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Nach 10 Jahren einfach ins Grundbuch eingetragen


02.03.2007 16:13 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe heute einen Brief vom Amtsgericht (Grundbuchamt) bekommen, in welchem mir mitgeteilt wird, dass ich, nebst 5 weiteren Erben, als Miteigentümer eines Grundstücks eingetragen wurde.

Zur Erklärung:

Mein leiblicher Vater, welchen ich nur 1 mal im Leben gesehen habe, hat offensichtlich 5 Kinder (3 uneheliche - zu denen ich gehöre, und 2 eheliche).
Die 6. Erbin scheint seine Frau zu sein.

Nun habe ich, über 3 Ecken" erfahren, dass mein leiblicher Vater bereits vor ca. 10 Jahren verstarb. Dieses wurde mir nie mitgeteilt.

Nun meine 3 kurzen Fragen:

1. Sehe ich das richtig, das ich jetzt 6 Wochen zeit habe den bereits gemachten Eintag - und somit das Erbe, auszuschlagen? Immerhin wäre es ja möglich, dass das Grundstück belastet ist, oder dass ich mit der Anerkennung weitere Posten erbe, welche finanzielle belastungen mit sich bringen (ich hoffe meine Denkenweise ist nicht zu naiv!?).

2. Wie kann es zu diesem ungefrgten Eintrag kommen?

3. Auf welche Punkte muß ich in meiner zukünftigen Vorgehensweise besonders achten?

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Nach dem Gesetz muss man eine Erbschaft nicht ausdrücklich annehmen, sondern man wird automatisch Erbe, wenn man die Erbschaft nicht innerhalb der Frist von 6 Wochen ausschlägt. Die Ausschlagungsfrist beginnt mit dem Zeitpunkt, an dem man vom Anfall der Erbschaft (also vom Tode Ihres Vaters) und vom Grund der Berufung (als gesetzlicher oder testamentarischer Erbe) erfährt. In Ihrem Fall beginnt also die 6-Wochen-Frist spätestens mit der Mitteilung des Grundbuchamtes.

Wenn Sie die Erbschaft nicht fristgerecht ausschlagen, dann treten Sie (anteilmäßig mit der Erbquote) in die Rechtsposition Ihres Vaters an seinem Todestag ein. Sie erben also alle Rechte und Pflichten, Guthaben und Schulden anteilmäßig.
Zur Abschätzung des Risikos könnten Sie Kontakt mit der Witwe oder den Geschwistern aufnehmen und sich über die Vermögensverhältnisse erkundigen.
Die Tatsache, dass die Witwe und die übrigen Kinder ebenfalls ins Grundbuch eingetragen wurden, also die Erbschaft nicht ausgeschlagen haben, könnte ein Indiz dafür sein, dass das Vermögen die Schulden übersteigt.

Eigentlich hätten Sie von den Behörden in den letzten Jahren von Amts wegen einige Benachrichtigungen bekommen müssen, zumindest eine Mitteilung über den Tod des Vaters, über die (offensichtlich erfolgte) Beantragung und dann Erteilung des Erbscheines (ohne die ein Eintrag ins Grundbuch nicht erfolgt). Möglicherweise ist behördenintern ein Fehler passiert.

Sie können versuchen, dies selbst beim Grundbuchamt und beim Nachlassgericht zu recherchieren.

Falls Sie die Erbschaft ausschlagen wollen, müssen Sie dies gegenüber dem zuständigen Nachlassgericht erklären. Die Erklärung muss entweder persönlich beim Nachlassgericht zu Protokoll gegeben werden oder in öffentlich beglaubigter Form von einem Notar aufgenommen werden. In diesem Fall müsste der Notar allerdings die Erklärung so rechtzeitig abschicken, dass sie innerhalb der Frist beim Nachlassgericht eingeht.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben.
Für Rückfragen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie für eine weitere Beratung und Vertretung im Rahmen einer Mandatserteilung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

info@kanzlei-plewe.de
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