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Nach Verkehrsunfall Handgelenke zerstört. Versicherung will Fall schnell abfinden.


| 01.02.2007 13:27 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Guten Tag,
1991 hatte ich einen Verkehrsunfall (Motorrad gegen Auto, ich war nicht schuld) bei dem beide Handgelenke verletzt wurden. Links eine Bandverletzung und rechts eine Kahnbeinverletzung. Beide Verletzungen so schwer bzw. kompliziert das mir damals die behandelnden Ärzte sagten, das ich in ca. 10 Jahren Probleme mit den Handgelenken kriegen werde. Ich bekam dann Schmerzensgeld, eine 25% Erwerbsminderung und die Option, dass wenn sich der zustand der Handgelenke verschlechtert, auf 30% oder mehr, neu verhandelt wird.
Beruflich hatte ich Fleischer gelernt, musste aber aufgrund der Unfallverletzungen eine Umschulung machen (1993 – 1995 zum Kommunikationselektroniker). Hab dann 2001 nochmal eine Umschulung (2001 – 2002 zum Fachinformatiker) machen müssen, kann aber jetzt aufgrund der Handgelenksverletzungen in keinem der Berufe mehr arbeiten.
2005 wurde eine 30%tige Erwerbsminderung (andere Ärzte sagten 35%) von der BG Duisburg festgestellt (das Gutachten wurde von meinem Anwalt, der auch damals mein Anwalt war, bei der Versicherung des Unfallschuldners angefordert) .
Der Vorgang wurde 2005 von der Versicherung wieder aufgenommen. Es gab 2005 auch eine kleine Schmerzensgeld Zahlung.
Heute kann ich mit meinen Händen kaum mehr was machen, meine Berufe kann ich nicht mehr ausführen, habe sehr viele Einschränkungen im privaten Bereich, leide fast ständig unter schmerzen und mache zurzeit eine Schmerztherapie.
Die letzte Lösung die mir die Ärzte anbieten um wenigstens die Schmerzen zu lindern ist eine Teilversteifung (wenn überhaupt machbar), tendieren aber eher zu einer Vollversteifung erstmal des rechten (ich bin Rechtshändler) Handgelenkes, da das die meisten Probleme verursacht, später das linke. Die Garantie dass die Schmerzen aufhören gibt mir keiner. 2005 wurde am rechten Handgelenk schon eine Nervendernervierung (durchtrennen der Schmerzleitenden Nerven) operativ durchgeführt. Ohne Erfolg. Lange Heilung, noch mehr schmerzen.
Ich bin schon lange Arbeitssuchend und muss trotz meiner Beruflichen Qualifikationen von der ARGE leben. Die letzte Untersuchung des Ärztlichen Dienst war 2006. Der Bericht für die ARGE ergab, das ich meine Berufe nicht mehr ausführen kann und das man auch keine Möglichkeit sehe, mir Beruflich weiterhelfen zu können (wörtlich der ARGE Mitarbeiter: Ich habe gehofft, man schickt sie in Rente, ich kann nichts für Sie tun, noch nicht einmal ein 1€ Job. Wir werden Sie in Zukunft in Ruhe lassen).
Die Ärztin des Ärztlichen Diensts sagte auch zu mir, ich soll eine Erwerbsgeminderten Rente beantragen, wär aber schwer heutzutage, ich wär ja noch jung (ich bin 38 Jahre) usw. bla bla.
Die Versicherung drängt jetzt darauf den Fall mit einer Geld Zahlung abzuschließen. Sie sagt, „Eine Begutachtung in der BG Duisburg sei nicht mehr nötig“. „Wenn ich ja die „unumgängliche Teilversteifung über mich ergehen lasse“ , würde es mir ja dann wieder besser gehen als JETZT und ich ja dann JETZT für eine Abfindung besser dastehe“.
Obwohl eine Teilversteifung mit großer Wahrscheinlichkeit gar nicht in Betracht kommt, sondern eine Vollversteifung und die würde wie die Teilversteifung die MdE noch erhöhen. Und ob mich der Eingriff von den Schmerzen befreit ist ja auch nicht gesagt.
Mein Anwalt hat leider nicht so viele Ideen. Da kommt nicht viel.
Ich werde nie wieder einen Job kriegen. Jemanden mit solchen Einschränkungen stellt heut niemand mehr ein. Auch mein privates leben ist stark eingeschränkt. Meine Handgelenke sind nicht mehr belastbar oder nur unter großen Schmerzen. Schon Bewegungen führen zu Schmerzen.
Ich weiß nicht mehr weiter. Wenn ich mir die heutige soziale Lage anschaue. Durch den Unfall habe ich jede soziale Absicherung verloren.
Meine Fragen:
1. Steht mir nicht mehr zu als eine Abfindung? Habe ich nicht Anspruch auf eine Rente?
2. Mein Anwalt wird ja von der Versicherung bezahlt.
Kann ich noch einen anderen Anwalt hinzuziehen und wer zahlt ihn? Oder den Anwalt wechseln?
3. Welchen Schritt sollte ich als nächsten machen?

