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Nach Alkoholfahrt außerhalb des Fahrzeugs aufgegriffen

17.05.2015 22:13 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren

Die Situation ereignete sich um 01:00 Uhr nachts in einer Kleinstadt.

Ich hatte auf einer Feier ein paar Bier getrunken und fuhr im Anschluss mit meinem Pkw und einem weiteren Insassen nach Hause.

Während der Fahrt fiel mir im Kreuzungsbreich ein Polizeiwagen auf. Nachdem ich abgebogen war, beschleunigte Ich mein Fahrzeug um einer möglichen Kontrolle zu entgehen.

Nach einigen Metern nahm der Polizeiwagen mit Blaulicht die Verfolgung auf.
Durch den kurvigen Straßenverlauf und mehreren parkenden Fahrzeugen am Fahrbahnrand sowie des bereits großen Abstandes von ca. 300 Meter muss es für die Beamten unmöglich bzw. nur sehr schwer gewesen sein mein Kennzeichen zu erkennen.

Ich parkte in einer Seitenstraße und verließ mit dem weiteren Insassen das Fahrzeug. Das Verlassen des Fahrzeugs konnte von den Polizeibeamten garnicht oder nur aus großer Entfernung gesehen worden sein.
Dabei ist anzumerken, dass die Straße nur sehr dürftig beleuchtet war.

Wir entfernen uns also zu Fuß ein paar Meter von meinem Auto, dabei verlor ich den Autoschlüssel.
Nur einige Sekunden später griffen die Beamten mich und meinen Freund auf.

Sie behaupteten mich eindeutig als Fahrer identifizieren zu können. Sie fanden den Autoschlüssel im Gras.
Sie nahmen die Personalien meines Freundes auf und ließen ihn gehen. Ich musste mit auf das Polizeirevier.
Ich machte keinerlei Angaben zum Sachverhalt.
Später wurde mir noch Blut abgenommen.

Als die Maßnahme abgeschlossen war, machte ich aus Neugier einen Atemalkohltest. Dieser ergab 0,85 Promille. (ca. 2 Stunden nach dem Abstellen des Fahrzeugs )

Mit welchen rechtlichen Schritten der Behörde muss ich nun rechnen? Ich habe bisher keinerlei Post bekommen.

Wie bewerten Sie meine Chancen straffrei der Sache zu entkommen?

Vielen Dank für Ihre Einschätzung !

17.05.2015 | 22:51

Antwort

von


(277)
Am Wissenschaftspark 29
54296 Trier
Tel: 06514628376
Web: http://www.zimmlinghaus.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:


zunächst hängt alles davon ab, wie sicher die Polizisten hinsichtlich ihrer Feststellung sind, dass Sie der Fahrer waren. Sollten die Polizisten bei einer späteren Gerichtsverhandlung dabei bleiben, Sie als Fahrer identifiziert zu haben, wären Sie erfahrungsgemäß überführt und müssten mit einer Verurteilung rechnen.

In diesem Fall wäre es entscheidend, ob lediglich eine Ordnungswidrigkeit im Raum steht oder eine Straftat. Bei einem Promillewert von mindestens 1,1 Promille wären Sie im Strafbarkeitsbereich und müssten schlimmstenfalls mit der Entziehung der Fahrerlaubnis rechnen. Wenn aber lediglich 0,85 Promille festgestellt wurden, könnte es auch sehr gut sein, dass Sie noch wegen einer Ordnungswidrigkeit zu einer Geldbuße verurteilt werden würden.

Interessant dürfte in diesem Zusammenhang natürlich das Ergebnis der Blutprobe sein. Grundsätzlich käme zwar auch eine Hochrechnung auf den Zeitpunkt, zu dem Sie gefahren sind, in Betracht. Der menschliche Körper baut in der Regel 0,1 Promille (Mann) pro Stunde ab. So, wie Sie den Sachverhalt beschreiben, habe ich jedoch erhebliche Zweifel daran, dass Sie bei diesem unsicheren Sachverhalt tatsächlich wegen einer Straftat verurteilt werden würden.

Im Ergebnis müssen Sie damit rechnen, wegen der Ordnungswidrigkeit belangt zu werden. Zu einer Verurteilung wegen einer Straftat sollte es nach vorsichtiger Einschätzung nicht kommen. Bleiben Sie dabei, keine Angaben zur Sache zu machen. Erst recht dürfen Sie nicht behaupten, Ihr Freund sei gefahren, denn dies würde den Straftatvbestand der falschen Verdächtigung erfüllen.

Ich hoffe, Sie beruhigt zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

(277)

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54296 Trier
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