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Nachbarn fühlen sich durch Heimtrainer belästigt


| 29.09.2005 19:36 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht



ich habe mir ein handelsübliches Rudergerät zugelegt, wie es in den letzten Wochen tausendfach von Penny, Neckermann, Quelle u.a. verkauft worden ist. Damit trainiere ich 1- 2 x wöchentlich je eine halbe Stunde, bisher dreimal morgens zw. 7.15 und 7.45 Uhr. Als ein Nachbar sich beschwerte, habe ich sofort angeboten, auf eine andere Zeit auszuweichen, das wollte er nicht akzeptieren. Er und mittlerweile die Hausverwaltung stehen auf dem Sandpunkt: Was man außerhalb der Wohnung hört, geht nicht.
Natürlich ist das Gerät nicht ganz geräuschfrei. Es knarzt etwas, am meisten stört den Nachbarn aber das Geräusch des hydraulischen Stoßdämpfers, wie es auch jeder handelsübliche Stepper hat. Er selbst beschreibt das Geräusch als dem einer Waschmaschinenpumpe entsprechend. In meiner Wohnung ist es möglich, sich mit normaler Lautstärke zu unterhalten oder Nachrichten zu hören, wenn jemand rudert.
Der Mietvertrag sieht Ruhezeiten von 22-6 und von 13-15 Uhr vor.
Meine Frage: Darf ich mein Rudergerät nutzen, wie oft und zu welchen Zeiten.
Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich möchte Ihr Anliegen auf Grundlage Ihrer Angaben gerne wie folgt beantworten:

Im Prinzip haben Sie den entscheidenden rechtlichen Gesichtspunkt bereits in Ihrer Frage aufgeführt. Dann primär entscheidend ist die Regelung der Hausordnung, deren Zeiten Sie ja zitierten und nach Ihrem Bericht auch einhielten.

Natürlich dürfen Sie außerhalb der dortigen „Ruhezeiten“ keinen ortsüblichen, unzumutbaren oder leicht zu vermeidenden Lärm verursachen. Dies sind alles eher unbestimmte Rechtsbegriffe. Allerdings kann ich mit Ihrer Beschreibung der störenden Geräusche hier im Einzelfall weder etwas Ortsunübliches (handelsübliches Gerät), noch der Nachbarschaft Unzumutbares noch leicht zu Vermeidendes erkennen. Zu Ihren Gunsten meine ich zudem werten zu müssen, dass Sie ja sofort Austauschzeiten anboten. Deswegen nur am Rande: Das Argument, alles was man außerhalb der Wohnung höre, sie per se unzulässig, dürfte in Mitteleuropa kaum ernsthaft Geltung beanspruchen.

Im Ergebnis meine ich deswegen, dass Sie mit einer wöchentlichen Übungszeit von max. einer Stunde bei Beachtung der Ruhezeiten der Hausordnung rechtlich auf der sicheren Seite sind.

Teilen Sie dies der Hausverwaltung nochmals mit und wiederholen Sie Ihr Angebot einer alternativen Zeit (der lärmempfindliche Nachbar wird ja auch mal arbeiten oder einkaufen oder wenigstens spazieren gehen und sich damit auf die zeitlich überschaubare Lärmquelle einstellen können.)

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort zunächst einmal weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

Tel.: +49 (0)39 483 97825
Fax: +49 (0)39 483 97828
E-Mail: ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf
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