sondern als Einfriedung des Grundstücks. Dies ist laut Ihren Angaben vorliegend aber nicht der Fall.

Ihnen sollte bewusst sein, dass Gerichte im Streitfall stets unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalles und insbesondere unter Würdigung der örtlichen Gegebenheiten entscheiden.

In Ihrem Falle besteht zudem die nicht ganz unerhebliche Gefahr, dass Ihr Nachbar im Streitfalle den Einwand des § 47 NachbG NRW erheben könnte. Gemäß § 47 des Nachbarrechtsgesetzes NRW ist ein Beseitigungsanspruch nämlich grundsätzlich nach 6 Jahren nach der Anpflanzung ausgeschlossen. Ihre Hinweise in der Vergangenheit, der Nachbar möge die Hecken nun zurückschneiden, dürften den Verjährungseintritt auch nicht gehemmt haben, da nur die Klageerhebung den Verjährungseintritt hemmt. Allerdings beginnt die Verjährung erst dann zu laufen, wenn die streitgegenständliche Hecke den Mindestabstand nicht (mehr) einhält. Insoweit müsset hier zunächst geprüft werden, zu welchem Zeitpunkt der Mindestabstand erstmals unterschritten wurde.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen. Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall anwaltliche Unterstützung benötigen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit gern zur Verfügung, da meine Kanzlei auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Mikio Frischhut

Bewertung des Fragestellers 24.09.2015 | 13:12

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"In meinem Fall konnte ich daraus keine Rückschlüsse ziehen - "
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 24.09.2015
3,6/5,0

In meinem Fall konnte ich daraus keine Rückschlüsse ziehen -


ANTWORT VON

(280)

Hopfengartenweg 6
90451 Nürnberg
Tel: 091138433062
Web: http://www.frischhut-recht.de
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