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Nach Kenntnisnahme über Vergewaltigung einer Freundin Anzeige erstatten?

30.03.2012 18:04 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Dratwa


hallo ich habe folgende frage, meine freundin hat mir vorkurzem etwas sehr fruchtbares erzählt, sie ist Jahre lang ganz schlimm von ihrem Stiefvater sexuell missbraucht und vergewaltigt worden. Sie selber ist jetzt 32 Jahre alt und der letzte übergriff war vor 13 Jahren. Ich hatte ihr geraten ihn anzuzeigen, sie möchte das aber nicht weil sie einfach nicht mit den sachen wieder konfrontiert werden möchte. Nun ist meine frage wenn ich jetzt zur polizei gehen würde und ihn anzeigen würde geht das überhaupt oder muß sie das schon selber machen da sie ja volljährig ist, also es ist nicht ganz sicher ob noch gefahr von ihm ausgeht das er sie bedrohen könnte und wenn ich ihn anzeige würde dann ermittelt werden. Ich habe agnst das sie sagen könnte das garnichts passiert ist und ich dann als blöde da stehe.
Ich hoffe sie können mir helfen, ich möchte auch nicht ihr vertrauen missbrauchen aber ich bin einfach der meinung das so ein mensch ins gefängnis gehört, aber das ist natürlich meine ansicht.

Sehr geehrte Fragestellerin,

zunächst bedanke ich mich für Ihre Frage.

Nach § 174 Abs. 1 StGB wird die Vornahme von sexuellen Handlungen an Schutzbefohlenen mit einer Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren sanktioniert. Zwar kann die diesbezügliche Strafanzeige von jedermann erfolgen, der von einer Straftat nach § 174 Abs. 1 StGB erfährt, da es sich um ein Offizialdelikt handelt, das von Amts wegen verfolgt wird, sodass auch Sie die Anzeige erstatten können. Jedoch ist die Straftat bereits verjährt, da die letzte Tathandlung vor 13 Jahren erfolgte und die Verjährungfrist fünf Jahre gem. § 78 Abs. 3 Nr. 4 StGB beträgt. Aufgrund Ihrer Anzeige würde die Polizei zwar die Ermittlungen aufnehmen, jedoch das Ermittlungsverfahren einstellen, sobald bekannt wird, dass der letzte Übergriff vor 13 Jahren erfolgte und die Straftat verjährt ist. Der Täter würde also aufgrund der eingetretenen Verjährung seiner gerechten Strafe nicht mehr zugeführt werden.

Gerne stehe ich bei Bedarf für eine Nachfrage zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

Peter Dratwa
Rechtsanwalt

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