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Nach Trennung den Anteil des gemeinsamen Hauses der Exfreundin abkaufen...

| 01.10.2014 12:53 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Im Mai 2013 haben meine Ex-Lebensgefährtin und ich zusammen( 50:50) ein Haus gekauft im Wert von 384000 Euro, hinzu kamen noch die üblichen Nebenkosten ( Makler,Notar, Grunderwerbsteuer, Grundbuch). Es musste bei der Bank ein Kredit von 224000 Euro von uns Beiden aufgenommen werden.
Nun kam es zur Trennung und ich bewohne das Haus allein und tilge den Kredit. Sie nahm sich eine neue Wohnung.
Da wir trotzdem noch ein gutes Verhältnis zueinander haben( schon wegen der Kinder) haben wir uns nun darauf geeinigt, dass ich ihr ihre Haushälfte für 80000 Euro abkaufe.
Die Bank ist einverstanden, dass ich den Kreditvertrag komplett übernehme.( 220000 Euro)
Da wir nicht verheiratet waren, muss ich nun natürlich noch einmal Grunderwerbssteuern für den Kauf ihrer Haushälfte bezahlen.Wir sind Beide daran interessiert diese Kosten so gering wie möglich zu halten.
Nun meine Frage:
Welchen Betrag akzeptiert das Finanzamt als Kaufpreis und deklariert einen Teil nicht noch als Schenkung ( Steuern dann ja 40 %)? Könnte man denn noch einen geringeren Betrag als Kaufpreis einsetzen oder haben wir Pech und das Finanzamt geht sogar vom Verkehrswert des Hauses aus und verlangt dafür 5% Grunderwerbssteuer?

Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Von der von Ihnen in Betracht gezogenen Lösung, einen geringeren als den tatsächlich vereinbarten Kaufpreis anzugeben, ist dringend abzuraten:


Einen festen Betrag, den das Finanzamt akzeptieren würde, ohne eine Schenkung anzunehmen, lässt sich nicht pauschal nennen. Sie gehen mit der von Ihnen angedachten Lösung jedoch ein hohes Risiko ein:

Der Vertrag ist insgesamt beurkundungsbedürftig, das heißt, dass ein falscher Kaufpreis zur Nichtigkeit des Vertrages führt. Darüber hinaus sind Sie als Käufer nicht abgesichert, da Sie, falls Ihre frühere Freundin den tatsächlich vereinbarten Kaufpreis nicht zahlt, keine Möglichkeit zur Durchsetzung Ihres Zahlungsanspruchs haben.

Des weiteren dürfte eine solche Vereinbarung nicht nur steuerstrafrechtliche Konsequenzen haben, es wird auch die Auffassung vertreten, dass Sie damit einen Betrug gegenüber dem Notar begehen, da sich dessen Gebühren nach dem vereinbarten Kaufpreis richten.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-

Nachfrage vom Fragesteller 01.10.2014 | 15:15

Sehr geehrte Fr.Holzapfel, schon mal danke für Ihre Antwort, die meine Frage allerdings nur zum Teil beantwortete.
Noch einmal zum Verständnis. Ich zahle meine Exlebenspartnerin aus und sie ist einverstanden mit einem Kaufpreis von 80000 Euro den ich an sie bezahle und ich übernehme den Kredit von 220000 Euro vollständig, was mit der Bank abgeklärt ist. Meine Frage war, anhand der ihnen vorliegenden Zahlen ( damaliger Kaufpreis 384000 zzgl Nebenkosten) sehen sie da noch irgendwo einen Hindernisgrund oder muss man von 384000 Euro ausgehen und davon 50 % und das wäre dann der Kaufpreis ( also ihre Hälfte) Wir sind uns einig . Sie verlangt von mir 80000 Euro und das ich ihren Anteil vom Kredit mit übernehme.?? Oder anders gefragt , können wir mit dieser Variante zum Notar, oder sehen sie da Probleme auf uns zukommen?( Hatte bei einem Notar nämlich mal angefragt, der aber nicht grosse Lust hatte mir Auskunft zu geben und was von Problemen faselte :-(() Grüsse

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.10.2014 | 17:20

Sehr geehrter Fragesteller,



gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:


Wenn alle Erklärungen wahrheitsgemäß beurkundet werden, sehe ich keine Probleme. Allerdings besteht bei der von Ihnen beschriebenen Situation die Gegenleistung für die Übertragung der Haushälfte nicht nur in der Zahlung von 80.000 €. Sie übernehmen zusätzlich die auf der übertragenen Haushälfte lastenden Schulden von 110.000 €. Dies ist schließlich Teil der Vereinbarung. Ihre Gegenleistung beträgt damit 190.000 €. Dies wird üblicherweise dann auch so beurkundet.

Der Betrag von insgesamt 190.000 € entspricht annähernd dem hälftigen Kaufpreis beim Erwerb.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel



Bewertung des Fragestellers 01.10.2014 | 20:53

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