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Nach Mutterschutz krank

18.01.2013 19:00 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Hallo,

ich habe im September meine Tochter im 9. Monat tot zu Welt gebracht. Bin noch bis zum 25.01.2013 in Mutterschutz, also erster Arbeitstag ist Montag der 28.01.2013.
Hier anbei noch die Vorgeschichte (http://www.frag-einen-anwalt.de/Kuendigung-durch-Arbeitgeber-nach-Mutterschutz-wegen-Krankheit-__f207510.html)

Jetzt haben meine Arbeitgeber (per email) um einen Gesprächstermin für nächste Woche gebeten, um alles weitere zu besprechen. Ich habe auf das Ankündigen, dass ich am 28.01.2013 meine Arbeit wie gewohnt wieder aufnehmen werde, keine Reaktion erhalten. Das ist jetzt fast vier Monate her. Ich weiß, dass diese mich in dem Gespräch wieder zu einem Aufhebungsvertrag überreden wollen. Ich sehe mich momentan psychisch noch nicht in der Lage, einem solchen Gespräch stand zu halten und werde auch noch auf Anraten meiner Therapeutin und meinem Arzt nach dem Mutterschutz krank sein.
Nun meine Fragen:

Muss ich an dem Gespräch teilnehmen? Oder kann ich schreiben:

„Leider kann ich die von Ihnen genannten Terminvorschläge nicht wahrnehmen, da ich voraussichtlich nach Ablauf des Mutterschutzes aus gesundheitlichen Gründen meine Arbeit noch nicht wieder aufnehmen kann. Das ärztliche Attest lasse ich Ihnen auf dem Postweg zukommen…."

Was kann noch auf mich zukommen? Wenn ich arbeitsunfähig bin, und einen festen Arbeitsvertrag habe, können Sie mich doch im Krankenstand nicht ohne weiteres kündigen?

Vielen Dank

Mit freundlichen Grüßen
18.01.2013 | 21:02

Antwort

von


(746)
Wambeler Str. 33
44145 Dortmund
Tel: 0231 / 13 7534 22
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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt beantworte:





Frage 1:
"Muss ich an dem Gespräch teilnehmen?"




An dem Gespräch müssen Sie nicht teilnehmen, wenn Ihnen Ihr behandelnder Arzt hierfür ein Attest ausstellt.



Sie befinden sich aufgrund des Erlebten in einer psychischen Ausnahmesituation. Diese Situation wird sich durch ein solches Gespräch wohl nur verschlimmern, da Sie angeben, man wolle Sie ohnehin nur zur Aufhebung des Arbeitsvertrages drängen.


Das Attest sollten Sie sich umgehend besorgen und einreichen.





Frage 2:
"Was kann noch auf mich zukommen? Wenn ich arbeitsunfähig bin, und einen festen Arbeitsvertrag habe, können Sie mich doch im Krankenstand nicht ohne weiteres kündigen?"



Der Arbeitgeber wird sich vermutlich in Bezug auf die Entgeltfortzahlung von 6 Wochen querstellen und argumentieren, dass Sie bereits länger als 6 Wochen krank seien.
Dies ist aber unerheblich, da Sie nach dem Urteil des BAG vom 29. 9. 2004 (Az. <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=5%20AZR%20558/03" target="_blank" class="djo_link" title="BAG, 29.09.2004 - 5 AZR 558/03: Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall - Erwerbsunfähigkeit">5 AZR 558/03</a> ) auch in dieser Konstellation Anspruch auf die Lohnfortzahlung von 6 wochen haben.

Das es sich nicht um einen Kleinbetrieb handelt, kann man Ihnen nicht ohne Weiteres wegen Ihrer Krankheit kündigen. Es wird sich natürlich auf Dauer die Frage stellen, ob Sie sich überhaupt ein Weiterarbeiten an Ihrem alten Arbeitsplatz vorstellen können.







Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael Fork, Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Raphael Fork

Rückfrage vom Fragesteller 18.01.2013 | 21:12

Leider ist meine Frage hiermit nicht beantwortet, weil ich wissen wollte, ob ich die Absage (siehe oben) zur Gesprächseinladung so senden kann?

Ich befinde mich im Mutterschutz, warum benötige ich für das Gespräch innerhalb des Mutterschutzes ein Attest? Es reicht doch ab dem ersten Arbeitstag oder?

Danke Mit feundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 18.01.2013 | 21:20

Nachfrage 1:
"ob ich die Absage (siehe oben) zur Gesprächseinladung so senden kann?"


Das können Sie so absenden.




Nachfrage 2:
"benötige ich für das Gespräch innerhalb des Mutterschutzes ein Attest? Es reicht doch ab dem ersten Arbeitstag oder?"


Das ist richtig, Sie sollten nur darauf hinwirken, dass das Attest auch an Ihrem ersten Arbeitstag dem Arbeitgeber vorliegt.


Denn Sie wissen ja bereits jetzt, dass Ihre Krankheit über die Elternzeit hinaus andauert.

ANTWORT VON

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