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Nach Kündigung des Arbeitsverhältnisses - Büroschlüssel nicht erhalten

24.02.2018 12:58 |
Preis: 45,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Haftung für Versand

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe in einem kleinen Betrieb (drei Leute) gearbeitet. Zum 29.01.2018 habe ich mich krank gemeldet und daraufhin eine ordentliche Kündigung zum 15. März 2018 erhalten. Meine Arbeitgeberin hat mich aufgefordert, ihr unverzüglich die Büroschlüssel zukommen zu lassen. Diese habe ich am 05. Februar gemeinsam mit der AU-Bescheinigung per Einschreiben versendet.

Jetzt geht das Dilemma los:

- 07.02.2018 14:11 Uhr SMS von der AG: Hallo, ich warte noch auf den Büroschlüssel (am 02.02.2018 per SMS gefordert)
- 07.02.2018 14:16 Uhr SMS von mir: Hallo, die Büroschlüssel wurden mit der AU-Bescheinigung per Einschreiben gesendet
- 07.02.2018 17:33 Uhr SMS von der AG: Ich warte auf Nachricht!
- daraufhin habe ich Sie angerufen: AU Bescheinigung wäre da aber keine Schlüssel, dieser müsse aus dem Briefumschlag gefallen sein. Der Postboten hätte dies bereits aufgenommen und sie mich entsprechend informiert (ich habe darüber jedoch nachweislich keine Information erhalten). Ich hätte es richtig verpacken sollen und jetzt soll ich dafür Sorgen, dass der Schlüssel auftaucht da ich ansonsten die komplette Schließanlage zu ersetzen habe.

Ein paar Tage später suchte ich die Postfiliale, trotz Krankheit, erneut auf und erhielt die Info, dass bei Einschreiben der Empfänger für eine Verlustanzeige verantwortlich ist. Dies habe ich meiner AG unverzüglich telefonisch mitgeteilt, woraufhin ich nur die Antwort bekam, ich sei Schuld, dumm und habe es jetzt zu ersetzen! Ich beruhigte Sie indem ich ihr mitteilte, dass ich es erneut in einer anderen Filiale versuchen werde.

- 15.02.2018 war ich erneut beim Arzt und wurde bis zum 15.03.2018 krank geschrieben.
- 15.02.2018 19:43 Uhr SMS von mir: Hallo, bedauerlicherweise bin ich weiterhin krank geschrieben, die AU-Bescheinigung erfolgt per Einschreiben
- 15.02.2018 20:02 Uhr SMS von der AG: Was ist mit dem Schlüssel? Ich werde auf Ihre Kosten die Schließanlage jetzt erneuern!
-15.02.2018 20:23 Uhr SMS von mir: Wie Sie ganz genau wissen, ist das mit dem Schlüssel noch in Klärung, daher werde ich zum aktuellen Zeitpunkt die kosten definitiv nicht übernehmen. Darüber hinaus erwarte ich, dass wenn solche Schritte geplant werden, dass diese im Vorfeld mit mir besprochen werden.
-16.02.2018 habe ich erneut eine Postfiliale aufgesucht, es stellte sich raus, dass ich beim 1. Mal falsch beraten wurde, also habe ich eine Schadensanzeige aufgegeben.

Heute dem 24.02.2018 erhalte ich nun ein Schreiben vom Anwalt (datiert auf den 22.02.2018):

"Infolge des Beendigung zum 15.03.2018 haben Sie sowohl Ihre Krankmeldung, als auch ihren Schlüssel der Schließanlage zum Büro meiner Mandantin an die o. g. Adresse postalisch versandt.

Der Schlüssel der Schließanlage ist nicht bei meiner Mandantin angekommen. Offensichtlich ist der Schlüssel bei der Deutschen Post AG verloren gegangen. Insofern ist meine Mandantin gezwungen, eine neue Schließanlage in dem Objekt zur Vermeidung unberechtigten Zutritten etc. einbauen zu lassen.

Zur Vermeidung derartiger Kosten habe ich Sie vorsorglich aufzufordern, den noch fehlenden Schlüssel unverzüglich, spätestens bis zum 28. Februar 2018 meiner Mandantin auszuhändigen.

