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Nachbar lastet mir zu hohen Stromverbrauch an als Grund für seine Kopfschmerzen


06.03.2006 19:38 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Hallo und Guten Tag. Ich wohne nun seit über 5 Jahren in einer Dachgeschosswohnung in einem Altbau. Darunter wohnt seit ca. 4 Jahren ein anderer Mieter. Dieser wird nun in einer Art und Weise auffälig, daß ich dringend einen Rat benötige. Der andere Mieter macht mir seit kurzem Schwierigkeiten, indem er Nachts um 2 Uhr klingelt und mich darauf aufmerksam macht, er könne nicht schlafen, weil er ein Surren höre. Ich machte ihn darauf aufmerksam, daß das vielleicht mein Computer wäre und er das vielleicht höre, weil die Bausubstanz des Hauses sagen wir mal recht dünn ist. Ich habe mich daraufhin bei ihm beschwert, daß er wegen eines solchen Grundes nicht um 2 Uhr Nachts bei mir klingeln muss. Zumal ich diesen Zustand (daß der Computer Nachts läuft)habe, seit ich hier wohne. Komischerweise machte er mich in Vergangenheit niemals darauf Aufmerksam. Da er mich um die nächtliche Zeit weckte, bin ich zu dem anderen Mieter runter und fragte, ob ich das Geräusch hören könne um zu erfahren, was er meine, doch er verwehrte mir den Zutritt und blockte ab. Ein paar Tage später sprach ich ihn nochmal darauf an und sage ihm, daß ich an dem zustand nichts ändern werde. Er Antwortete mir, er habe ein kleines Kind (1 mal in der Woche da) und es würde unruhig schlafen und konfrontierte mich mit irgendwelchen Paragrafen. Nun beschwerte er sich, ich hätte einen zu hohen Stromverbrauch und er würde davon starkes Kopfweh bekommen. Das konnte ich nun wirklich nicht fassen, zumal ich an meiner Lebensgewohnheit in all den Jahren nichts geändert habe.
Ich machte ihn darauf aufmerksam, er wohne hier in einer Altbauwohnung, wo man eben mit diversen Einschränkungen rechnen muss. Wie gesagt habe ich mich immer unauffällig verhalten. Der andere Mieter knüpft an meiner Aussage gegenüber dem Vermieter fest, daß mein PC nun eben manchmal Nachts laufe und nun angefangen hat, meinen Stromverbrauch abzulesen und mit einem Messgerät die Decken nach Strahlungen abmisst. Daraufhin konfrontierte mich der andere Mieter erneut, nur habe ich mich auf kein Gespräch eingelassen mit dem Hinweis, ich werde den Vorfall erneut dem Vermieter äußern. Der andere Mieter konfrontierte den Vermieter ebenfalls mit Aussagen, die den Tatsachen nicht entsprechen und erzeugt Mißstimmung gegen mich indem er behauptet, ich hätte sein Auto verkratzt und könne ihn nicht leiden und wolle ihn rausekeln. Ich fühle mich in meiner Wohnung durch das Verhalten und Auftreten des anderen Mieters nun stark belästigt, eingeschränkt und unwohl. Meine Vermutung ist, daß der andere Mieter nun mit aller Gewalt mich in meiner Freiheit einschränken möchte, weil ich in seinen Augen keine Rücksicht auf sein Anliegen nehme.
Nur sehe ich überhaupt keinerlei Anlass, auf irgendwas zu reagieren, weil keine Tatsachen vorliegen und ich an meinen
Gewohnheiten wie ich hier lebe nichts verändert habe. Im Gegenteil hatte ich starke Belastungen seitens meines Betriebes, so daß ich immer weniger Zuhause bin.
Ich machte dem Vermieter nun folgende Aussage, daß ich mich stark belästigt fühle und mich der andere Mieter in Ruhe lassen solle, weil keine nachvollziehbare Gründe für dieses Anliegen vorliegen. Ich finde das Verhalten des anderen Mieters gegenüber mir stark übertrieben und fühle mich stark unter Stress, weil ich der Annahme bin, daß mich der andere Meiter damit nicht in Ruhe lässt.

Wie kann ich mich gegenüber dem anderen Mieter wehren ?
Welche Pflicht hat der Vermieter ?

Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst einmal ist Ihre Annahme vollkommen richtig, dass Sie berechtigt sind, den PC auch über Nacht eingeschlaltet zu lassen. Auch können Sie soviel Strom verbrauchen, wie es Ihnen beliebt. Soweit sich der andere Mieter dadurch belästigt fühlt, müsste dieser nachweisen, dass eine mietrechtlich relevante Störung vorliegt. Eine solche vermag ich in dem von Ihnen geschilderten Fall aber beim besten Willen nicht zu erkennen.

Sollte der andere Mieter unwahre Behauptungen aufstellen und insbesondere verbreiten, hätten Sie einen zivilrechtlichen Unterlassungsanspruch, welcher sich auch gerichtlich durchsetzen lassen würde. Darüber hinaus, könnte sich der Nachbar strafbar machen, denn das Verbreiten unwahrer Tatsachen ist gesetzlich verboten.

Ich rate Ihnen jedoch, sich mit dem Vermieter in Verbindung zu setzen und ggfl. mit diesem eine Lösung zu finden. Letztlich hat der Vermieter die wirksamsten Mittel in derb Hand, gegen den anderen Mieter vorzugehen. So dürfte das Verhalten des anderen Mieters auch gegen mietvertragliche Pflichten verstoßen. Dies insbesondere im Hinblick auf die nächtlichen Aktionen (Klingel).

Der Vermieter könnte den Mieter sozusagen abmahnen und im Wiederholungsfall sogar kündigen. Verpflichtet dazu, ist der Vermieter aber nicht.

Ich denke, es könnte auch einen bleibenden Eindruck beim anderen Mieter hinterlassen, wenn Sie diesen in einem anwaltlichen Schreiben auffordern, die Belästigungen künftig zu unterlassen und zeitgleich mit Strafanzeige "drohen".

Sollte dann immer noch keine Ruhe einkehren, sollten Sie die Störungen genau schriftlich dokumentieren und deren Unterlassen gerichtlich durchsetzen.

Gern bin ich Ihnen dabei behilflich.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
-Rechtsanwalt-

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