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Nach Kontopfändung immer noch eine Zahlung leisten?

| 10.09.2009 09:34 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Hallo, vor kurzem hatte ich eine Zwangsvollstreckung bekommen, über knapp 350 Euro. Diese wurde mir kurz darauf als Kontopfändung "aufgedrängt". Nachdem meine Bank die 400 Euro brav abgezogen hatte, hab ich kurz darauf von dem Inkassobüro ein Schreiben bekommen, dass ich nun mehr einen offenen Betrag von 117,36 Euro zahlen soll.
Ich dachte, dass aber alles mit der Kontopfändung erledigt gewesen sei, und ich diesen Schuld nun los bin.
Der Gesamtbetrag der Forderung betrug kurz vor der Pfändung knapp 350 Euro, und jetzt sollen es plötzlich über 520 Euro sein.
Muss ich denn diese 117 Euro auch noch zahlen, und wie entstehen diese 117 Euro innerhalb 3 Wochen?
Danke schon mal.

Sehr geehrter Fragesteller,

die Kontopfändung erfolgte in Ihrem Falle vermutlich nach Zustellung des Vollstreckungsbescheides, dem ein gerichtliches Mahnverfahren vorangegangen ist.

Im gerichtlichen Mahnbescheid gibt der Gläubiger an, wie hoch die Forderung ist, die er gegen Sie erhebt. Legen Sie gegen den Mahnbescheid keinen Widerspruch und gegen den Vollstreckungsbescheid keinen Einspruch ein, so wird die Vollstreckung eingeleitet. Vollstreckt wird dann zum einen die Hauptforderung zzgl. Gebühr und Vollstreckungskosten sowie Auslagen (Porto). Inkassokosten können wie Anwaltskosten im Mahnbescheid aufgenommen sein. Überprüfen Sie daher schon zuächst einmal die im Vollstreckungsbescheid aufgeführten Kostenpositionen und gleichen Sie dies mit der Forderung des Inkassounternehmens ab.

In Ihrem Falle wurde nun eine bestimmte, sich aus dem Vollstreckungsbescheid ergebende Summe vollstreckt.

Dass nun noch eine weitere Forderung kommt, kann mehrere Gründe haben.

Zum einen kann es sich um eine ganz andere Sache handeln, wegen der das Inkassounternehmen Zahlung verlangt.

Handelt es sich um die gleiche Sache, kommt es darauf an, ob der Gläuber die ihm seiner Meinung nach zustehende Forderung bereits im Mahnverfahren vollständig geltend gemacht hat. Dies muss er nicht. Insbesondere wenn es sich um Forderungen aus einem Dauerschuldverhältnis gehandelt hat, kann es sein, dass der Gläubiger erst einen Teilbetrag im Mahnverfahren geltend gemacht hat und nun weitere und für einen anderen Zeitraum entstandene Forderungen wiederum zunächst im außergerichtlichen Bereich durch ein Inkassounternehmen einzutreiben versucht.

Vermutlich hat Ihnen das Inkassounternehmen einen Forderungsaufstellung zukommen lassen. Wenn nicht fordern Sie eine solche ein. Hieraus wird für Sie ersichtlich, welche Forderungen für welchen Zeitraum geltend gemacht werden und welche bereits (etwa durch die Kontopfändung) bedient worden sind. Aus der Forderungsaufstellung ist für die auch die Betragsentwicklung ersichtlich, so dass erschließen können sollten, wie es zum Betrag von rund 520,- Euro gekommen ist.

Ob Sie daher die neuerlichen 117,- Euro zu zahlen haben, richtet sich im Ergebnis danach, für welche Forderung die Kosten entstanden sein sollten. Dies für Sie aus dem zur Vollstreckung gebrachten Betrag laut Vollstreckungsbescheid und einer Forderungsaufstellung ersichtlich.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Bei Unklarheiten fragen Sie nach.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Scholz, RA

Bewertung des Fragestellers 10.09.2009 | 12:45

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