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MyHammer Rücktritt vom Auftrag nachträglich

21.06.2010 12:46 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Vogt


Sehr geehrte Damen und Herren,

in einer MyHammer Auktion habe ich für einen Auftrag vergeben für die Erneuerung einer Giebelwand für ca. 800 Euro.

In der Auschreibung braucht ich nur die Dienstleistung des Handwerkers. Baumaterial hatte ich bereits selbst eingekauft.

Nach mehrmaligen Gesprächen erschien mir der auszuführende Handwerker als unseriös / unkompetent und ich bin nachträglich vom Auftrag zurück getreten. Dazu kam es das der Auftrag von einem Subunternehmen ausgeführt werden sollte wobei ich ja bei der Myhammer Auktion nur der bestimmten Person aufgrund seiner Bewertung gegeben hatte und nicht dem Subunternehmen.

Im MyHammer Portal steht dafür eine Rücktrittsfunktion zur Verfügung die ich erfolgreich eingesetzt habe.

Das Problem ich bin einen Tag vor dem Ausführungstermin der aber auf wackligen Beinen stand vom Auftrag zurückgetreten.

Der sollte eh nicht stattfinden, weil nicht genügend Baumaterial vorhanden war um den Auftrag auszuführen und es gab auch keine schriftliche Terminbestätigung. Ich habe per E-Mail die Verschiebung des Termines gebeten und um einen Rückruf gebeten.

Das meiste wurde eh nur mündlich per telefon besprochen.

Meine Fragen an Sie:
1) Was habe ich vom ausführenden Handwerker zu erwarten?
2) Was habe ich vom Subunternehmen zu erwarten?
3) Darf er überhaupt den Auftrag an einem Subunternehmen ohne meines Wissen weitergeben.
4) Ist in diesem Fall der Auftrag überhaupt gültig?
5) Wie soll ich mich weiterhin verhalten bei Forderungen vom Handwerker?

Ich hoffe auf eine schnelle Antwort.

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne darf ich Ihre Fragen wie folgt beantworten:

Durch die Einstellung des Auftrags auf der Internetplattform haben Sie rechtlich betrachtet eine unverbindliche Aufforderung zur Abgabe von Angeboten (invitatio ad offerendum) abgegeben.

Im Hinblick auf diese Aufforderung hat dann ein Handwerker ein Angebot zur Errichtung einer Giebelwand abgegeben, welches Sie in der Folgezeit angenommen haben. Es ist somit ein wirksamer Werkvertrag zustande gekommen. Hierbei ist der Unternehmer/Handwerker grundsätzlich dazu verpflichtet, die versprochene Leistung selbst zu erbringen.

Da dieser Vertrag allerdings ausschließlich über das Internet zustande gekommen ist, steht Ihnen als Verbraucher entsprechend § 312d BGB ein Widerrufsrecht zu, von dem Sie nach Ihrer Sachverhaltsschilderung wirksam Gebrauch gemacht haben. Rechtsfolge dieses Widerrufs, für den die rechtzeitige Absendung ausreicht, ist, dass Sie an Ihre Annahme des Angebots nicht mehr gebunden sind, § 355 BGB.

Dementsprechend kann der Handwerker Ihnen gegenüber keine Ansprüche mehr geltend machen. Gleiches gilt selbstverständlich für den Subunternehmer, zu dem Sie zu keinem Zeitpunkt eine vertragliche Beziehung hatten.

Sofern der Handwerker Ihnen gegenüber Ansprüche geltend macht, sollten Sie diese unter Hinweis auf den erfolgten Widerruf zurück weisen. Bitte beachten Sie hierbei, dass Sie für die Absendung der Widerrufs beweispflichtig sind. Sie sollten daher einen entsprechenden Ausdruck der Webseite fertigen.

Abschließend hoffe ich, Ihnen mit meiner Antwort einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben.

Hierbei möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Sie können natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.

Für eine über diese Erstberatung hinausgehende Interessenvertretung steht Ihnen meine Kanzlei selbstverständlich ebenfalls gerne zur Verfügung.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

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