Sollte die Frist fruchtlos verstreichen, so wird meine Mandantin auf Ihre Kosten eine neue Schließanlage einbauen lassen."
_________________________________________

Ich fühle mich ehrlich gesagt extrem unter Druck gesetzt, da keine vernünftige Kommunikation möglich ist, da man nur als Idiot abgestempelt wird. Darüberhinaus hat Sie "absichtlich" mein letztes Gehalt auf eine alte Bankverbindung überwiesen, wodurch ich Nachteile hatte.

Die Schadensanzeige habe ich erst am 16.02. gestellt, da es aus gesundheitlichen Gründen vorher nicht möglich war und zuvor eine falsche Beratung der Post erfolgte.

Wie soll ich mich jetzt verhalten? Die vom Anwalt gesetzte Frist von 4 Tagen zum 28. Februar ist doch etwas extrem. Reicht es hier aus, dem AG eine Kopie der Schadensanzeige zukommen lasse (falls ja, hat es Nachteile dass die Schadensanzeige erst vom 16.02.2016 ist?)

Eine weitere Frage hätte ich bezüglich meiner Kündigung zum 15. März 2018. Ich habe noch 7 Urlaubstage die nicht genommen wurden. Mein letzter offizieller Arbeitstag wäre der 06. März, da ich jedoch bis zum 15. März krank geschrieben bin, wüsste ich gerne, wie es mit der Auszahlung der Urlaubstage aussieht.

Sollte der Fall weiter ausarten, würde ich es begrüßen von dem antwortenden Rechtsanwalt vertreten zu werden.



Einsatz editiert am 24.02.2018 15:26:40

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich haftet die Post bis max. 500 EUR für den Schaden, wenn der Schlüssel nicht wieder aufgefunden wird.

Gut wäre, wenn Sie einen Zeugen hätten, der bezeugen könnte, dass Sie den Schlüssel auch tatsächlich versandt haben.

Sie sollten schnellstmöglich einen Anwalt einschalten, da Ihnen eine Frist gesetzt wurde und bei Auswechslung einer kompletten Schließanlage sehr hohe Kosten auf Sie zukommen könnten.

Ihre Ex-Chefin hat jedoch eine Schadensminderungspflicht, d.h. da das Nachforschungsverfahren noch läuft, handelt sie eventuell vorschnell. Allerdings könnte Sie mit sensiblen Daten ggf. argumentieren und somit die Auswechslung ggf.erforderlich ist.

Hier ist eine richtige Antwort per Anwalt erforderlich, sodass Sie die Weichen richtig stellen. Lässt sich die Gegenseite nicht auf die Nachforschung ein und wechselt das Schloss aus, so könnte u.U. der Schaden extrem hoch ein.

Gerne helfen wir weiter.

Senden Sie uns gerne eine Email zu. Wir sind auf Arbeitsrecht spezialisiert (RA Harms).

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 24.02.2018 | 16:14

Vielen Dank für Ihre Antwort,

laut den Informationen der deutschen Post liegt die Haftungssumme für Einschreiben bei 25,- EUR oder irre ich mich?

Verstehe ich Sie richtig, dass Sie auf die Frage wie ich mich Verhalten soll lediglich antworten, hier einen Anwalt für ein Schreiben aufzusuchen? Reicht es also nicht aus, eine Kopie der Schadensanzeige zukommen zu lassen, dass dies in Bearbeitung ist?
Hier habe ich ehrlich gesagt eine hilfreiche Antwort erwartet, stattdessen empfehlen Sie mir einen Rechtsanwalt für ein Schreiben ohne auf die Frage einzugehen. Da ich rechtlichen Rat benötige, habe ich die Frage hier im Portal gestellt. Dass die Plattform hier der "Erstberatung" dient ist mir bewusst aber nichtsdestotrotz kann man eine Antwort auf eine Frage erhoffen.

Hat das Datum 16.02. für die Schadensanzeige nun eine negative Auswirkung?

