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Nachbargrundstück wird anders bebaut als zugesagt


26.10.2006 08:44 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Wir haben ein Grundstück von einem Makler gekauft und bauen zur Zeit ein Haus auf dem Grundstück. Das Grundstück haben wir aus dem Grund gekauft, weil uns der Makler zugesagt hatte, dass er auf dem danebenliegenden Grundstück für sich baut (er war zugleich Eigentümer beider Grundstücke). Somit wussten wir, wer unser Nachar wird. Nun haben wir erfahren, dass der Makler das Nachbargrundstück verkauft hat, er in einer anderen Stadt sein Haus baut und auf dem Nachbargrundstück 2 Häuser gebaut werden sollen. Diese sind bereits durch das Katasteramt abgesteckt. Wir waren geschockt, als wir das sahen. Wir fühlen uns an der Nase herum geführt - kurz gesagt betrogen. Immer sind wir davon ausgegangen, dass auf dem Nachbargrundstück nur 1 Haus gebaut wird. Wir haben sehr viel investiert in das neue Haus und wollten ruhiger leben als bisher in unserer Wohnung. Dies wurde uns nun genommen. Was könne wir tun? Wir haben alles nur mündlich vereinbart.

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Sehr geehrte Ratsuchende,


da ich davon ausgehe, dass die Bauvorhaben auf dem Nachbargrundstück den baurechtlichen Anforderungen entsprechen, werden Sie gegen diese Neubauten nichts unternehmen können.



Fraglich ist, ob Sie Ansprüche gegenüber dem Verkäufer (Makler) durchsetzen können.

Sie führen aus, dass alles mündlich besprochen worden ist, was in der Tat ein Problem sein könnte, denn diese mögliche Zusicherung des Verkäufers müssen Sie dann beweisen.

Können Sie dieses nicht, werden Sie kaum Ansprüche durchsetzen können.

Können Sie dieses Beweis durch Zeugen oder sonstwie führen, kommt es darauf an, was genau der Makler gesagt hat. Allein die Aussage, er "werde für sich bauen" ist nicht ausreichend, da diese Aussage dann auch den Neubau zweier Häuser umfasst.

Nun wenn der Verkäufer definitiv und eindeutig erklärt hat, auf dem Nachbargrundstück werde er z.B. ein eingeschossiges EFH zur Eigennutzung bauen, könnte dieses relevant werden, da diese Aussage dann eben für die Kaufentscheidung relevant gewesen und Sie dann in der Tat getäuscht worden sind.

Nur dann könnten Sie Rechte ggfs. wirksam durchsetzen, bis hin zum Rücktritt vom Vertrag (wenn Sie denn dieses wollen). Aber dass sollte gerade in Hinblick auf die oben genannten Beweisschwierigkeiten und wegen des sicherlich nicht unerheblichen Kostenrisikos noch individuell geprüft werden.

Daher ist es ratsam, hier einen Rechtsanwalt mit der gesamten Prüfung, auch des notariellen Kaufvertrages zu beauftragen, da dann auch die genauen Gespräche und Zusagen des Maklers geprüft und die Beweissituation geklärt werden muss.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
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