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Mutter zieht mit Kind weg ,ohne bescheid zu geben.


02.12.2015 16:41 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Wurde durch eine Bekannte drauf hingewiesen ,dass meine Ex ein Kind geboren hat.
Zu diesen Zeitpunkt war das Kind schon 2 1/2 Monate alt.

Ich suchte den Kontakt zum Jugendamt und lies mich beraten.

Nachdem ich einen Vaterschaftstest gemacht habe ,stand es auch Fest dass ich der Vater bin.

Habe die Vaterschaft vor dem Jugendamt dann auch anerkannt.

Habe dann mit dem Jugendamt ein Umgangsregelung vereinbart ,um dass der Kleine sich an mich gewöhnt.
Darauf hin bekam ich begleiteten Umgang.
Bei den ersten zwei male war die KM auch noch dabei.

Ich gab der KM bescheid das ich das gemeinsame Sorgerecht möchte.
Sie sagte geh bitte zum JA und frag nach wegen Termin.
Als dieser dann fest stand ,teilte ich diesen der KM mit.
Wo sie aber nicht erschien .
Ich wannte mich an einen Anwalt ,und teilte ihr das mit.

Nun sollte es ein Abschlussgespräch geben den Sie zwei Tage zuvor noch zu sagte .

Sie rief am Termin an und teilte mit dass das Kind zufällig Krank ist

Nun stellte sich heraus dass sie weg ist und wohnt nicht mehr hier im Ort.

Bei der Meldestelle fand ich heraus das sie über 500 Km weit weg wohnt.

Ich habe meine Kinder aus erster Ehe groß gezogen und meinen Behinderten Sohn aus zweiter Ehe bei mir zu wohnen.Dieser konnte bis heut seinen Bruder noch nicht kennen lernen und wird es ,wie s aussieht ,keine Möglichkeit dazu bekommen.

Was kann ich jetzt tun???



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Sehr geehrter Mandant,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Da es scheint, als möchte die Mutter mit Ihnen gar nicht kooperieren, und es ihr wohl leider auch egal ist, ob das Kind Sie als Vater (bzw. auch die Halbgeschwister) kennen lernt und zur väterlichen Seite eine Bindung aufbauen kann, ist davon auszugehen, dass sie auf freiwilliger Basis keine gemeinsame Sorgerechtserklärung mehr abgeben wird. Dass sie einfach weggezogen ist, ist zwar sehr ärgerlich, kann ihr aber rechtlich nicht nachteilig sein. Da sie (bisher) alleinsorgeberechtigt war, konnte sie ihren Aufenthalt und der des Kindes frei wählen.

Wenn Sie auf das gemeinsame Sorgerecht Wert legen, dann müssen Sie diesbezüglich einen Antrag beim Familiengericht stellen. Geregelt ist das in § 1626 a Abs. 1 Nr. 3 BGB. Das Gericht prüft bei diesem Antrag nur, ob das gemeinsame Sorgerecht dem Kindeswohl widersprechen könnte. I.d.R. wird aber dem anderen Elternteil das Mitsorgerecht eingeräumt, es sei denn, die Kindsmutter hat gewichtige Gründe, dem zu widersprechen. Welche Gründe das sein können, ist aus dem Sachverhalt nicht ersichtlich. Da Sie schon begleiteten Umgang hatten, um eine Beziehung zu Ihrem Sohn aufzubauen, kann sie nicht einwenden, Sie hätten bisher kein wirkliches Interesse an dem gemeinsamen Kind gezeigt. Auch die weite Entfernung Ihrer Wohnorte hindert nicht eine gemeinsame Sorgerechtsausübung, da die Rechtsprechung davon ausgeht, dass dies in Zeiten moderner Kommunikation keine Rolle spielt, um Kontakte zu pflegen, BVerfG 1 BvR 738/01.

Es ist aber zur Geltendmachung Ihres Umgangsrechts gar nicht notwendig, das Sie das gemeinsame Sorgerecht haben. Wenn Sie die Vaterschaft anerkannt haben, gelten Sie als rechtlicher Vater, so dass Ihnen, unabhängig vom Sorgerecht, Umgang mit Ihrem Sohn zusteht, § 1684 BGB. Sie können also auch „nur" einen Antrag auf Umgang beim Familiengericht stellen. Das zuständige Familiengericht wäre der jetzige Wohnort des Kindes.

In einer gerichtlichen Regelung würde das Gericht mit Ihnen besprechen, wie Sie als Eltern den Umgang unter erschwerten Entfernungsbedingungen handhaben wollen. In so einer Vereinbarung werden dann individuelle Abmachungen aufgenommen. Ebenso wird das JA involviert und kann zur Lösung des Problems beitragen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
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