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Nach Restschuldbefreiung noch Forderung / Vollstreckung möglich?

| 28.12.2020 22:18 |
Preis: 40,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


16:37

Zusammenfassung:

Geltendmachung einer Forderung trotz Restschuldbefreiung

Hallo,

ich bin etwas verzweifelt.

Ich bin am 30.06.2015 in die Privatinsolvenz gegangen mit 3 Gläubigern ( A / B / C )

Ich habe im Mai diesen Jahres auf anraten meiner Insolvenzverwalterin einen Antrag auf vorzeitige Restschuldbefreiung gestellt. Kurze Zeit später, bekam ich vom Amtsgericht einen Brief, dass alle Gläubiger zunächst angehört werden. Am 31.07.2020 kam der Bescheid vom Amtsgericht, dass keine Versagung gegen die Restschuldbefreiung vorliegt und sie mir mit dem Bescheid erteilt wurde.

Nun bekam ich im Dezember ein Schreiben von einem Inkasso Dienst, dass Gläubiger " C " Forderung mit allen Wirkungen und Nebenrechten die Forderung an die abgetreten hat. Laut Inkasso, wurde die Forderung am 31.07.2020 abgetreten.

Mittlerweile bekam ich auch ein Schreiben des Gläubigers, wo er mir dasselbe mitteilte. Ich habe dem Inkasso meine Restschuldbefreiung geschickt und die haben das Konto auf erledigt gesetzt und stellen nun Regressanspruch gegenüber dem Gläubiger.

Meine Frage oder besser gesagt Angst ist nun, dass der Gläubiger im nachhinein wieder auf mich zukommt und bei mir nachträglich vollstrecken will / kann.

So und nun meine Frage, kann mir da noch etwas passieren? Meine Insolvenzverwalterin teilte mir mit, dass sie nicht mehr für mich zuständig ist, mir aber so nichts passieren sollte, ok gut, aber das Wort " sollte ", macht mir da etwas Angst. Die Forderung war auch übrigens Teil der Insolvenzmasse, aber stimmte nicht mit der Forderung des Inkasso überein. Ich kann es mir nur so erklären, dass im Laufe der Jahre, der Gläubiger Zinsen und Gebühren weiterhin veranschlagt hat, gegenüber der angemeldeten Forderung. Ich würde mich über eine Antwort freuen.

Mit freundlichen Grüßen

28.12.2020 | 23:21

Antwort

von


(1412)
Hochwaldstraße 16
61231 Bad Nauheim
Tel: 0176/61732353
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Die Forderung des Gläubigers unterliegt der Restschuldbefreiung. Auch wenn die Forderung nicht in korrekter Höhe zur Insolvenztabelle angemeldet und festgestellt wurde, unterliegt die Forderung in voller Höhe der Restschuldbefreiung.

2. Die Erlangung der Restschuldbefreiung führt allerdings nicht zum Erlöschen der Forderung, allerdings ist die Forderung dauerhaft einredebehaftet. D.h. Sie können jedem Insolvenzgläubiger die Restschuldbefreiung entgegenhalten.

3. Sollte die Gläubigerin im Falle einer Titulierung der Forderung vollstrecken wollen, müssen Sie hierauf mit einer Vollstreckungsgegenklage und dem Antrag auf einstweilige Einstellung der Zwangvollstreckung reagieren.

4. Insoweit müssen Sie aufgrund der Erteilung der Restschuldbefreiung nichts befürchten. Erst wenn die Gläubigerin Anstalten macht die Forderung beizutreiben, müssen Sie tätig werden und einen Rechtsanwalt/Rechtsanwältin hinzuziehen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

Rückfrage vom Fragesteller 30.12.2020 | 12:53

Sehr geehrter Herr Schröter,

vielen Dank für Ihre verständliche Antwort.

Macht es in Ihren Augen Sinn, den Gläubiger und das Inkasso Unternehmen nochmals darauf hinzuweisen, dass mir die RSB erteilt wurde und bei Vollstreckungsversuchen, ich Vollstreckungsgegenklage einreichen werde?

Würden Sie ein mögliches Verfahren auch übernehmen? Allerdings muss ich erwähnen, dass ich im Norden von Deutschland wohne und persönliche Vorstellungen schwierig wären.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 30.12.2020 | 16:37

Vielen Dank für die Rückmeldung.

Teilen Sie vorsorglich und schriftlich dem Gläubiger C mit, dass Ihnen die Restschuldbefreiung erteilt wurde. Kündigen Sie an, dass im Falle, dass die Insolvenzforderung, die der Restschuldbefreiung unterliegt, geltend gemacht wird, Sie anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Gerne können Sie dann auf mich zukommen. Für eine Vertretung bedarf es keiner persönliche Vorsprache.

Alles gute und guten Rutsch.

Marcus Schröter
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 30.12.2020 | 12:55

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Super schnelle Antwort bekommen, auch sehr verständlich! Ich würde mich jederzeit wieder an Herrn Schröter wenden! TOP!

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 30.12.2020
5/5,0

Super schnelle Antwort bekommen, auch sehr verständlich! Ich würde mich jederzeit wieder an Herrn Schröter wenden! TOP!


ANTWORT VON

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