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MwSt. Rückerstattung europa

| 03.03.2018 23:23 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Eine deutsche GmbH kauft eine Gewerbeimmobilie in Kroatien.
Nun werden einige Instandhaltungsreparaturen an der Immobilie gemacht.
Von ortsansässigen Firmen , also kroatische Firma leistet die Arbeit in Kroatien
An den Eigentümer der nur in Deutschland seinen Sitz hat.
Die kroatische Firma stellt die Rechnung auf die deutsche GmbH aus und berechnet
25% pdv ( kroatische MwSt ). Kann die deutsche GmbH diese Steuer innerhalb der EG
Zurückfordern ? Wenn ja, auf welche Gesetzesgrundlage wäre dies und wonwäre der
Antrag zu stellen ? Deutschland ? Kroatien geht wohl nicht da die deutsche GmbH
Keine Niederlassung in Kroatien hat.
Gerne höre ich von ihnen,
Karlsruhers
06.03.2018 | 08:30

Antwort

von


(83)
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04318 Leipzig
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Das ist grundsätzlich möglich.

Ihren Antrag auf MwSt.-Erstattung müssen Sie per Internet über die Finanzbehörden des Landes der Niederlassung Ihres Unternehmens stellen.

Diese leiten Ihre Forderung, sofern Sie einen Erstattungsanspruch haben, an das betreffende Land weiter.
Das Verfahren für die Erstattung der Mehrwertsteuer ist EU-weit einheitlich.

Voraussetzungen sind:

Das Unternehmen muss zum Vorsteuerabzug berechtigt sein. Unternehmen mit steuerfreien Umsätzen sowie Kleinunternehmer sind nicht berechtigt. Das Unternehmen darf keine Filiale in dem betreffenden Land haben. Zudem darf das Unternehmen dort keine bzw. lediglich steuerfreie Umsätze getätigt haben.

Sie müssen alle Erstattungsbeträge belegen können. Kopien der Originale einzuscannen reicht hierbei i.d.R. aus.
Erstattungsfähige Kosten variieren:

Nicht für alle Ausgaben kann die Umsatzsteuer erstattet werden.
Oft erstattungsfähig ist die UmSt. für z.B. Kraftstoff, Mietwagen, Maut, Tax, öffentliche Verkehrsmittel, Hotels, Bewirtung, Eintrittsgelder für Messen oder Ausstellungen, Ausgaben für Vergütungen und Repräsentationsaufwendungen usw.
Einen Überblick über die im jeweiligen Land erstattungsfähigen Kosten erhalten Sie hier.

Fristen:
Die Antragsfrist ist innerhalb der EU immer der 30. September des Folgejahres. Alle Staaten der EU haben sich zudem verpflichtet, innerhalb von 4 Monaten und 10 Tagen nach Eingang des Antrags die Umsatzsteuer zu erstatten. Bei einer Überschreitung dieser Frist werden Zinsen fällig.

Erstattungszeitraum:
Der Erstattungszeitraum darf nicht mehr als ein Kalenderjahr und nicht weniger als drei Kalendermonate betragen.
Mindesterstattungsbeträge:

Bei einem Erstattungszeitraum von weniger als einem Kalenderjahr, jedoch von mindestens drei Monaten, darf der Mehrwertsteuerbetrag nicht unter 400 EUR (oder dem Gegenwert in der Landeswährung) liegen. Wenn sich der Erstattungsantrag auf einen Zeitraum von einem Kalenderjahr oder den Rest eines Kalenderjahres bezieht, darf der Mehrwertsteuerbetrag nicht niedriger als 50 EUR (oder dem Gegenwert der Landeswährung) sein.

Schritte zur Umsatzsteuererstattung:
1.) Melden Sie sich mit Ihren ElsterOnline-Zugangsdaten (Elster-Zertifikat und PIN) beim Bundeszentralamt für Steuern an.
Falls Sie noch keine Zugangsdaten haben, klicken Sie bitte hier und registrieren Sie sich bei ElsterOnline.
2.) Gehen Sie auf "Formulare" --> "Umsatzsteuer" --> "Antrag auf Umsatzsteuervergütung inländischer Unternehmer im Ausland".
3.) Folgende Angaben müssen u.a. gemacht werden: Name und Anschrift des Rechnungsstellers, Rechnungsnummer, UmSt.-ID, Nettobetrag, Steuerbetrag.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Vicky Neubert, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 09.03.2018 | 13:35

kurze nachfrage,
die gmbh ist in kroatien lediglich eigentümer der immobilie und hat dort keine geschäftliche tätigkeit.
mein steuerberater ist der meinung, dass alleine schon aus diesem umstand das eigentum an dem gebäude
erworben zu haben, die gmbh damit faktisch eine filiale in kroatien gegründet hätte und müsste sich im kroatischen mwst system anmelden und darüber die vorsteuer in kroatien geltend machen.
jedoch die monaliche pachteinnahmen welche von einem kroatischen unternehmer an die deutsche gmbh gezahlt wird ist ohne umsatzsteuer.
ist so betrachtet ihre antwort dennoch der richtige weg?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.03.2018 | 14:03

Sofern die GmbH tatsächlich nur ein Gebäude gekauft hat und überhaupt keine geschäftliche Tätigkeit in Kroatioen ausübt, hat Ihr Steuerberater wirderum den richtigen Riecher. Denn sich im kroatischen MwSt System anzumelden und alles per Vorsteruerabzug zu regeln ist dann der einfachere Weg. Es müsste jedoch nachgewiesen werden, dass allein durch den Kauf der Immobilie bereits eine Filiale gegründet wurde. Ohne weiter Belege halte ich das für sehr vage.

Bewertung des Fragestellers 27.04.2018 | 19:24

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