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Nachbar lässt nicht locker, belästigt mich und erpresst mich am Telefon

| 05.05.2008 03:31 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Sehr geehrte Anwälte,

können sie mir mitteilen, ob ich als Eigentümer beim Kastateramt das Recht habe, hier herauszufinden, wem das Haus meines Nachbarn gehört.
Es geht um eine drohende Rechtsstreitigkeit.

Ich habe dieses Thema hier schon einmal erwähnt.
Thema war, dass mein Nachbar, bei mir ein Doppelgarage angemietet hat, da er dies auf seinem eigenen Grundstück nicht kann.
Er hat nun ca. 1 Jahr die Miete nicht bezahlt und es wurde geklagt.

Der NAchbar meint nun, ich soll die Klage zurücknehmen, sonst würde er eine angebliche alte Grenzstreitigkeit einfordern.
Ich habe mich aber nicht erpressen lassen und ihm mitgeteilt, dass durch den Gerichtsvollzieher geräumt wird.

Daraufhin rief er mich gestern abend an und teilte mir mit, dass er beim Kastateramt war und den aktuellen Einmessungriss eingesehen hatte.
Er bezweifelt aber die Richtigkeit.

Unter anderen teilte er auch mit, dass er selber räumen würde un dich könnte meinen Gerichtsvollzieher abbestellen.
Zum Thema Mauer geht es um folgendes.

An der Grenze zu seinem Grundstück stehen auf meiner Seite eine Reihe von Garagen.
Die Grenze bildet eine Mauer, diese Mauer ist zugleich die Außenwand der letzten GArage auf meinem Grundstück.
Der Nachbar meint aber, dass ich meine Garage an seine Außenmauer angelehnt habe und sein Schuppen auf der anderen Seite somit feucht wird.

Die Sache mit dem Schuppen und Mauer ist nun seit 1909 und die Garagen wurden 1970 angebaut.

Was die zivilrechtliche Sache angeht, wäre hier sicher aufgrund verschiedener Umstände zumindest eine Verwirkung wegen der langen Zeit entstanden und weil er schon lange davon Kenntnis hatte.
Davon abgesehen ist es aber so, dass lt. Einmessungsriss aus dem Jahre 1957 hier die Mauer auf meinem Grundstück steht.

Der Nachbar will dies offenbar nicht wahr haben und sucht sich nun einen Rechtsanwalt und zweifelt zudem an, dass ich eine Baugenehmigung hatte, was aber so nicht stimmt.
Vielmehr ist es so, dass er gar keine eigene Grenzmauer hat, diese lt. Zeichnung total auf meinem Grundstück steht.
Er behauptet allerdings, dass hier ein Fehler besteht und die optisch sichtbare Mauer, garnicht die Mauer sei, die damals eingezeichnet wurde, sondern die aus dem Jahre 1909 stammende.
Danach wurde offenbar nach seiner Meinung irgendeine Mauer abgerissen.
NAch seiner Ansicht muss nun zwischen 1957, also bei Errichtung der Zeichnung und 1970, bei Errichtung der Garagen, die Vorbesitzer auf meiner Seite, meine Mauer abgerissen haben und dann an seine die Garagen angebaut haben.
Diese Ansicht scheint aber aus vielereli Gründen unlogisch zu sein, denn einerseits ist auf den Zeichnung von 1909 so wie ich das sehe garnichts eingezeichnet und außerdem befand sich der Grenzschuppen damals offenbar ganz woanders.
Die Mauer selber ist auch nur EINMAL vorhanden, dass heisst vollständig auf meinem Grundstück.
Lange Rede, kurzer Sinn, ich denke der Nachbar wird hier, wenn er mir da was beweisen will, nicht um eine Grenzvermessung herum kommen.
Vielleicht sagen sie mir ja, was sie davon halten ?

Anfangs behauptete der Nachbar im übrigen noch, dass die dort stehende Mauer seine Mauer sei und dies auch so vermerkt sei, und behauptet er dass das Katasteramt ihm da wohl die Mauer gestohlen habe.

Ich denke, dass dies alles nicht sein kann, denn die Mauer als solche ist ja schon seit 1953 dort vermerkt worden und es wurde damals schon immer die Mauer vollständig auf meiner Seite gesehen.

Ich denke, es kann kaum sein, dass hier aufgrund der Baugenehmigung nachträglich eine Mauer eingerissen wurde, dies wird ja alles überprüft worden sein.

