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Nachbar zahlt anteilige Kosten für gemeinsamen Zaun nicht


23.03.2005 13:53 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Sehr geehrte Damen und Herren,

vor einem Jahr sind wir in unser neues Heim gezogen. An der hinteren Grundstücksgrenze befindet sich eine mit einem anderen Nachbarn (Erbengemeinschaft) eine gemeinsame Grundstücksgrenze.
Die Kosten für die Errichtung eines Zauns haben beide Parteien nach brandenburgischem Nachbarschaftsrecht hälftig zu tragen.
Das Nachbargrundstück ist im Moment unbewohnt und durch durchlässige bzw. fehlende Zäune tummeln sich die Wildschweine auf diesem Grundstück. Nach Rücksprache mit einem von der Erbengemeinschaft eingesetzten Grundstücksverwalter haben wir in Eigenleistung einen Zaun errichtet und sind dabei noch unter den vorher veranschlagten Kosten geblieben.
Nun weigert sich die Erbengemeinschaft im Nachhinein, die Hälfte der Materialkosten zu zahlen. Als Grund wird angegeben, dass sie untereinander zerstritten seien und niemand auch nur einen Cent bezahlen möchte.
Wir haben schon zwei Briefe per Einschreiben an einen der Erben geschickt und uns auf die mündliche Absprache und das Brandenburgische Nachbarschaftsrecht bezogen und auch Fristen für die Zahlung auf unser Konto gesetzt.
Die Frage ist nun, da unsere Briefe unbeantwortet geblieben sind, was können wir weiter tun, um spätestens bei Grundstücksverkauf unser Geld zu erhalten? Lohnt eine Klage? Der Streitwert sind nur 340 (das ist die Hälfte) Euro, aber eben auch für uns viel Geld.

Vielen Dank für Ihre Mühe!
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die hälftige Kostentragungspflicht dürfte nach Ihren Ausführungen unstreitig sein.

Es besteht nun die Möglichkeit, daß Sie den Anspruch gegen die Erbengemeinschaft im Mahnverfahren geltend machen.

Sollte die Gegenseite dagegen Widerspruch einlegen, ginge die Sache ins streitige Klageverfahren über.

Die Erbengemeinschaft würde dann zur Zahlung verurteilt, die Kosten des Verfahrens gingen zu Lasten der Gegenseite.

Ob Ihnen die Angelegenheit den mit einem gerichtlichen Verfahren verbundene Aufwand Wert ist, können Sie allerdings nur selbst beantworten. Auf die € 340,00 verzichten würde ich an Ihrer Stelle allerdings nicht, und wenn die Erbengemeinschaft nicht freiwillig zahlt, bleibt leider nur das Mahnverfahren mit anschließender Klage.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

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