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Nach Verkauf vom Polo wurden Unfallschäden bekannt


| 10.08.2017 22:07 |
Preis: 50,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von



AM 4.6.2014 hat meine Frau für ihr Gewerbe einen VW Polo 1.2 TDI EZ Dez. 2011 bei einem Händler gekauft.

Der Kilometerstand wurde mit 120.000 km angegeben. Auf Anfrage zu Vorschäden wurde lediglich angegeben, dass die Tür und Kotflügel vorne rechts nachlackiert wurden und die Stoßstange ausgetauscht wurde. Das Checkheft wurde auch mitgegeben.

Demnach wurde das Fahrzeug bei VW durchgängig gepflegt. Es gab keine Auffälligkeiten. Die Vorgängerfirma hatte das Fahrzeug geleast und war Erstbesitzer. Da wir keine Autoprofis sind, bestand für uns kein Grund, misstrauisch zu werden.

Am 4.8.2017 haben wir das Auto an einen Käufer aus Kroatien verkauft. Dabei hatte es bereits ca. 178.700 km auf dem Tacho, aber immer noch im guten technischen Zustand. Die nötigen Servicearbeiten wurden ebenfalls durchgeführt. Natürlich haben wir dem Käufer die uns bekannten Informationen weiter gegeben.

Nach Abholung teilte uns der Käufer aus Kroatien mit, dass das Fahrzeug laut VW Service mindestens 2 Unfallschäden in 2012 und 2013 hatte. Auch hat das Fahrzeug mit 85 tkm einen Austauschmotor bekommen.

Wir haben unsererseits bei VW nachgefragt. Im Wesentlichen wurden diese Angaben bestätigt. Laut VW sollte der Austauschmotor im Checkheft eingetragen sein. Dies war aber nicht der Fall.

Der Händler aus Kroatien fordert nun von uns das Geld zurück bzw. eine Preisminderung. Er droht mit Klage.

Wir unsererseits sehen uns vom Händler betrogen da er diese wichtigen Angaben zu Unfallschäden und zum Austauschmotor verschwiegen hat.

Wie gehen wir jetzt vor? Können wir gegen den Verkäufer vorgehen?
11.08.2017 | 02:01

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Sie können durchaus Schadensersatz von dem Verkäufer fordern, allerdings müssen Sie dafür nachweisen, dass der Verkäufer Sie arglistig täuschte. Sie müssen also nachweisen, dass der Verkäufer von den Mängeln wußte und Ihnen NICHTS davon sagte. Das kann nach der Zeit schwierig werden. Hierbei müssen Sie sich auch beeilen, weil Ihre Ansprüche gegen den verkäufer zum Jahreswechsel 2017/2018 verjähren.

Gegen den Verkäufer haben Sie primär Anspruch auf Neulieferung oder Nachbesserung, erst wenn das zweimal scheitert oder der Verkäufer dies endgültig verweigert, haben Sie Anspruch auf Minderung. Hierbei ist zu beachten, dass der Käufer seinerseits gegen Sie die gleichen Ansprüche hat, d.h. er kann nicht sofort Rücktritt oder Minderung fordern, sondern muß Ihnen erstmal Gelegenheit zur Neulieferung/Nachbesserung geben.

Ich empfehle daher, dem Verkäufer eine kurze Frist zur Neulieferung/Nachbesserung zu setzen und gegenüber dem Käufer Ihr Vorgehen offenzulegen. Wenn die Frist versäumt wird, sollten Sie Minderung verlangen und den Minderungsbetrag mit dem Käufer abstimmen.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 11.08.2017 | 23:24

Vielen Dank!

folgendes Schreiben haben wir an den Verkäufer vorbereitet:

"...
Sehr geehrte Damen und Herren,
Am 4.6.2014 habe ich bei Ihnen das oben genannte Fahrzeug gekauft. Der Kauf ist auf Ihre Anzeige bei mobile.de zustande gekommen.
Der Kilometerstand wurde mit 120.000 km angegeben. Auf Anfrage zu Vorschäden wurde lediglich angegeben und im Kaufvertrag vermerkt, dass die und Kotflügel vorne nachlackiert und die Stoßstange erneuert wurden. Das Checkheft wurde ebenfalls mitgegeben. Demnach wurde das Fahrzeug bei VW durchgängig gepflegt
Am 4.8.2017 haben wir das Auto an einen Käufer verkauft. Nach Abholung teilte uns der Käufer aus mit, dass das Fahrzeug laut VW Service mindestens 2 Unfallschäden in 2012 und 2013 hatte. Auch wurde das Dach nachlackiert. Bei 85 tkm. Hat das Fahrzeug einen Austauschmotor bekommen.
Wir haben unsererseits bei VW nachgefragt. Im Wesentlichen wurden diese Angaben bestätigt. Laut VW sollte der Austauschmotor im Checkheft eingetragen sein. Dies war aber nicht der Fall.
Somit waren Ihre Angaben falsch.
Hiermit gebe ich Ihnen Gelegenheit zur Nachlieferung / Nachbesserung bzw. Alternativ geben wir Ihnen eine Gelegenheit zur Rückabwicklung bzw. Preisminderung.
Hierfür setzen wir Ihnen eine Frist bis zum 26.8.2017.

Mit freundlichen Grüßen,
...."

Soweit korrekt?
Danke & Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.08.2017 | 16:56

Sehr geehrter Ratsuchender,

das Schreiben ist in Ordnung, wobei ich naturgemäß die darin genannten Tatsachen nicht prüfen kann.

Mit freundlichen Grüßen,
Robert Weber
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 14.08.2017 | 07:47


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