Vielen Dank für ihre Hilfe

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Keine Rente erhalten Sie, wenn Sie eine Beschäftigung mit 6 Stunden und mehr ausüben, bei 3 Stunden bis unter 6 Stunden erhalten Sie die halbe Erwerbsminderungsrente und bei unter drei Stunden die volle Erwerbsminderungsrente.

Seit dem 01.01.2001 ist die bisherige Berufs-und Erwerbsunfähigkeitsrente entfallen.

Bei der Erwerbsminderungsrente wird lediglich auf den Gesundheitszustand abgestellt, so dass Sie auf alle möglichen Tätigkeiten auf dem Arbeitsmarkt verwiesen werden können. Dies ist bei Ihnen nach Ansicht der ARGE aber nicht der Fall.

Rente wegen voller oder teilweiser Erwerbsminderung erhalten auf Antrag Versicherte, die

a) eine Wartezeit von 5 Jahren erfüllt haben,
b) in den letzten 5 Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung mindestens 36 Pflichtbeiträge nachweisen können und
c) aus gesundheitlichen Gründen nur noch weniger als 3 oder 6 Stunden täglich arbeiten können.

Aufgrund Ihrer Ausführungen kann ich nicht abschließend prüfen, ob Sie diese Voraussetzungen erfüllen.

Nach den Bestimmungen des SGB VI und SGB IX haben Leistungen zur Teilhabe einschließlich medizinischer Therapie und Rehabilitation Vorrang vor Rentenleistungen.
Wenn Ihnen der Versicherungsträger eine Reha-Verfahren anbietet, sollten Sie diese Maßnahme antreten oder eine Wiedereingliederungsmaßnahme nach § 28 SGB IX versuchen.
Damit bekunden Sie Arbeits- und Therapiebereitschaft. Wenn die Wiedereingliederung scheitert, kann insoweit auf die Leistungsbeurteilung rückgeschlossen werden.
Werden Ihnen Reha-Anträge bspw. von der Krankenkasse oder dem Arbeitsamt empfohlen, sollten Sie auch einen Reha-Antrag stellen.
Die Einzelheiten müssen Sie mit Ihrem Anwalt besprechen. Nach Ihren Ausführungen dürfte dies jedoch auch nicht einschlägig sein.

Wenn Sie mit Ihrem jetzigen Rechtsbeistand nicht zufrieden sind, können Sie das Mandatsverhältnis kündigen und einen anderen Kollegen beauftragen, der seinerseits eine Deckungszusage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung erwirken müsste.

Sie sollten von Ihrem Anwalt prüfen lassen, ob Sie Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente haben und wenn ja, wie hoch die wäre.

Andere Empfehlungen lassen sich aus der Ferne leider nicht geben.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2006
info@kanzlei-roth.de
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