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Nachbar ändert eigenmächtig die Grenzen unseres Grundstückes


| 22.04.2007 10:26 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag, ich brauche dringend Hilfe wie ich weiter vorgehen kann.
Mein Nachbar möchte sein Grundstück erweitern, da er der Meinung ist, dass die ursprünglichen Grenzen so verliefen, dass ein Stück unseres Grundstückes eigentlich ihm gehören würde. Diese Zustimmung dass unser Grundstück zu groß ist bekam er auch von den Nachbarn links- und rechtsseitig zu unserem Grundstück,wobei diese sich auf ihre Erinnerung an die ursprünglichen gerenzen berufen. Vor kurzem war eine Landvermessung, nach welcher unser Grundstück eigentlich genau so richtig ist wie es scheint zu sein! Problem nun: da noch keine Meinung der Offiziellen vorliegt bzw. diese zu diesem Thema nicht kontaktiert wurden "fällte" er unsere mühevoll vor einigen Jahren erbaute Pärgula, da er der Meinung ist sie stehe auf seimem Grundstück. Warum er dies nicht schon vorher bemerkte? Er kaufte sich das Grundstück letztes Jahr vom Vormieter und will nun sein Haus ausbauen wozu er wissen muss wie weit er bauen kann bzw. wie viel er uns vom Grundstück "wegnehmen" kann, um für sich ein möglichst großes Baugrundstück zu beanspruchen. Dies würde dann nicht nur die besagte Pärgula sondern auch zwei Bäume und 2 Meter unserer Tersse betreffen, die wir dann an den besagten Nachbarn abgeben müssten. Wie können wir nun gegen dieses Unrecht vogehen, oder ist er vielleicht sogar im Recht? Schließlich kauften wir uns dass Grundstück vor acht Jahren doch genau so wie es jetzt ist und wussten nichts von "früheren" Grenzen! Über eine schnelle Antwort würde ich mich sehr freuen.
22.04.2007 | 11:16

Antwort

von


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Heinrich-Brüne-Weg 4
82234 Weßling
Tel: 08153 8875319
Web: www.anwaeltin-heussen.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

1.Sie sollten schnellstmöglich handeln:
2.Zunächst weisen Sie den Nachbarn darauf hin, dass er sich schadensersatzpflichtig macht, wenn er ohne Ihre Zustimmung auf Ihrem Grundstück einen Baum fällt. Sollte der Nachbar gegen Ihren Willen Ihr Grundstück betreten, verständigen Sie die Polizei und zeigen den Nachbarn wegen Hausfriedensbruch und versuchter Sachbeschädigung (sollte der Baum bereits vom Nachbarn gefällt worden sein ist die Sachbeschädigung vollendet) an. Derzeit ist es nach Ihrer Schilderung so, dass der Baum auf Ihrem Grundstück steht. Sie haben das Grundstück so wie es ist gekauft und gehen daher derzeit davon aus, dass das Grundstück Ihnen gehört. Wenn der Nachbar anderer Ansicht ist, muss er das auf zivilrechtlichem/öffentlich-rechtlichem Wege einklagen. Er darf nicht zur Selbstjustiz greifen und willkürlich Bäume fällen.
3.Suchen Sie gleich morgen einen Kollegen vor Ort, der auf Baurecht und Nachbarschaftsrecht spezialisiert ist (hier finden Sie einen geeigneten Anwalt www.dav.de unter Anwaltssuche). Schildern Sie die Situation und lassen von ihm eine einstweilige Verfügung vorbereiten. Sollte der Nachbar dann Anstalten machen, zur Säge zu greifen, rufen Sie die Polizei und beantragen die einstweilige Verfügung gegen den Nachbarn.
4.Nach Ihrer Aussage wurde gerade neu vermessen. Sie können im Katasteramt erfragen, wo die Grundstücksgrenzen verlaufen. Dann haben Sie Klarheit. Sollte das Grundstück dann dem Nachbarn gehören, kann er nicht ohne weiteres den Abriss der Terrasse verlangen, wenn Sie nicht schuldhaft gehandelt haben und der Nachbar es geduldet hat, § 912 Abs. 1 BGB.
Lassen Sie den Nachbarn nicht gewähren. Sie sind der Eigentümer des Grundstücks, der Nachbar hat kein Recht, Maßnahmen auf Ihrem Grundstück willkürlich durchzuführen.


Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Nina Heussen
Rechtsanwältin
Diep, Rösch & Collegen
Fürstenstraße 3
80333 München
Tel: (089) 89 33 73 11 / (089) 45 75 89 50

info@anwaeltin-heussen.de
Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:

Meine Auskunft bezieht sich nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Bestimmte Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht abschließend geklärt werden, da es hier auf die Details im Einzelfall ankommt. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


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