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Nach der Bauabnahme


| 02.08.2006 18:47 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Guten Tag, ich brauche fachliche Hilfe. Es ist nach der Bauabnahme Rohbau. Bei Begehung wurde festgestellt, dass die Kellerwand hangseitig ca. 4 cm reingeknickt ist. Mein BU hat sofort Mehrputzaufwand empfohlen und ich habe dem nach Anrateten der Architektin zugestimmt. Inzwischen hat diese Wand mein bekannter Maurermeister gesehen und Alarm geschlagen, sofort Standsicherheitsnachweis fordern. Meine Architektin will mir einreden, dass der Knick durch schiefes Mauern zustandekam. Sie kann sich eine andere Ursache nicht vorstellen, obwohl ich ihr inzwischen Photos von normaler Wand gezeigt habe. Ein SV muß her, aber jetzt mein Problem: wenn eine Vereinbarung bezüglich Baumangel getroffen wurde, exsistiert der Baumangel noch oder ist der BU fein raus? Wichtig Danke Lena

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Sehr geehrte Ratsuchende,


der Bekannte hat vollkommen Recht.


Da es sich um eine hangseitige Mauer handelt, besteht zumindest die Gefahr, dass die Standfestigkeit nicht mehr gegeben ist. Hier sollten Sie auch die Statiker unbedingt informieren.

Auch sollte in der Tat ein Sachverständiger herbeigezogen werden.

Sofern die Gegenseite dieses nicht will, bleibt nur noch das gerichtliche Beweissicherungsverfahren übrig.


ABER Sie haben das Problem schon richtig erkannt. Ist die Abnahme mit Abnahmeprotokoll erfolgt, könnte die Gegenseite (BU) hier nun einwenden, dass die vorbehaltlose Abnahme erfolgt sei.

Dieses kann aber dann nicht durchgreifen, wenn OFFENSICHLICH GROBE MÄNGEL vorliegen, und dieses wird der Fall bei einem Abknicken an dieser sensiblen Stelle sein.

Lassen Sie sich daher nicht auf die Abnahme vertrösten, und fechten Sie diese auch vorsorglich schriftlich wegen Irrtums sofort an, da Sie die gesamte Ptroblematik bei Erklrungsabgabe nicht erkennen konnten.

Machen Sie bitte auch deutlich, dass selbst bei der Teilabnahme spätere auf dieses fehlerhafte Gewerk beruhende Mängel nicht ausgeschlossen sind.


Läßt sich die Gegenseite auf nichts ein, sollten Sie dann sofort einen Anwalt aufsuchen, um zügig das Verfahren einzuleiten, da schlimmstensfalls durch die Bauaufsichtsbehörde auch ein Baustopp drohen kann.


Daneben sollten Sie auch der Architekten (aber bitte vorsichtig, sonst kündigt diese den Vertrag) deutlich machen, dass auch diese in der Haftung steht.



Ich wünsche Ihnen, dass dieses schnell in Ihrem Sinne geregelt werden kann.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 02.08.2006 | 19:20

Es ist nach der Bauabnahme und die Architektin war mitdabei. Durch ihre falsche Schlußfolgerungen habe ich den Mehrputz anerkannt. Kann mir der BU mein Anfechten wegen Irrtums zunichtemachen mit der Behauptung, ich habe doch die fachliche Hilfe dabei ??

Danke für die schnelle Antwort Lena

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.08.2006 | 23:54

Sehr geehrte Ratsuchende,


dass es nach der Abnahme gewesen ist, ist schon deutlich geworden, ebenso dass die Architekten diesen -aus meiner Sicht- unvernünftigen Rat gegeben hat (für den sie dann auch noch einzustehen hat).

Das ändert aber nichts daran, dass der BU hier wohl einen groben Fehler gemacht hat, der ggfs. -und dafür brauchen Sie den Sachverständigen- eine Abnahme schon gänzlich ausschließt, da es eben noch nicht einmal eine ansatzweise vertragsgerechte Erfüllung ist.

Das Anfechten hängt auch nicht von dem Wohlwollen und Einverständnis des BU ab, wobei Sie zur der Frage der "fachlichen Hilfe" lieber auf Ihren Bekannten hören sollten.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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