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Mutterschutz und Elterngeld

25.01.2009 15:44 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Vogt


Hallo,

ich erwarte ein Kind, errechneter Geburtstermin ist der 18.08.2009, der Mutterschutz beginnt am 7.07.2009. Ich verdiene bisher 1320 € netto (2000 € brutto) im Monat und werde diejenige sein, die das Elterngeld beantragt (bin aber nicht alleinerziehend, jedoch ledig). Ich plane eine Elternzeit von 12 Monaten ab der Geburt.

Meine Frage: Bis wann bekomme ich mein altes (oder verändertes?) Gehalt und ab wann das Elterngeld?

Vielen Dank.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Frage darf ich auf der Basis des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes gerne wie folgt beantworten:

Der Anspruch auf Elterngeld entsteht mit der Geburt des Kindes. Auf das Elterngeld wird gemäß § 3 Abs. 1 BEEG das Mutterschaftsgeld angerechnet.

Mutterschaftsgeld wiederum wird gemäß §§ 13, 6 Abs. 1 MuSchG bis zum Ablauf von 8, bzw. bei Früh-und Mehrlingsgeburten bis zum Ablauf von 12 Wochen nach der Geburt bezahlt.

Konkret bedeutet dies, dass Sie bis zum Ablauf von 8 bzw. 12 Wochen nach der Geburt Mutterschaftsgeld in Höhe des durchschnittlichen Einkommens der letzten drei Monate vor Beginn des Mutterschutzes bekommen.

Danach bekommen Sie das Elterngeld, wobei hierbei gemäß § 4 Abs. 3 BEEG zu berücksichtigen ist, dass die Zeit in der das Mutterschaftsgeld bezogen wurde als Zeit gilt, in der Elterngeld bezogen wurde.

Dies führt letztendlich dazu, dass Ihnen nach Ablauf des Mutterschutzes von 8 Wochen nach der Geburt im Regelfall nur noch 10 Monate Elterngeld (12 Monate – 8 Wochen) zusteht.

Bitte beachten Sie noch, dass Sie, sofern Sie Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung sind, das Mutterschaftsgeld bei Ihrer Krankenkasse beantragen müssen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben.

Hierbei möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Sie können natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Sonntag und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

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