Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Nach Schenkung und Eigennutzung Verkauf eines Hauses


24.01.2006 17:39 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Hallo und einen schönen guten Abend,
mir wurde vor 4 Jahren ein Haus inkl. Grundstück von meinen Eltern als Schenkung übertragen und von mir selbst bewohnt. Der damalige Wert unterschritt die freigenze bei Schenkungen von 205 tsd €.
Wenn ich jetzt dieses Haus verkaufen würde für einen wert von ca angenommen 350 tsd € , muß ich dann nachträglich Schenkungssteuer zahlen, und gilt hier auch das Spekulationsgeschäft vielleicht ?
Vielen dank für Ihre Unterstützung.
Mit freundlichem Gruß
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Anfrage, die ich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes beantworten darf.

1.
Eine Schenkungssteuer fällt nur dann an, wenn tatsächlich eine Schenkung stattfindet. Sie kann nur einmal je Schenkungsvorgang anfallen bzw. fällt entsprechend nicht an, wenn der Wert der Schenkung unter dem Freibetrag verbleibt. Dies ist auch vorliegend der Fall, auch da es sich bei einem Verkauf um keine Schenkung handelt, so dass Sie beim Verkauf keine Schenkungssteuer zahlen müssen.

Nachfolgend die für de Steuerpflichtigkeit vorgesehenen Vorgänge:

ErbStG § 1 Steuerpflichtige Vorgänge
(1) Der Erbschaftsteuer (Schenkungsteuer) unterliegen
1. der Erwerb von Todes wegen;
2. die Schenkungen unter Lebenden;
3. die Zweckzuwendungen;
4. das Vermögen einer Stiftung, sofern sie wesentlich im Interesse einer
Familie oder bestimmter Familien errichtet ist, und eines Vereins, dessen
Zweck wesentlich im Interesse einer Familie oder bestimmter Familien auf
die Bindung von Vermögen gerichtet ist, in Zeitabständen von je 30 Jahren
seit dem in § 9 Abs. 1 Nr. 4 bestimmten Zeitpunkt.

2. Spekulationsgeschäft

Der Begriff Spekulationsgeschäft wurde 2002 abgeschafft. Nunmeh fallen hierunter die sog. privaten Veräußerungsgeschäfte. Zu diesen Zählen zB. auch die Anschaffung und Veräußerung von Sachen und Grundstücken im Zeitraum von 10 Jahren. Geregelt ist die Beseteuerung in § 23 EStG. Da die Steuer jedoch eine Anschaffung voraussetzt und die Anschaffung wiederum eine Entgeltlichkeit zur Voraussetzung hat, fält die Schenkung und somit auch der nachträgliche Fall auch nicht unter diese Steuerart.

Ich hoffe,Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen



Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 24.01.2006 | 19:11

Hallo und vielen dank für die schnelle Antwort,
also wenn ich Sie richtig verstanden habe, würde die einmal entschiedene Zusage das keine Schenkungsteuer anfällt da der Wert damals unter den Freibetrag lag, und auch nicht nach gefordert werden könnte wenn ich dieses Haus jetzt zu einem deutlich höherem Preis verkaufen würde.
Ist das so korrekt ?
Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.01.2006 | 20:11

Ja, so ist es, da der Verkauf eben keine Schenkung ist und der Wert bei der damaligen Festsetzung in höhe von € 205.00,00 bereits festgelegt worden ist. Eine Nachforderung dürfte aus dem Grund der Festlegung (Gutachter ?) ebenfalls nicht zu befürchten sein.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER