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Nachbar nutzt meinen Telefonanschluss

| 09.03.2019 20:41 |
Preis: 57,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von


22:13

Zusammenfassung: In Bayern gibt es kein Schiedsamt, aber ein überaus gut funktionierendes Notarwesen. Vor den örtlich jeweils zuständigen Notarinnen und Notaren können hervorragende Nachbarschaftsvereinbarungen bzw. Vergleiche geschlossen werden.

Hallo
Wir wohnen in einem Doppelhaus das früher uns gehört hat. Der vordere Teil in dem wir wohnen hat immer schon einen Telefonanschluss der hintere Teil bzw. das hintere Haus hatte noch nie einen. Bei dem Verkauf der hinteren Haushälfte in den 80igern wurde einfach ein Loch durch die Wand gebohrt und an meinen apl geklemmt, soweit so gut, das Kabel wurde gegen den Willen meiner Oma damals schon außen an der Hauswand in den hinteren Teil des Hauses gelegt. Nun hat der Eigentümer des hinteren Hauses öfter Störungen und ich soll jetzt den Techniker ins Haus lassen, auch kein Problem nur dauernd is was anderes und ich würde gern das der Eigentümer des anderen Hauses selbst einen Anschluss legen lässt da ich auch den kabelverhau an meiner Hauswand nicht mehr haben will. Schriftlich wurde hier auch nie was vereinbart. Kann ich dem Nachbarn verbieten das Kabel über meine Hauswand bzw. Grund und Boden zu legen? Mfg
09.03.2019 | 21:54

Antwort

von


(170)
Wienburgstraße 207
48159 Münster
Tel: 0251-203 188 06
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Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Basis der mitgeteilten Informationen wie folgt beantworte:

Selbstverständlich können Sie verlangen, dass der Nachbar sich um einen eigenen Telefonanschluss und entsprechende eigene Leitungen kümmert. Sie müssen weitere Eigentumsverletzungen nicht dulden, sofern eben - wie Sie selbst schon schreiben - nichts vereinbart oder im Grundbuch eingetragen ist und nicht möglicherweise vom Nachbarn ein Notwegerecht geltend gemacht werden kann.

Etwa doch bestehende Vereinbarungen wie etwa eine Leihe könnten überdies unter Umständen mit einer angemessenen Frist von sagen wir vier bis sechs Wochen gekündigt werden.

Am besten finden Sie mit dem Nachbarn aber eine einvernehmliche Lösung. Denn wegen der Verjährung des sogenannten Beseitigungsanspruchs aus § 1004 BGB - die Oma hätte sich damals schon wehren müssen - haben Sie heute zumindest einen Teil der Kosten in jedem Falle leider selbst zu tragen. Über die jeweiligen Anteile sollte man sich nach Möglichkeit gütlich einigen.

Ich empfehle, sich mit dem Nachbarn vor der örtlich zuständigen Notarin oder dem örtlich zuständigen Notar im Wege einer Nachbarschaftsvereinbarung bzw. eines Vergleichs zu einigen. Von einer eigenmächtigen Selbsthilfe rate ich dringend ab, weil dies voraussichtlich zu erheblichen Folgekosten und Stress führen würde.

Bringen Sie der Notarin oder dem Notar gerne unseren heutigen Dialog mit, damit er weiß, welche weiteren Fragen er Sie und den Nachbarn im Hinblick auf eine gütliche Vereinbarung zu stellen hat. Die örtlich zuständige Notarin oder den örtlich zuständigen Notar finden Sie über die Notarsuche des Bayerischen Notarvereins e.V. unter https://www.notare.bayern.de/notarsuche.html

Sollte etwas unklar sein oder Sie eine Vertiefung wünschen, so fragen Sie bitte unbedingt ohne Mehrkosten nach, damit Sie in jedem Falle rundum zufrieden mit dieser Auskunft sind. Eine volle Bewertung ohne Abzug würde uns abschließend sehr freuen. In jedem Falle wünschen wir Ihnen alles erdenklich Gute und viel Erfolg.

Mit den besten Grüßen

Dr. Andreas Neumann
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 09.03.2019 | 22:08

Hallo
Vielen Dank für die Info. Die Verjährungsfrist ist wohl hinfällig weil seit 2015 der neue Eigentümer bin oder sehe ich das falsch?
Mfg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.03.2019 | 22:13

Danke für die freundliche Bewertung. Leider ist dennoch von Verjährung auszugehen.

Es gilt die regelmäßige Verjährungsfrist von drei Jahren ab Ende des Jahres der Anspruchsentstehung.

Ich wünsche Ihnen einen dennoch schönen Abend und alsbald auch fruchtbare Vergleichsgespräche.

Beste Grüße

AN

Bewertung des Fragestellers 09.03.2019 | 22:08

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