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Nachbar vernachlässigt seine Haus und Hof

| 01.07.2014 08:39 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Seit 2009 wohne ich auf dem Land in einer umgebauten Scheune(Baujahr1900) die ca 1947 genau in der Hälfte durch eine Trennwand geteilt wurde. 2009 wurde komplett kernsaniert
Das Problem fängt am Dach an. Mein Nachbar besitzt um seiner Haushälfte keine Dachrinne.Es ist immer noch die Dacheindeckung von 1900 die nicht mehr 100%ig dicht ist. Bei einer Dachfläche von ca. 350qm sind die Wassermengen enorm. Das Wasser steht bei Regen fast 20cm hoch vor seiner Haushälfte
Nun möchte ich meine Fassade Sanieren und die Trennwand auf meiner Seite verputzen aber genau auf der Grenze ist die Wand feucht. Auch die komplette Trennwand zum Nachbarn ist nass und mit Salpeterausblühungen.
Nun habe ich schon das Gespräch gesucht. Habe meinen Nachbarn auf die nichtvorhandene Dachrinne hingewiesen und die Feuchtigkeitsschäden der Außenwand und Trennwand.
Aussage des Nachbarn. Er hätte genug Dachüberstand (1,2m) so das das Regenwasser keinen Einfluß auf die Feuchtigkeit hat.
Zur Sanierung derTrennwand würde ich die Hälfte dazubezahlen. Alles das führte zu keinem Ergebnis. Nachbar hätte für solche Arbeiten kein Geld.
2. Problem. Der Zaun: auf 70 m Länge trennt ein Maschendrahtzaun unsere Grundstücke.
Der verwilderte Garten des Nachbarn drückt den Zaun an manchen Stellen auf meine Seite.
Äste hängen auf der ganzen Länge über. Auch mit dieser Arbeit wäre mein Nachbar völlig überfordert.
Welche Rechtlichen Möglichkeiten ergeben sich bei dieser verfahrenen Situation.



Sehr geehrter Ratsuchender,

gern nehme ich zu dem von Ihnen geschilderten Problem wie folgt Stellung:

1. Feuchteschäden

Ich gehe derzeit von folgendem Sachverhalt aus: Sie und der Nachbar sind Eigentümer verschiedener Grundstücke. Bei der "Trennwand" handelt es sich um eine von beiden Nachbarn genutzte Nachbarwand, auf die § 921 BGB Anwendung findet. Sie und der Nachbar sind damit Miteigentümer an dieser Wand. Bei Schäden an Ihrem Eigentum durch Feuchteeinwirkungen von dem Nachbargrundstück steht ihnen dann ein verschuldensunabhängiger Schadensersatzanspruch zu. Zudem können Sie den Nachbarn gemäß § 10 NbG (Nachbarschaftsgesetz Sachsen-Anhalt)auf hälftige Beteiligung an den Unterhaltungs- und Sanierungskosten der Nachbarwand in Anspruch nehmen. Zudem steht Ihnen gemäß § 33 NbG ein Anspruch auf Unterlassung dahingehend zu, dass Traufwasser, Abwässer oder andere Flüssigkeiten nicht auf Ihr Grundstück übertreten.

2. Zaun und Überwuchs

Nach § 22 NbG besteht Einfriedungspflicht. ist der Zaun als solcher nicht mehr als Einfriedung geeignet, haben Sie Anspruch auf Neuerrichtung. Hinsichtlich des Überwuchses steht ihnen ein Anspruch auf Beseitigung gemäß § 910 BGB zu Seite.

3. Fazit

Ich rate dazu, einen Rechtsanwalt einzuschalten. Dieser sollte zunächst nochmals eine außergerichtliche Einigung versuchen. Ansonsten wäre der Klageweg zu beschreiten. In jedem Fall müssen Sie die derzeitige Situation nicht hinnehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Wundke
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 01.07.2014 | 10:42

Vielen Dank für diese ausführliche Antwort.

Wäre es ratsam einen Bausachverständigen mit ins Boot zu nehmen?
Oder ist das erst im Klageverfahren notwendig?
Auch wenn ich mein Recht durchsetzen kann und Schadensansprüche stelle wird es am Geldbeutel meines Nachbarn scheitern.
Wie geht man damit um?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.07.2014 | 11:11

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Die Einholung eines Sachverständigengutachtens sollte dem Gericht überlassen werden, ggf. durch Einleitung eines selbständigen Beweisverfahrens. Insoweit wird Sie der zu beauftragende Anwalt weitergehend beraten.

Das Risiko der Vermögenslosigkeit des Nachbarn tragen Sie selbstverständlich. letztendlich müssten sie alle Kosten vorstrecken. Hoffentlich besteht eine Rechtsschutzversicherung.

Bewertung des Fragestellers 01.07.2014 | 11:55

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