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Nachbar stört isch an Einfriedung auf meinem Grundstück

| 18.11.2018 14:46 |
Preis: 70,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork


Guten Tag,

wir haben nach Nachfrage auf dem Bauamt zu Vorschriften nach der Einfriedung auf unserem Grundstück eine Einfriedung in Höhe von 1,80m errichtet (Satzungen und Bebauungspläne gibt es in userer Gemeinde nicht, da ursprünglich Kohleabbaugebiet). Auf der Gemeinde sagte man uns das der Zaun nach Sächsisch BO §61 bis zu 2m Genehmigungsfrei ist, somit ist aus meiner und öffentlicher Sicht alles Rechtens.
Nachbar A stört sich nun an unserem Zaun da er nicht mehr der Verkehr einsehen könnten wenn er aus seiner 2 Ausafahrt herausfahren möchte, als Kompromiss haben wir vorgeschlagen uns um einen Verkehrspiegel für eine Bessere Sicht zu bemühen (die missfällt Nachbar A). Nachbar A hatte dann einen Verkehrsschau bei der Gemeinde beantragt wo man Ihn gleiches sagte: der Zaun ist nach Sächsisch BO korrekt gebaut und ich habe nichts falsches getan, nun hat die Kommune Nachbar A ebenfalls einen Verkehrsspiegel in Aussicht gestellt und auch beantragt (Gemeinde trägt sogar die Kosten für das errichten des Spiegels).
Nun misfällt Nachbar A immer noch alles und er verlangt das ich den Zaun um 60cm verringere (Zaun steht nicht auf der Grundstücksgrenze sondern in meinem Grundstück) oder 1m weiter in mein Grundstück setzte! Desweiteren setzt er mir eine Ortsunüblichkeit des Zaunes vor (Gabionen mit Holzfeldern kombineiert), in der Nachbarsc haft gibt es die unterschiedlichsten Zäune, mal ein kleiner Jägerzaun, dann ein Maschendrahtzaun von 1,20m, Metallzäune von 1,0 bis 1,20 und verschiedenste Hecken die bis über 2m hoch sind. Ich konnte hier keine Ortsüblichkeit in Bezug auf die Höhen feststellen.
Ist mir hier auch das zu verwendende MAterial vorzuschreiben ohne B-Plan? Es ist doch Geschmackssache welches Material ich verwende oder etwa nicht? Sonst könnten wir ja gleich einheitlich Bauen!
Nun möchte mich der Nachbar Privat verklagen obwohl ich die Gesetzmäßigkeiten eingehalten habe und ich sogar einen Kompromiss mit den Verkehrsspiegel angeboten habe auf den er nicht eingeht.
Ich bin gerade etwas neidergeschlagen und Ratlos habe ich hier etwas zu befürchten von Nachbar A? Eine Klage raubt viel Zeit und Nerven die ich neben den ganzen anderen Stress nicht auch noch brauche.
Über einen Rat von Ihnen wäre ich dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
Martin

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage , die ich Ihnen wie folgt beantworte:


Frage 1:
"habe ich hier etwas zu befürchten von Nachbar A?"

Wenn Ihre Schilderung so korrekt ist, der Zaun in der zulässigen Höhe errichtet und etwaige Beeinträchtigen durch einen Verkehrsspiegel ohne Weiteres aufgehoben wäre, ist nicht ersichtlich aus welchen Gründen Sie Ihren Zaun um einen Meter versetzen oder um 60 cm kürzen sollten.

Dass Ihr Nachbar gegen SIe klagt können Sie ja nicht ohne Weiteres verhindern, da Sie sein Verhalten nicht steuern können. Möglicherweise erledigt sich sein Ansinnen aber auch ohnehin von allein, wenn er im Rahmen einer rechtlichen Beratung von der Aussichtslosigkeit seines Standpunkts erfahren sollte.


Frage 2:
"Ist mir hier auch das zu verwendende MAterial vorzuschreiben ohne B-Plan? Es ist doch Geschmackssache welches Material ich verwende oder etwa nicht?"

Solange es keine Satzung gibt, die diese Frage regelt und auch nicht etwa alle anderen Anwohner nur Hecken als Einfriedung haben, kann man Ihnen das nicht vorschreiben. Denn wenn es aufgrund der unterschiedlichsten Einfriedungen gar keine Ortsüblichkeit feststellen lässt, so reicht es grundsätzlich aus, einen bauordnungsrechtlich zulässigen Zaun zu errichten. Letzteres habe Ihnen das Bauamt bei der Ortsbesichtigung sogarbestätigt.



Mit freundlichen Grüßen aus Dortmund

Raphael Fork
-Rechtsanwalt -


Bewertung des Fragestellers 18.11.2018 | 19:44

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