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Nach Abschiebung vor 5 Jahren nun Einreise als Tourist möglich?

26.03.2013 13:48 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ernesto Grueneberg, LL.M.


Zusammenfassung: Keine Möglichkeit der Erteilung eines Visums nach Abschiebung, ohne die Befristung der Einreisesperre.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Am 29.05.2008 wurde eine Familie (Mann, Frau, Tochter, Sohn damals 14 Jahre alt) von Niedersachsen aus Deutschland abgeschoben (nach Indien), da das Asyl abgelehnt wurde. Die Familie ist September 2000 nach Deutschland eingewandert, hatte falsche Vornamen angegeben (Reisepass verloren), sie hat aber keine kriminellen Straftaten abgelegt. In der Akte steht aber nur: Asyl abgelehnt, ohne weitere Vermerke. Auf den Reisepässen sind auch keine Reisesperren vermerkt.
Jetzt (nach knapp 5 Jahren) möchte der Sohn mit Vater als Tourist (mit Touristenvisum) nach Deutschland einreisen, aber ist es denn möglich ohne Komplikationen ein Touristenvisum nach Deutschland zu beantragen? Wie lange darf man den höchstens in Deutschland bleiben (3 Monate oder länger)?
Falls das Einreisen in Deutschland nicht möglich ist, darf die Familie in anderen EU-Ländern z.B Niederlande, England, Belgien etc. mit Touristenvisum einreisen?

Vielen Dank im Vorraus

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Ein Ausländer, der ausgewiesen, zurückgeschoben oder abgeschoben worden ist, darf nicht erneut in das Bundesgebiet einreisen und sich darin aufhalten (§ 11 Abs. 1 S. 1 AufenthG).

Ein Visum wird also nicht zu erteilen sein, solange diese Folge noch besteht. Der Abgeschobene kann aber die Befristung der Wirkung dieser Einreisesperre nach § 11 Abs. 1 S. 3 AufenthG beantragen.

Die Abschiebung und Einreisesperre macht die Erteilung eines Touristenvisums (bis 3 Monate) im ganzen Schengen-Raum unmöglich.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben.
Mit freundlichen Grüßen

Ernesto Grueneberg, LL.M.
Abogado
Mitglied der Rechtsanwaltskammern Berlin & Madrid

Tauentzienstr. 7a
10789 Berlin

berlin@kanzlei-grueneberg.de
Tel.: 030 577 057 75
Fax.: 030 577 057 759

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