Sein Theorie stützt sich nun darauf, dass hier eine Mauer niemals existierte bzw von mir oder meinen Vorgängern abgerissen wurde.
Allerdings verstehe ich nicht, wie dies nun zusammenpasst, gibt es vielleicht eine Möglichkeit dies nochmals zu überprüfen und ist jeweils der letze Katasteramtsauszug maßgeblich ?
Gibt es irgendwo noch ältere Auszüge die man beim Amt einsehen kann ?

Weiterhin droht der Nachbar mir nun noch damit, dass er meine Gewerbe stilllegen wil, die sich in meinem MFH befinden, da es sich mittlerweile um eine reine Wohnstrasse handelt, denn die Brandschutzvorschriften würden bei dem gewerblichen Lager offenbar nicht eingehalten.
Wie ist es zudem mit dem Vorgehen der Ämter hier wird hier erst überprüft, wenn es zu einer Anzeige des Nachbarn kommt oder passiert dies erst, wenn das Amt selber die Sachlage geprüft hat, muss man mich da vorher anhören oder muss ich nun Zuhause sein und abwarten, wann ein Schreiben vom Amt mit einer Frist kommt ?
Ich denke dies ist wichtig, um festzustellen, ob ich hier eine Frist versäume und sich da was manifestiert oder nicht !

Zu guter letzt meinte er noch, dass angeblich meine Großmutter mit der Vorbesitzerin eine Vereinbarung getroffen habe, hier dies so zu belassen, allerdings kann dies nicht sein, da ich einen Vermögenspfelger hatte und meine Großmutter seinerzeit das Haus garnicht gehörte.
Zuletzt drohte er nun noch damit, dass er einen Schornsteinfeger aus Münster kennen würde und der könnte mir das Leben richtig schwer machen, wenn ich ihn nicht umsonst das Lager zur Verfügung stellen würde.

Meine Fragen nun mit den o.g, kann ich hier verlangen, dass mir der Eigentümer des Nachbarhauses offengelegt wird (Bitte mit dem passenden Paragrapghen benennen) und kann ich verlangen, dass mir alle Katasteramtszeichnungen gezeigt werden .

Danke

Sehr geehrter Ratsuchender,


nach § 12 der Grundbuchordnung haben Sie ein Einsichtsrecht, wenn Sie ein berechtigtes Interesse nachweisen können. Dieses liegt hier, wegen der drohnenden Auseinandersetzungen vor.


Eine Grenzvermessung könnten Sie jederzeit beim Katasteramt beantragen, wobei ich Ihnen derzeit dazu aber gar nicht raten würde. Wenn der Nachbar der Auffassung ist, eine Grenzverletzung sei gegeben, sollte er diese Neuvermessung auch in Auftrag geben, so dass ich diesebezüglich an Ihrer Stelle gar nichts unternehmen würde.

Die Katasteramtskarte können Sie als Eigentümer jederzeit einsehen; ob noch ältere Auszüge vorliegen, kann Ihnen verbindlich nur das Amt selbst beantworten; ich glaube jedoch nicht.


Wenn die derzeite Nutzung genehmigt worden ist, sollten Sie auch da nichts von sich aus unternehmen. Sollte das Amt tätig werden, müssen Sie zunächst angehört werden.

Das Schornsteinfeger außerhalb des Ihnen zugewiesenen Bezirkes nicht tätig werden, wird auch die Drohung mit dem Schornsteinfeger aus Münster ins Leere laufen.

Insgesamt würde ich Ihnen raten, die Räumung durchzusetzen und ansonsten nicht weiter tätig zu werden.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle


Nachfrage vom Fragesteller 05.05.2008 | 08:45

Danke

Ich habe vorhin grob gesagt in seinem Schreiben noch entdecken können, dass die Mauer, die dort steht bei einer BEgradigung 1957 errichtet wurde, es handele sich dabei offenbar aber nur um den vorderen und nicht seinen hinteren Teil betreffend Mauerstück.
Trotzudem sind sowohl auf den Karten von 1953 also davor und 1957 hier eine durchgängige Mauer auf meiner Seite zu sehen und diese wurde offenbar bis zum Bau 1970 auch nicht weiter verändert.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.05.2008 | 08:53

Sehr geehrter Ratsuchender,


auch dann sollten Sie nichts unternehmen, da der Nachbar nach Ihrer Schilderung ebenfalls nichts erfolgreich gegen Sie unternehmen kann.

Ich würde räumen und bei weiteren Belästigungen ein Unterlassungsverfahren einleiten.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Bewertung des Fragestellers 20.11.2008 | 00:26

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