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Nach Autoverkauf bemängelt Käufer Fahrzeug

19.01.2011 09:50 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Hallo,

ich habe letzte Woche mein Fahrzeug Privat verkauft.

Da ich mir ein neues gekauft habe, wollte ich meinen alten Ford Fiesta Diesel(6 J, 70000 KM) in Zahlung geben.

Der Verkäufer hat sich meinen angeschaut und nachdem er keine Mängel ausser einer Beule finden konnte,bot er dann 3300€ dafür, riet mir aber ihn Privat zu verkaufen da ich dort mehr bekommen würde.

Am Tag darauf schaute sich ein Interessent das Fahrzeug(Innen+Aussen+ laufenden Motor) an und wollte es direkt für 4000€ mit nehmen. Das war mir aber zu wenig. Wir verbliben so das ich mich melde falls ich ihn doch für 4000€ verkaufen wollt.

Tags darauf rief er mich dann nochmals an und wir einigten uns auf 4200€.

Wir trafen uns dann und machten den Vertag fertig(Vordruck mobile.de).

Der Käufer fuhr dann und ich gab das Geld fürs neue Auto in Zahlung.

4 Tage später(Sonntag abend 21:00) bekam ich dann einen Anruf das an dem Fahrzeug diverse mängel seien wie Wasserpumpe und Lichtmaschine und ich die Reparaturkosten von 700€ übernehmen soll oder der Käufer das Fahrzeug zurück geben möchte.

Als ich das Fahrzeug Donnerstags übergab war alles wie immer in den letzten Jahren in denen ich das Fahrzeug fuhr. Auch der Verkäufer hat nichts ungewöhnliches gehört wie eine Pfeifen nach dem der Motor läuft.

Der Käufer schrieb dann eine SMS das ich mich bei Ihm melden soll, ansonsten würde ich von seinem Anwalt hören.

Was soll ich nun machen?

Mich mit ihm einigen oder auch einen Anwalt hinzuziehen.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Nach Ihrer Schilderung handelt es sich um einen Privatverkauf. Die üblichen Vertragsmuster enthalten regelmäßig einen Ausschluss der Gewährleistungsrechte. Ich gehe davon aus, dass Sie einen solchen Ausschluss vereinbart haben. Vorbehaltlich der Kenntnis des Kaufvertragstexts gilt grundsätzlich, dass ein solcher Ausschluss bei einem Privatverkauf zwischen Verkäufer und Käufer grundsätzlich wirksam vereinbart werden kann. Eine Haftung des Verkäufers besteht nur für solche Mängel, die dieser kannte und über die er den Käufer arglistig getäuscht hat, § 444 BGB. Die Beweislast hierfür liegt aber beim Käufer. Das heißt, er muss darlegen und beweisen, dass die Mängel bei Übergabe des Fahrzeugs bereits vorhanden waren und Sie hiervon Kenntnis hatten. Ein Mangel läge übrigens nicht vor, wenn es sich um normalen Verschleiß handelt. Hätten Sie tatsächlich vorhandene Mängel verschwiegen oder darüber getäuscht, wäre der vereinbarte Haftungsausschluss unwirksam. Der Käufer könnte sich dann auf die gesetzlichen Gewährleistungsrechte nach den §§ 439, 437 BGB berufen. Regelmäßig ist es wegen der Beweislast des Käufers nicht ganz einfach, den Verkäufer in solchen Fällen in die Haftung zu nehmen. Es kann dennoch sein, dass der Käufer nun versucht, die gesetzlichen Gewährleistungsrechte einzufordern, was mit Aufforderung, dass Sie sich an den Reparaturkosten beteiligen sollen, bereits in gewisser Weise geschehen ist. Sie sollten die Forderung des Käufers unter Hinweis auf den vereinbarten Haftungsausschluss zurückweisen. Sollte der Käufer weitere Schritte unternehmen, müsste ohnehin ein Sachverständigengutachten eingeholt werden, um vorab die Erfolgsaussichten eines eventuell drohenden gerichtlichen Verfahrens einschätzen zu können.

Ich hoffe, dass ich Ihnen zunächst weiterhelfen konnte und bin gerne bereit, Sie in dieser Angelegenheit zu vertreten, falls der Käufer seine Forderung aufrecht erhält.

Mit freundlichen Grüßen

Marion Deinzer
Rechtsanwältin

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