Darüber hinaus wäre es nett, wenn Sie auf die Frage bezüglich der Urlaubstage in Verbindung mit der Kündigung auch antworten würden.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.02.2018 | 09:56

Ihre Antwort verwundert, zeigt aber, dass Sie die Situation und Ernsthaftigkeit der Lage bis heute nicht verstanden haben! Ich habe versucht, Ihnen klarzumachen, dass Sie nicht alleine weiterkommen.

Da Sie dies aber gegen ausdrückliche Empfehlung scheinbar wollen, zeige ich Ihnen auf, was passiert und wie die Sachlage ist:
Sie schicken also, wie Sie es vorhaben, Ihre Schadensanzeige an den Anwalt. Was passiert dann? Der Anwalt kann sagen, dass ihm das reicht, und die Partei abwartet. Wäre das aber eine Option für Ihren Ex-Chef, so wäre dieser gar nicht zum Anwalt gegangen, da Sie dies ja bereits mitgeteilt hatten.

Zudem wurde Ihnen ja klar gesagt, was Sie zu tun haben: Binnen 4 Tagen zu erfüllen bzw. wenn die Frist abläuft Schadensersatz zu zahlen! Da Sie binnen 4 Tagen nicht erfüllen und der Chef nicht weiter warten wird, wird der Chef die Anlage für etwa 2000-3000 EUR austauschen. Die kurze Frist ist bei diesem Sachverhalt auch angemessen, da ja durch einen unbefugten Zugang Firmeneigentum/Geheinisse entwendet werden könnten

Wenn Sie dann die Kosten nicht zahlen, werden Sie hierauf verklagte,

Sie können sich hiergegen nur wehren, wenn Sie
a) beweisen können, dass in dem Schreiben der Schlüssel wirklich war und beweisen können, dass der Schlüssel dem Empfänger auch so zugegangen ist, da dann die Transportgefahr vom Absender auf den Empfänger übergeht.

b) beweisen können, dass die Eile des Austauschs der Schließanlage nicht notwendig wäre und damit der Chef gegen die Schadensminderungspflicht verstösst und Zuwarten kann. Kann der Chef beweisen, dass ein Zuwarten nicht zumutbar ist, so müssen Sie die Kosten tragen, auch wenn das Nachforschungsverfahren ggf,. noch läuft.

Sie haben bezüglich der Haftungssummer Recht. Da ich bislang Wertsachen nur per Paket verschickt habe, war mir nicht bewusst, dass das Einschreiben weniger Haftungssumme hat - auf der Postseite steht daher ausdrücklich auch, dass keinerlei Wertsachen per Einschreiben verschickt werden dürfen - dies könnte ebenfalls eine Pflichtverletzung Ihrerseits darstellen.

Eine verspätete Schadensanzeige kann zudem eine Pflichtverletzung darstellen, allerdings teilt die Post selber mit, dass dies frühestens nach 7 Tagen eingereicht werden soll, sodass dies noch im Rahmen sein könnte.

Somit haben Sie nun die komplette Rechtseinschätzung und können der Gegenseite hierauf antworten, allerdings muss dies so überzeugend sein, dass der Anwalt daraufhin der Mandantin rät, jegliche weitere Handlungen einzustellen.
Ich hatte es nett gemeint, da ich nicht glaube, dass hier ein Handeln ohne Anwalt angebracht wäre. Da Sie dies aber alleine durchziehen wollen, haben Sie nun das Rüstzeug von mir erhalten.

Da das Thema Ihrer Frage der Schlüssel war, haben Sie Verständnis, dass hier immer nur ein Thema beantwortet wird. Laut der Plattform sind unterschiedliche Rechtsfragen in unterschiedlichen Fragen zu stellen. Zusatzfragen, die nichts mit dem Thema zu tun haben (her Arbeitsrecht, Ihr Thema Zivilrecht), sind nicht zulässig.

Da ich aber nett bin, weise ich noch darauf hin, dass die Kündigungsschutzklage spätestens nach 3 Wochen nach Erhalt der Kündigung beim Arbeitsgericht einzureichen ist. Auch weise ich darauf hin, dass ohne Vorlage des Arbeitsvertrages keine arbeitsrechtlichen Aussagen zu Ihren Fragen möglich sind bzw. grob fahrlässig wären!


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