Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Nach Tod Schwiegervater (Wohnrecht) Einforderung von entgangenen Mieteinnahmen


04.03.2007 22:14 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Kinder (Vater verstorben) sind mit meinem Schwager Miterben beim Nachlass meines Schwiegervaters. Die Schwiegermutter ist seit zwanzig Jahren verstorben.

Das Haus, indem mein Schwiegervater bis zu seinem Ableben wohnte, gehört seit 25 Jahren meinem Schwager. Gleichzeitig mit der Schenkung dieses Hauses an meinen Schwager wurde meinem Mann ein Haus geschenkt. Da unser Haus in einer besseren Wohngegend liegt, hat mein Mann meinem Schwager damals 100.000 DM als Ausgleich gegeben.

Wohnrecht hatten meine Schwiegereltern in beiden Häusern. Sie blieben aber im Hause meines Schwagers wohnen und zahlten die laufenden Betriebskosten.

Nach dem Ableben meines Schwiegervaters fordert nun mein Schwager für die ihm entgangene Miete einen Ausgleich für 25 Jahre ein (Anteil Kinder fast 100.000 Euro).

Die Nachforderungen bzgl. des Ausgleiches sind höher als das Erbe. Die Kinder müssen einiges an meinen Schwager zahlen.

Ist das wirklich so rechtens?

Mein Mann hat vor seinem Ableben alles testamentarisch festgelegt. Er hat weder in seinem Testament, noch mir mündlich, von einem noch zu leistenden Ausgleich bezüglich des Wohnrechtes meines Schwiegervaters etwas mitgeteilt.

Auf meine Nachfrage bei meinem Schwager meinte er, dass er sich bei seinem Anwalt erkundigt habe und dass das alles seine Ordnung hat. Wir hätten in all den Jahren mietfrei in dem uns geschenkten Haus wohnen können, er aber habe sein Haus in Hamburg abzahlen müssen und hätte nicht über das ihm geschenkte Haus verfügen können.

Wir haben ein gutes verwandtschaftliches Verhältnis, das ich nicht stören will, falls es nicht unbedingt nötig ist.

Besten Dank im Vorraus.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Dame,

im Rahmen einer Erstberatung beantworte ich Ihre Frage:

Ihr Schwager hat kein Ausgleichsrecht für entgangene Mieten oder ähnliches, denn Ihr Schwiegervater hatte ein Wohnrecht.
Im Hinblick auf das zu Lebzeiten an Ihren Mann geschenkte Haus hat Ihr Schwager ebenfalls ein Ausgleich erhalten, so dass ich keine Anspruchsgrundlage Ihres Schwagers zu erkennen vermag.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: info@kanzlei-hermes.com.
Sollte es Schriftverkehr zwischen dem Anwalt Ihres Schwagers und Ihnen bze. Ihren Kindern geben, können Sie mir diesen gerne übersenden. Ich werde die Sache sodann erneut prüfen.

Mit besten Grüßen

RA Hermes

Nachfrage vom Fragesteller 05.03.2007 | 18:25

Sehr geehrter Herr Hermes,

besten Dank für Ihre Antwort.
Auf welchen Paragraphen kann ich mich bezüglich „Gratis“-Wohnrecht beziehen? Ich würde gerne Fakten auf den Tisch legen, da die Sachlage bei den Anwälten scheinbar doch verschieden ausgelegt wird.
Bei einer telefonischen Nachfrage bei einem hiesigen Anwalt wurde mir gesagt, dass solche Ausgleichszahlungen durchaus üblich seien. Da es sich dabei aber um den Nachlass meines Schwiegervaters handle, sei ich nicht betroffen (weder beim Erbe noch bei der Nachforderung). Dies ist m. E. wieder unlogisch bei der Nachforderung, da ich ja auch über viele Jahre den Nutzen in unserem Haus hatte, wo der Schwiegervater das Wohnrecht nicht nutzte.

Mit besten Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.03.2007 | 19:17

Vielen Dank für die Nachfrage.
Ein Paragraphen für ein "Gratis Wohnrecht" existiert nicht.
Für die Bewertung des Nachlasses spielt weder das Haus noch das Wohnrecht eine Rolle und allein darauf kommt an. Dass zum damaligen Zeitpunkt keine Ausgleichszahlungen über den Betrag von 100.000 EUR geflossen sind, spielt ebenfalls keine Rolle mehr. Die Häuser sind bereits zu Lebzeiten vom Erblasser, dem Schwiegervater, auf Ihren Schwager bzw. Ihren Mann übertragen worden und damit nicht mehr Bestandteil der Erbmasse und eine Ausgleichszahlung auch nicht mehr im Rahmen eines Pflichtteilergäzungsanspruches relevant. Das Wohnrecht ist mit dem Tod des Schwiegervaters erloschen.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER